Arzt wird Tracker....


Arzt wird Tracker

Vor ein paar Jahren hängte der Herzspezialist seinen Chirurgenkittel an den Nagel, um fortan LKW zu fahren. Seitdem ist der Vater von drei erwachsenen Kindern immer auf Tour und in ganz Europa unterwegs. Warum er seinen Schritt an keinem Tag bereut, erzählt Dr. Markus Studer .

Zum Abschied von Dr. Markus Studer
Louis Egloff
Ende Dezember 2002 hat Dr. Markus Studer seine sehr
erfolgreiche chirurgische Tätigkeit am HerzZentrum
nach 16 Jahren beendet, um sich – nach seinen eigenen
Worten – neu zu orientieren.
Als Gründungsmitglied unserer Gemeinschaft hatte
Markus Studer wesentlichen Anteil am Gelingen unseres
Projektes «Herzchirurgie am Privatspital». Im Jahre 1987,
dem Gründungsjahr, war es nicht selbstverständlich, ein
solches Vorhaben auf privater Basis zu realisieren und das
Vertrauen des damaligen Verwaltungsrates und der Direktion
der Klinik Hirslanden dazu zu gewinnen.
Die berufliche Karriere von Markus Studer war bilderbuchartig:
Bereits als Assistent ist er seinen damaligen
Chefs als «der junge Chirurg mit dem grossen Potenzial»
aufgefallen. Nach der Ausbildung in Allgemeinchirurgie in
den Spitälern in Samedan und Schaffhausen folgten acht
Jahre Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich, unterbrochen
von einem Jahr Weiterbildung an der Universität
Alabama in Birmingham. Am Universitätsspital Zürich
hat sich dann das spätere Team formiert, welches das Herz-
Zentrum gründete. Als begeisterter Fussballer wusste Markus
um die Bedeutung von Teamgeist und Fairplay. Mit
gutem Beispiel vorangehend hat er es verstanden, diese
Einstellung auf uns zu übertragen, und hat so entscheidend
zum Erfolg beigetragen. Als die Gruppe grösser wurde
und das Team einen Kapitän brauchte, hat er während
über vier Jahren als geschäftsführender Partner unsere
Mannschaft unter der Devise «Wenn es innerhalb des
Teams gut geht, geht es uns allen gut» zusammengehalten.
Aber nicht nur Chefärzten und Kollegen ist er als besondere
Persönlichkeit aufgefallen, auch der Verwaltungsrat
der Hirslanden Holding hat erkannt, dass Dr. Studer neben
chirurgischen auch administrative und führungstechnische
Fähigkeiten hat. So wurde er 1997 als Nachfolger
von Prof. M. Rothlin in dieses Gremium gewählt und hat
dort bis zum Verkauf der Holding geradlinig und mit Engagement
die Seiten der medizinischen Praxis vertreten.
Trotz Erfolgen auf verschiedensten Ebenen war Markus
Studer aber vor allem für die Patienten da. Kein Aufwand
war ihm zu viel und keine Arbeit zu gering, wenn es um
ihr Wohl und ihre Genesung ging. Entsprechend strömten
ihm die Sympathien auch der Ältesten und Kränksten
zu und er verstand es, ihre Herzen nicht nur im wörtlichen,
sondern auch im übertragenen Sinn wieder in
Schwung zu bringen. Dazu der Kommentar einer Abteilungsschwester:
«Mit Ihnen Visite zu machen ist eine
Freude, Herr Dr. Studer.»
Natürlich gab es auch einmal schlechtere Laune. Markus
pflegte dann seiner Stimmung und Frustration dadurch
Ausdruck zu geben, dass er sich schweigsam in sein Büro
zurückzog.

Dr. med. Markus Studer

Ela48 hat den Artikel gefunden und zusammengestellt. Also, es ist eine wahre Geschichte...

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Kommentare (2)

Ela48 Ich danke Dir sehr für den Kommentar.
So fasziniert war ich von diesem Mann und sein Streben seine Träume auch wirklich zu verwirklichen..
Menschen sollten nie aufhören zu Träumen und manchmal auch die Träume umzusetzen.

Das war der Sinn bzw die Botschaft, die dahinterstand.

Du bist die Erste, auch wenn der Bericht öfters gelesen wurde und wird und sicherlich wird auch der YouTube Film gesehen , die einen Kommentar und die Wahrheit der Geschichte bestätigen konnte..
Wäre schön, wenn noch einige Menschen etwas dazu sagen könnten...

Träume können manchmal auch erfüllt werden, jeder Traum hat seine eigene Geschichte und Vorstellung, so unterschiedlich, wie wir Menschen sind.
ela grüßt!

therese liebe Ela, es ist eine wahre Geschichte! Dies kann ich dir als waschechte Schweizerin bestätigen.
Schön, dass du sie hier eingestellt hast.
LG therese


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