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Betreuungsdienstleistungen für mehr Abwechslung und Unterstützung im Alltag

Ob als Gesprächspartner, als Begleitung zu Arztterminen oder als Stütze für hauswirtschaftliche Tätigkeiten – Durch ihre Anwesenheit und Unterstützung entlasten Betreuungsdienstleistungen für Senioren ältere Menschen sowie deren Angehörige.

Durch ihre Anwesenheit und Unterstützung im Alltag entlasten Betreuungsdienstleistungen für Senioren ältere Menschen und deren Angehörige.
©Photographee.eu | Fotolia.com


1. Wie und wo finde ich einen Begleiter für den Alltag?

2. Vermittlung von Betreuungsdienstleistungen für Senioren

3. Für wen eignet sich die Inanspruchnahme einer Alltagsbetreuung?

4. Welche Dienste bieten Betreuungskräfte an?

5. Welche Qualifikationen sollten die Alltaghelfer bei der Betreuung vorweisen?

6. Wie viel kostet eine Alltagsbegleitung?

7. Pflegebedürftigkeit: Bezahlt die Pflegekasse die Betreuungsdienstleistung?

8. Gibt es Betreuungsdienstleister, die eine Begleitung für Reisen und Ausflüge anbieten?

9. Telefonische Seelsorge: Anonyme Alltaghelfer als Gesprächspartner für jede Lebenssituationen


1. Wie und wo finde ich einen Begleiter für den Alltag?

Wenn Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn keine Zeit zur Betreuung oder Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben finden, bieten Alltagsbegleiter die Möglichkeit, älteren und/oder einsamen Menschen für ein paar Stunden am Tag Gesellschaft zu leisten.

Ist man auf der Suche nach einer stundenweisen Begleitung oder Unterstützung im Alltag, findet man hilfsbereite Begleiter in Wohlfahrtsverbänden wie den Johannitern, der Caritas oder dem Diakonischen Werk. Daneben kann man Betreuer und Alltagsbegleiter auch im Internet über Minijobportale finden. Zudem haben sich einige Dienstleistungsunternehmen auf eine stundenweise Alltagsbegleitung und Unterstützung für ältere Personen spezialisiert, die meist ebenfalls im Internet vertreten sind. Darüber hinaus gibt es in vielen Gemeinden freiwillige Nachbarschaftshelfer, die ihre Hilfe zur Verfügung stellen, um Zeit mit älteren Menschen zu verbringen und diesen eine Freude zu machen. Oft findet man Nachbarschaftshelfer über Annoncen in Zeitungen oder Gemeindeblättern.

2. Vermittlung von Betreuungsdienstleistungen für Senioren

Verschiedene Internetplattformen bieten eine Vermittlung von Alltagshelfern und Betreuern an. Wer sich für einen Alltagsbegleiter von einem Dienstleistungsunternehmen interessiert, kann sich mit diesen über das Telefon oder per E-Mail in Verbindung setzten. Bei einem persönlichen Gespräch werden problemlos die Anforderungen an den Begleiter sowie die Betreuungszeiten besprochen.

Anschließend erhält man Vorschläge für einen passenden Betreuer vom jeweiligen Anbieter. In vielen Fällen kann man infolgedessen ein kostenloses und unverbindliches Kennenlernen mit dem Begleiter vereinbaren. Ist man schließlich mit der Person einverstanden, können spätestens jetzt die genauen Zeiten und Aufgaben vereinbart werden. Falls diese Alltagsbetreuung einmal zeitlich verhindert oder krank ist, so bieten viele Dienstleister nach Absprache auch einen Ersatzbegleiter an.

3. Für wen eignet sich die Inanspruchnahme einer Alltagsbetreuung?

Unter einer Alltagsbetreuung versteht man die Betreuung im Alltag oder die Begleitung bei alltäglichen Aufgaben für einen bestimmten Zeitraum. Die jeweilige Zeitspanne kann unterschiedlich lange ausfallen: Viele Dienstleistungsunternehmen bieten meist eine stundenweise Betreuung an. Darüber hinaus gibt es Anbieter, die eine Betreuung von mehreren Tagen oder bei Reisen anbieten.

