Atatürk über den Islam


Atatürk über den Islam

 
“Diese Hirtenreligion eines pädophilen Kriegstreibers ist der größte Klotz am Bein unserer Nation!”
 
Quelle: Mustafa Kemal Pâscha “Atatürk” (Jacques Benoist-Méchin, “Mustafa Kemal. La mort d’un Empire”, 1954)
 
„Der Islam gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!“ „Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs (Mohammed) und die abstrusen Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Moslems in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken.
 
Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Die Bevölkerung der türkischen Republik, die Anspruch darauf erhebt, zivilisiert zu sein, muss ihre Zivilisation beweisen, durch ihre Ideen, ihre Mentalität, durch ihr Familienleben und ihre Lebensweise.“
 
Quelle: Mustafa Kemal Pâscha “Atatürk” (Jacques Benoist-Méchin, “Mustafa Kemal. La mort d’un Empire”, 1954)
 


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Kommentare (29)

margit

@dunkelgraf,

was willst Du damit erreichen? Willst Du jetzt alle Pamphlete, die Du über den Islam findest, hier veröffentlichen?

Kemal Atatürk wollte einen laizistischen Staat, "ermutigte aber als junger Staatspräsident 1923 in einer Predigt in der Zaganos-Pascha-Moschee die Bevölkerung, mit der „letzten und vollkommensten Religion“, dem Islam, keinerlei Konflikte mit den wissenschaftlichen Errungenschaften des modernen Zeitalters zu sehen, und rief dazu auf, die islamische Predigt in der Moschee für jedermann verständlich auf Türkisch und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen im Einklang abzuhalten. Bestehende theologische Einsprüche (z. B. bezüglich der Stellung der Frau und des Kunstverständnisses) sollten durch Theologen neu interpretiert werden. Später als konsolidierter Staatsmann verzichtete er auf religiöse Bezüge oder äußerte sich kritischer. " Quelle: Wikipedia

Mich würde die genaue Textstelle mit Seitenzahl bei Jacques Benoist-Méchin, auf die sich Deine Übersetzung aus dem Französischen bezieht, und der entsprechende Quellennachweis zu der hier zitierten Aussage interessieren.

Sicher kannst Du mir da weiterhelfen.

Margit

Maxim

@margit  


Ein angebliches Zitat von Atatürk geistert seit Jahren im Internet unter Atatürk-Gegnern, Rechtsextremen bzw. Islam-Hasser wie auch Islamkritikern. Das Zitat, das auch in deutschen Medien immer wieder aufgegriffen und dabei verändert wurde, stammt jedoch vom französischen Journalisten, Historiker und Politiker Jacques Benoist-Méchin."
 
In einer Rede vor der türkischen Nationalversammlung unterstrich Atatürk 1922 sogar die außerordentliche Bedeutung der Religion: „Die Religion ist ein unverzichtbares und notwendiges Element. Die Nationen können ohne sie nicht überleben“. Über den Islam sagte er ferner: „Unsere Religion ist diejenige, die unserem Geist am zuträglichsten und am natürlichsten ist. Nur aus diesem Grund wurde sie zur letzten der Religionen“. Während seines Besuchs in der westtürkischen Stadt Balıkesir am 6. und 7. Februar 1923, wo Mustafa Kemal mehrere Moscheen besuchte und auch Predigten hielt, wurde er noch konkreter. In der Zagosa Pascha Moschee predigte er wie folgt:
 
„Allah ist ein einziger. Seine Würde ist unermesslich. Unser ehrwürdiger Prophet wurde von Allah gesandt und beauftragt die religiösen Wahrheiten zu verkünden. […] Unsere Religion ist die vollkommene Religion. Die Grundlage unserer Religion bilden die im segensreichen Koran offenbarten, leicht verständlichen und unveränderlichen Regeln.“
 
Die Journalisten wie auch Kritiker des Islams bzw. Atatürks bedienen sich also seit Jahren einem Zitat, dass der erste türkische Präsident der türkischen Republik nie getätigt hat und von Jacques Benoist-Méchin erfunden wurde.
 
Über einen Zeitraum von 30 Jahren betätigte sich Jacques Benoist-Méchin als Journalist besonders auf dem Gebiet internationaler Politik. Während der deutschen Besetzung Frankreichs arbeitete er politisch mit dem Vichy-Regime zusammen. Er engagierte sich besonders im Jahre 1941, als er versuchte, engere Beziehungen zwischen seinem Vorgesetzten François Darlan und Hitler zu erreichen, um Frankreich in die Richtung eines Neuen Europa unter NS-Herrschaft zu bewegen. Er wandte sich im Jahr 1942 von der Vichy-Regierung ab, die nicht mehr in Übereinstimmung mit den Ideen von Pierre Laval bezüglich der deutsch-französischen Beziehungen handelte.
 
Er wurde im Jahre 1944 verhaftet und im Jahre 1947 wegen seiner Zusammenarbeit mit den Deutschen zum Tode verurteilt. Seine Strafe wurde in Zwangsarbeit abgeändert. Er blieb bis 1954 in Haft. Präsident Vincent Auriol begnadigte ihn danach. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis betätigte er sich als Schriftsteller und Historiker, wobei er sich besonders auf Themen der Geschichte der arabischen Welt konzentrierte. Jacques Benoist-Méchin hat Atatürk (Mustafa Kemal Pascha) nie persönlich getroffen und sein Buch über ihn schrieb er während seiner Haftzeit.
 

Rena

@Maxim  

Würden Sie bitte die Quellen der von Ihnen Atatürk zugeschriebenen Zitate angeben.

Was sprich für deren Echtheit?

Wie soll das angeblich von Atatürk Gesagte und von Ihnen auf Deutsch Wiedergegebene wie beispielsweise dieses hier:

„Allah ist ein einziger. Seine Würde ist unermesslich. Unser ehrwürdiger Prophet wurde von Allah gesandt und beauftragt die religiösen Wahrheiten zu verkünden. […] Unsere Religion ist die vollkommene Religion. Die Grundlage unserer Religion bilden die im segensreichen Koran offenbarten, leicht verständlichen und unveränderlichen Regeln.“

zu der politischen Realität, die folgendermaßen beschrieben wird:

Mustafa Kemal setzt zahlreiche weitere Reformen durch, die das Leben in der Türkei radikal verändern. Er führt die europäische Gesetzgebung und den gregorianischen Kalender ein, das lateinische Alphabet und Türkisch als Amtssprache. Der Fes als Kopfbedeckung für die Männer wird verboten, nur noch die Oberhäupter der anerkannten Religionsgemeinschaften dürfen in religiösen Gewändern auftreten.
Mustafa Kemal führt die Einehe ein, 1934 erhalten die Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Im selben Jahr werden Familiennamen eingeführt und Mustafa Kemal erhält den Nachnamen "Atatürk", was so viel bedeutet wie "Vater der Türken". Schon zu Lebzeiten wird Atatürk von den meisten Türken verehrt, mit seinen Gegnern allerdings geht er schonungslos um.

passen?

Allein die von Ihnen zitierte und Atatürk in den Mund gelegte Formulierung: "die im segensreichen Koran offenbarten, leicht verständlichen und unveränderlichen Regeln.“ ist für jeden, der sich auch nur etwas mit dem Islam auskennt und den Koran gelesen hat, mehr als merkwürdig.

Weder wird im Koran etwas offenbart, noch ist dessen Inhalt, der in arabischer Schrift, d.h. ohne Vokalzeichen geschrieben und somit unterschiedlich gelesen und erst recht unterschiedlich (bis hin zum Allegorischen) interpretiert werden kann, leicht verständlich. Das dürfte Atatürk bekannt gewesen sein. Umso erstaunlicher, dass er so einen Unsinn gesagt haben soll.

Maxim

@Rena  

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Hier einige Bilder, auf denen man Atatürk beim Beten sehen kann.
 