Eine stundenweise Seniorenbetreuung eignet sich für jede Person, die für eine kurze Zeit Unterstützung oder Beschäftigung im Alltag benötigt, aber weitestgehend unabhängig leben und agieren kann. Vor allem für Senioren bietet sich eine stundenweise Alltagsbetreuung an, die beispielweise bei Behördengängen oder Arztbesuchen unterstützend zur Seite stehen kann, während Angehörige zeitlich oder räumlich verhindert sind.

Bei einer pflegebedürftigen Person kann eine stundenweise Betreuung pflegende Angehörige für eine kurze Zeit entlasten und Abwechslung in den Alltag bringen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Aufgabenfeld des Alltagsbetreuers keine pflegerischen Tätigkeiten impliziert. Der Betreuer ist nur für Aufgaben zuständig, die sich mit der Betreuung, Unterstützung und Beschäftigung von Personen befassen. Es kann nicht verlangt werden, dass der Betreuer über pflegerisches Fachwissen verfügt.

4. Welche Dienste bieten Betreuungskräfte an?

Alltagshelfer bieten eine Reihe unterschiedlicher Dienste an. Beispielsweise begleiten sie ältere Menschen bei Einkäufen, Arztbesuchen oder Behördengängen. Auch beim Gang in die Kirche, auf den Markt oder zum Friedhof leistet der Alltagshelfer Gesellschaft. Der Alltagshelfer ist zudem Ansprechpartner bei Fragen und aktiver Zuhörer für alle Themen, die den Betreuenden beschäftigen. In diesem Zusammenhang ist es ebenso möglich, ein anonymes Gespräch am Telefon mit einem Alltagshelfer zu führen.

Und weil sich die Alltagshelfer gerne nach den individuellen Wünschen der zu betreuenden Person richten, kommt es nicht selten vor, dass gemeinsam gebastelt, gemalt oder Musik gehört wird. Es gibt eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten, um den die Zeit kurzweilig zu gestalten.

5. Welche Qualifikationen sollten die Alltagshelfer bei der Betreuung vorweisen?

Alltagshelfer, die Menschen unterstützend zur Seite stehen, sollten anderen Personen sympathisch, freundlich und in erster Linie empathisch gegenübertreten. Im Notfall ist es wichtig, dass sie in der Lage sind, Erste Hilfe zu leisten.

Gegebenenfalls haben Alltagshelfer sogar einen Pflegekurs absolviert oder sind in einem pflegerischen oder sozialen Bereich geschult. Häufig stellt dies eine Grundvoraussetzung für Wohlfahrtsverbände dar, die Nachbarschafts- und Alltagshelfer vermitteln.

Wichtig ist zudem, dass die betreuende Person über 18 Jahre alt ist.

6. Wie viel kostet eine Alltagsbegleitung?

Die Kosten für eine Alltagsbetreuung variieren stark. In der Regel hängt dies von Dauer, Umfang und Art der Betreuung ab. Dazu gehört zum Beispiel auch, ob die Begleitung an einem Feiertag oder an einem Wochenende gewünscht wird. Darüber hinaus berechnen viele Dienstleister Fahrkosten oder Zusatzkosten für bestimmte Tätigkeiten.

Im Durchschnitt erhält ein Begleiter von einem Dienstleistungsunternehmen 15 bis 30 Euro pro Stunde. Es ist ratsam, die Preise miteinander zu vergleichen und sich vorher bei verschiedenen Dienstleistungsunternehmen über den Zusammenhang von Tätigkeit und Stundenlohn zu informieren.

Viele Wohlfahrverbände bieten ehrenamtliche Alltagsbegleiter an, die für ein paar Stunden zu Besuch kommen. Dabei entstehen meist nur sehr geringe bis gar keine Kosten.