Link
 
Noch ein Link
 
zu ihrer Aussage: „Er führt die europäische Gesetzgebung und den gregorianischen Kalender ein, das lateinische Alphabet und Türkisch als Amtssprache.“
 
Na Und? Das ist der natürliche Lauf der Dinge in der Entwicklung. Menschen lernen von den spezifischen Fähigkeiten anderer, so können sich Menschen weiterentwickeln. Auch die christlichen Europäer lernten von den spezifischen Fähigkeiten anderer, z.B. auf dem Gebiet der Mathematik, Astronomie, der Medizin und der Chemie, aber auch in der Musik und Architektur waren die Muslime ihrer Zeit voraus. Besonders in der Medizin waren sie 1000 Jahre ihrer Zeit voraus. Atatürk hat das obligatorische lateinische Alphabet eingeführt, um das nationale Bewusstsein der Türken für eine breitere muslimische Identität zu fördern. Es ist auch wichtig hinzuzufügen, dass er hoffte, den türkischen Volk mit der modernen Zivilisation Westeuropas in Verbindung zu bringen, die das lateinische Alphabet umfasste.
 
zu ihrer Aussage: „Mustafa Kemal führt die Einehe ein“.
 
Um Vorurteile gegen den Islam zu entkräften hat er die Einehe eingeführt, somit hat er verhindert, dass der Islam durch den Dreck gezogen wird. Was man heute immer noch in den deutschen Medien hört.
 
zu ihrer Aussage: „mit seinen Gegnern allerdings geht er schonungslos um“
 
Das ist schlicht und ergreifend falsch und gelogen. Atatürk hat für die im Kampf gefallene gegnerische Soldaten in der Schlacht von Gallipoli 1915/16 (Çanakkale) im Nordwesten der heutigen Türkei, unter der Beteiligung von Armeeeinheiten zahlreicher Nationen, insbesondere aus Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, der Französischen Republik und des Königreichs Italien etc., die in Türkei einmarschierten, hat er Ehrenfriedhof für gegnerische Soldaten in Çanakkale errichten lassen. Die überlebende Kriegsgefangene wurden mit Schiffen in ihre Heimatländer zurückgeschickt.
 
Siehe: Ehrenfriedhof für die im Kampf gefallene gegnerische Soldaten, in Türkei.
 
https://www.rehbername.com/rehberce/canakkale-savas-alanlari-yabanci-anit-ve-mezarliklar
 
Einführungsdaten des Frauenwahlrechts in 20 europäischen Ländern
 
    1906 Finnland
    1913 Norwegen
    1915 Dänemark
    1915 Island
    1917 Estland
    1918 Lettland
    1918 Deutschland
    1918 Österreich
    1918 Polen
    1918 Luxemburg
    1919 Niederlande
    1921 Schweden
    1928 Großbritannien
    1931 Spanien
    1944 Frankreich
    1945 Ungarn
    1945 Slowenien
    1945 Bulgarien
    1946 Italien
    1952 Griechenland
    1971 Schweiz
    1984 Liechtenstein
 
Atatürk wollte europäische Standards übernehmen, das bedeutet aber nicht, das er gegen den Islam war.
 

Rena

@Maxim  

zu ihrer Aussage: „Er führt die europäische Gesetzgebung und den gregorianischen Kalender ein, das lateinische Alphabet und Türkisch als Amtssprache.“

Es ist nicht MEINE Aussage, sondern es handelt sich um ein Zitat aus:

https://www.planet-wissen.de/kultur/naher_und_mittlerer_osten/anatolien/pwieatatuerkvaterdertuerken100.html

Auch die christlichen Europäer lernten von den spezifischen Fähigkeiten anderer, z.B. auf dem Gebiet der Mathematik, Astronomie, der Medizin und der Chemie, aber auch in der Musik und Architektur waren die Muslime ihrer Zeit voraus.

Unstrittig lernen Menschen - unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung - voneinander, die einen weniger, die anderen mehr. Allerdings waren nicht Muslime und schon gar nicht DIE Muslime ihrer Zeit voraus, sondern Araber, die ebenfalls auch von anderen lernten.

Besonders in der Medizin waren sie 1000 Jahre ihrer Zeit voraus. Atatürk hat das obligatorische lateinische Alphabet eingeführt, um das nationale Bewusstsein der Türken für eine breitere muslimische Identität zu fördern. Es ist auch wichtig hinzuzufügen, dass er hoffte, den türkischen Volk mit der modernen Zivilisation Westeuropas in Verbindung zu bringen, die das lateinische Alphabet umfasste.

Das lateinische Alphabet hat gar nichts mit muslimischer Identität zu tun. Wäre Atatürk dem Islam sooo verbunden gewesen wie Sie es gerne hätten und anderen suggerieren, dann hätte er das arabische Alphabet eingeführt und das Erlernen der arabischen Sprache gefördert, damit muslimische Türken den Koran lesen und bestenfalls auch verstehen können.

zu ihrer Aussage: „Mustafa Kemal führt die Einehe ein“.
 
Um Vorurteile gegen den Islam zu entkräften hat er die Einehe eingeführt, somit hat er verhindert, dass der Islam durch den Dreck gezogen wird. Was man heute immer noch in den deutschen Medien hört.

Wie ich schon zuvor sagte: Es ist nicht meine Aussage! Ist mir neu, dass der Islam wegen der Möglichkeit, dass Männer mehrere Frauen ehelichen können, "durch den Dreck gezogen" würde.

Dass ein Mann mit mehreren Frauen liiert (wenn auch nicht verehelicht) ist, gibt es in Europa zur Genüge. Rechtlich ist die Zweitfrau im Islam besser gestellt als eine nicht geehelichte Geliebte hierzulande.
Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn, egal, ob Frau oder Mann, jede(r) soviele Partner, egal, ob männlich oder weiblich, ehelichen kann, wie er/sie Lust hat. :-)

zu ihrer Aussage: „mit seinen Gegnern allerdings geht er schonungslos um“
 
Das ist schlicht und ergreifend falsch und gelogen.

Manno, das nervt. Ist nicht meine Aussage. Beschweren Sie sich doch bitte bei den Verfassern von planet-wissen.de (siehe obiger link).

Ansonsten habe ich keine Lust hier mit Leuten über Sachen zu diskutieren, von denen sie keine Ahnung haben. Und schon gar nicht habe ich Lust meine kostbare Lebenszeit mit zänkischen, rechthaberischen Leuten zu verschwenden oder mich in irgend einer Weise bevormunden zu lassen.  Für mich ist diese Diskussion hier beendet.

Genießen Sie jeden Tag Ihres Lebens. Seien Sie gesund und glücklich und machen Sie ab und an mal einem anderen Menschen in Ihrer Nähe eine Freude.

Maxim

@Rena  

zu ihrer Aussage:  "Allerdings waren nicht Muslime und schon gar nicht DIE Muslime ihrer Zeit voraus, sondern Araber, die ebenfalls auch von anderen lernten."

Sind Araber keine Muslime? Der Islam hat die antike Kultur und Wissenschaft nach Europa gebracht!

zu ihrer Aussage:  "Wäre Atatürk dem Islam sooo verbunden gewesen wie Sie es gerne hätten und anderen suggerieren, dann hätte er das arabische Alphabet eingeführt und das Erlernen der arabischen Sprache gefördert, damit muslimische Türken den Koran lesen und bestenfalls auch verstehen können."

Nach ihrer Logik würden die Menschen heute immer noch auf den Bäumen leben. Das eine schließt das andere nicht aus. Man kann an eine Religion gebunden sein und trotzdem neues Wissen aneignen.


 

Marijam

Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken.

Genau das hat die katholische Kirche noch vor 50 Jahren gemacht!!!!!!!

Pan

Was bitte hat jetzt die katholische Kirche mit diesem Thema zu tun?
Ich kann mir auch Tausende von Zitaten heraussuchen, die mir gerade passen, wird es dadurch wahrer? Aus dem Zusammenhang gerissen, wired jedes Wort, das ich ausspreche, zum genauen Gegenteil! 

silesio

    Hoffentlich war dieses zweite ururalte Zitat über den Islam auch das letzte!
    Silesio, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

dunkelgraf

@silesio  Nein, es ist nicht das letzte, hier noch ein weiteres Zitat, mit dem ich mich vollkommen identifizieren kann, und zwar von Alice Schwarzer:
 

"Das Kopftuch ist die Flagge des islamischen Kreuzzuges. Diese islamistischen Kreuzzügler sind die Faschisten des 21. Jahrhunderts."
 