7. Pflegebedürftigkeit: Bezahlt die Pflegekasse die Betreuungsdienstleistung?

Grundsätzlich müssen die Kosten für Betreuungsdienstleistungen selbst getragen werden. Besteht eine Pflegebedürftigkeit, können die Kosten für die Betreuung bei der Pflegekasse geltend gemacht werden. Der monatliche Entlastungsbetrag beläuft sich dabei auf 125 Euro. Kosten, die über dieses Budget hinausgehen, müssen jedoch selbst getragen werden.

Die Betreuung für ältere Menschen gilt im Übrigen als haushaltsnahe Dienstleistung und ist folglich auch für Menschen ohne Pflegegrad steuerlich absetzbar. Dabei werden 20 Prozent der entstandenen Kosten sowie Kosten bis zu 4.000 Euro erstattet.

8. Gibt es Betreuungsdienstleister, die eine Begleitung für Reisen und Ausflüge anbieten?

Wer im Alter nur ungern allein verreisen möchte, oder wenn die Reise aufgrund von psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen schwer zu realisieren ist, findet bei vielen Wohlfahrtsverbänden wie auch privaten Unternehmen betreute Gruppenausflüge.

Viele Reiseveranstalter haben sich auf betreute Tagesreisen und mehrtägige Reisen für Senioren spezialisiert. Hier kümmern sich qualifizierte Reiseleiter um Transfer, Unterkunft, Verpflegung sowie Ausflüge vor Ort.

Bei körperlichen Beeinträchtigungen ist es nach Absprache mit den Anbietern möglich, ebenfalls eine persönliche Reisebetreuung zu buchen. Ein Teil der anfallenden Reisekosten kann als zusätzliche Betreuungsleistung bei der Kranken- bzw. Pflegekasse geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Person mindestens in Pflegegrad 1 eingestuft wurde.

Auch Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags können bei der Reiseplanung einbezogen und beim Reiseveranstalter angemeldet oder angemietet werden. In Absprache mit der Kranken- bzw. Pflegekasse übernehmen sie gegebenenfalls diese Kosten. Es ist ratsam, sich bereits im Vorfeld bei seiner Krankenkasse über mögliche Kosten, Kostenübernahmen und Ausnahmen zu informieren.

9. Telefonische Seelsorge: Anonyme Alltaghelfer als Gesprächspartner für jede Lebenssituation

Menschen, die ihre Wohnung wegen physischen Einschränkungen nicht mehr verlassen können, oder aus anderen Gründen einen Gesprächspartner in einem anonymen Dialog wünschen, haben die Möglichkeit, jederzeit über die telefonische Seelsorge mit anderen Menschen zu kommunizieren. In der Regel fallen dabei keine Kosten für den Anrufer an.

Die telefonische Seelsorge bildet daher eine schnelle Lösung, wenn man das Bedürfnis hat, über aktuelle Ereignisse oder Probleme zu sprechen und hierfür einen aktiven Zuhörer oder Gesprächspartner sucht.

Viele Gemeinde, Städte und Wohlfahrtorganisationen bieten allen Hilfesuchenden ein offenes Ohr an, der ihren Dienst in Anspruch nehmen möchte. Bei diesen Gesprächspartnern handelt es sich meist um ehrenamtliche Helfer. Die Inhalte des Gesprächs werden nicht an Dritte weitergegeben, die Gesprächspartner unterliegen der Schweigepflicht.

Wenn sich Menschen im Alter einsam fühlen, sie körperlich beeinträchtigt sind und Unterstützung im Alltag benötigen oder über bestimmte Themen oder Probleme sprechen wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Alltagshelfer begleiten hilfsbedürftige Personen zu verschiedenen Terminen und unterstützen sie bei alltäglichen Aufgaben. Ebenso haben sie ein offenes Ohr für deren Ideen, Gedanken und Probleme – sowohl im direkten Dialog als auch im anonymen Gespräch. Auf diese Weise werden Angehörige entlastet und Betroffene fühlen sich in ihrem Alltag verstanden, unterstützt und integriert.

 

Hier finden Sie weitere Unterstützungsangebote

 


 

Quelle: Redaktion seniorenportal.de

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