"Alice im Männerland. Eine Zwischenbilanz.", ISBN 3-426-77681-2, 2002

karl

@dunkelgraf  

Diese pauschale Verunglimpfung aller Kopftuchträgerinnen durch Alice Schwarzer ist falsch. Das weißt auch Du oder kennst Du keine?

Karl

dunkelgraf

@karl  Für mich ist das Kopftuch der Muslime ein Zeichen der Unterdrückung der Frau. Ich kann Frau Schwarzer voll verstehen, wenn sie als Frauenrechtlerin das Kopftuch als religiöses Symbol in der Öffentlichkeit ablehnt.
 

Rena

@dunkelgraf  

Zur Zeit der Entstehung des Islam war das Kopftuch Kennzeichen einer freien/verheirateten Frau (im Gegensatz zur Sklavin, die u.U. auch geschoren war). Es war also politisches Symbol.

Es ist kein religiöses Symbol, das aus dem Koran abgeleitet werden könnte. Es wird im Koran nicht genannt und ein Tragen desselben wird nicht gefordert.

Es kann heutzutage Zeichen der Unterdrückung sein, wenn Frauen das Kopftuch nicht freiwillig tragen, sondern durch Zwänge, welcher Art auch immer, z.B. auch durch Androhung der Hölle oder von Gewalt, dazu genötigt werden.

Als Grund des Tragens eines Kopftuches oder für  anderer Arten sich zu Verhüllen, wird von muslimischer Seite (aber nicht von jeder muslimischen Glaubensrichtung) angegeben, dass Frauen vor Männern geschützt werden müssten, d.h. es wird davon ausgegangen, dass (muslimische) Männer ihren Sexualtrieb nicht unter Kontrolle hätten (Vergleich dazu Fatima Mernissi).

Muslimische Frauen, die kein Kopftuch tragen oder nicht verhüllt sind, werden von  muslimischen Kopftuch-Verhüllungsfanatikern verachtet und gelten u.U. als Freiwild.

Für muslimische Kopftuch- Verhüllungsfanatikerinnen ist ihr (religiös begrundetes) Kopftuchtragen Zeichen dafür, dass sie eine anständige Frau ist, d.h. dass sie sich damit über nichtkopftuchtragenden/nichtverhüllte Frauen erhebt.

Und das ist - bewusst oder unbewusst - eine Form von Intoleranz und Verachtung der emanzipatorischen Errungenschaften in unserem Kulturkreis (die von Frauen hart erkämpft wurden).

Es sind also nicht zwangsläufig KritikerInnen des Kopftuchtragenses bzw. der Verhüllung (von ausschließlich Frauen - in der Wüste sind u.U. aus anderen, sinnvollen Gründen, z.B. wg. Sandstürmen, auch Männergesichter und -häupter verhüllt) intolerant und dieskriminierend. 

karl

@dunkelgraf  

Auch ich befürworte das Kopftuch nicht, aber ich respektiere es, so wie ich eine Kippa oder ein umgehängtes Kreuz akzeptiere. 

Karl

Rena

@karl  

Es absolut unpassend eine Analogie zwischen  Kopftuchtragen und dem Tragen dieser oder jener Kippa, geschweige dennt dem Umhängen/Tragen eines Kreuzes herzustellen.
 

dunkelgraf

@karl  Das sei dir gern überlassen, ich für meinen Teil bin als wissenschaftlich orientierter Atheist gegen jegliche volksverdummende Religion. Dabei mache ich natürlich Unterschiede, das Christentum, Buddhismus und teilweise das Judentum halten sich weitgehend aus Politik und Öffentlichkeit heraus. Bei dem Islam verhält es sich schon anders. Er will die Politik, die Gesetzgebung und das Leben der Menschen reglementieren. Darum halte ich die Islamkritik für sehr wichtig und wende mich gegen alle Versuche, diese Kritik zu unterdrücken. Das heißt nicht, daß ich gegen die Glaubensfreiheit entsprechende des Grundgesetzes bin, aber bitte privat im stillen Kämmerlein, nicht öffentlich und werbend. Da kann jeder zu seinem Jesus, Allah oder dem heiligen Rumpelstielzchen beten.
Ich bin kein Anhänger der CDU, aber ich war erfreut, daß die CDU des Landes Sachsen-Anhalt  im Gegensatz zur Bundesführung (Merkel) den Satz "Der Islam gehört nicht zur Deutschland!" in ihr Landesprogramm aufgenommen hat.

karl

@dunkelgraf  

Ich habe nichts gegen Religionskritik, aber sehr viel gegen den Versuch, Menschen, die sich zu einer Religion bekennen zu diskriminieren. Du vergisst z. B. bei deinem Lob des Buddismus und Judentums, dass Muslime extrem verfolgt und unterdrückt werden, siehe z. B. die Rohingya in Myanmar oder die Uiguren in China oder die Palästinenser in Gaza.

Wer Kopftuchträgerinnen pauschal als Bannerträgerinnen des Faschismus bezeichnet, macht sich mitschuldig.

karl

dunkelgraf

@karl  Nun über den Konflikt zwischen den Palestinensern und den Israelis haben wir schon viel im Forum diskutiert. Es war ein Fehler der Engländer, die Juden auf dem bewohnten Gebiet in Palästina anzusiedeln und praktisch einen neuen Staat zu gründen.
Dieser Generalfehler läßt sich nicht (oder will man nicht) rückgängig machen und so wird der Konflikt noch weitere Generationen brennen.
Was die Rohingya betrifft, so sind auch hier wiederum die Engländer schuld. Die Rohingya wollten nach dem 2.Weltkrieg Pakistan angeschlossen werden, aber England war dagegen und schlug sie dem damaligen Burma zu. Man kann vermuten, um dort einen späteren Konfliktherd am lodern zu halten. Und so kam es auch, die Rohingya waren keine Musterknaben, sie legten sich mit den Militärs und der Polizei von Myanmar an, so daß sie rechtmäßig als Terroristen eingestuft werden können. Somit kann ich die Präsidentin von Myanmar (immerhin Friedensnobelpreisträgerin) für ihre Maßnahmen nicht kritisieren.
Nun zu denUiguren: nachdem der Westen die Buddhisten in Tibet vergeblich gegen die Volksrepublik China aufwiegeln konnte, hat man sich auf die moslemischen Uiguren konzentriert, um der Volksrepublik zu schaden. Aber auch das wird dem Westen nicht gelingen, einen neuen Konfliktherd zu schüren.
Die Lager, in denen zahlreiche Menschen festgehalten werden, werden im Westen zuweilen gar als »Konzentrationslager« bezeichnet .Das ist aber eine Verleumdung, es handelt sich in Wirklichkeit um Einrichtungen, in denen Uiguren von »terroristischen und extremistischen Gedanken« abgebracht und zugleich in der Landessprache unterrichtet wie beruflich fortgebildet werden sollen; es gehe darum, dem uigurischen Terrorismus langfristig den Nährboden zu entziehen. Was ist dagegen einzuwenden, die Uiguren in die Volksrepublik zu integrieren?
 

Pan

»so sind auch hier wiederum die Engländer schuld.«
Es ist schon seltsam, wie hier ständig irgendeine Schuld an einer heutigen Situation verteilt wird. Selbstverständlich gibt es zu jeder Sachlage eine Begründung! Wie hilfreich ist es aber, ununterbrochen hierauf herumzureiten? Wird dadurch etwas verändert? Geht es dann den betroffenen Menschen besser? 
Mit gleichem Recht könnte man dann beispielsweise die Folgejahre der Oktoberrevolution Russlands als Schuldspruch irgendeinem Staatsmann zuweisen, nicht wahr?
Welch ein sinnloses Unterfangen! Das Heute zählt - das Gestern ist nicht mehr veränderbar. Folglich ist keinerlei Schuldzuweisung hilfreich!

Und das Wort "Genozid" - hier ist eine ganz eindeutige Definierung 
der UNO getroffen worden
: Resolution 96 vom 11. Dezember 1946, «dass Völkermord ein Verbrechen gemäß internationalem Recht ist»
z.B.
a) Tötung von Mitgliedern der Gruppe;
b) Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe;
c) vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen;
d) Verhängung von Massnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind;
e) gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe


Ich finde nicht, dass an dieser Konvention irgendetwas zu deuteln wäre. 
Apropos Terroristen: Jedermann, der eine andere Meinung als die staatliche hat, ist danach ein Terrorist?
Was bin ich froh, in einem demokratischen Staat zu leben ...

karl

@dunkelgraf  

interessant wie Du für alles Rechtfertigungen findest. Was mit den Rohingya und Uiguren geschehen ist und noch immer geschieht, ist einem Genozid nahe. Zumindest wird z. B. in ´China die eigenständige Kultur der Uiguren platt gemacht. Das ist nicht Integration, sondern Gehirnwäsche und Assimilation.

Karl

 

dunkelgraf

@karl  Genozid ist Völkermord. Das wollen wir doch den Regierungen von Myanmar und China nicht unterstellen. Aber Terroristen umzuerziehen ist doch wohl den Staaten überlassen. Im übrigen sollten wir uns nicht anmaßen, über Handlungen anderer Staaten zu urteilen, wenn es uns nicht betrifft. Für mich gilt immer noch das oberste Grundsatz im Zusammenleben der Völker "Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer souveräner Staaten"!

Pan

@silesio  
Da stehe ich voll hinter Dir!
Solche Veröffentlichungen gehören auf den Müllhaufen der Geschichte!

meint mit Gruß
Pan~

dunkelgraf

@silesio  Warum sollte es das letzte sein? Es haben sich noch viele kluge Leute darüber geäußert.

karl

@dunkelgraf

Auch wenn Du Dich hinter Atatürk verstecken musst, offenbarst Du offen Deine rassistische Grundhaltung auf Pegida-Niveau. 

Mich wundert zudem diese Aussage von Atatürk. Wo steht das originale Zitat auf Türkisch?

Zitate über mehrere Ecken betrachte ich kritisch. 

Karl

 

dunkelgraf

@karl  Ich verbitte mir den Vorwurf "Deine rassistische Grundhaltung". Ich habe mich zum Islam geäußert und nicht über Rassen!

karl

@dunkelgraf  

ich bekräftige meinen Vorwurf, denn Rassismus wird inzwischen für die pauschale Diskriminierung von Gruppen verwendet. Es ist ein Trauerspiel, dass Du als angeblich früherer "Linker" die Sprache geifernder Rechter übernimmst und Dich dabei hinter Zitaten versteckst. 

Karl 

dunkelgraf

@karl  Ich bin kein "angeblich früherer Linker", sondern bin nach wie vor links eingestellt. Ich bin für soziale Gerechtigkeit, für den Sozialismus, gegen den Kapitalismus, gegen Krieg und Gewalt, für Freundschaft zwischen den Völkern.
Ich bin auch gegen korrupte, phrasendreschende, unfähige Politiker, wie wir sie zur Zeit in der Regierung haben. Desweiteren bin ich für die Souveränität jedes Staates und für die Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten.

Wo siehst du da die Sprache geifernder Rechter?

Achso, ich bin auch noch gegen die Verdummung des Volkes durch Religionen, aller Religionen, nicht nur des Islams. Außerdem bin ich gleichzeitig für Religionsfreiheit, soweit sie im ganz Privaten  vollzogen wird, ohne die Politik und die Öffentlichkeit damit zu behelligen.

Pan


Superb! Es ist so viel, "wogegen" man sein kann. dass es schon ein eigenständiges Lexikon  füllen dürfte.
Es erinnert mich so an die Kleinkinderzeit:
Ich bin gegen die Schule, ich bin gegen das "Schlafengehen", ich bin eigentlich gegen alles, was meinen Freiheitsdrang kanalisieren will.

Wie sagte doch einst Heinrich Heine?
 „Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte genießt schon hier die Hölle.!“ 

lg, Pan

Rena

@Pan  

Wer in einer Welt, in der es so viel Leid, so viel Lüge, so viel Elend und unsägliche Quälerei von Lebewesen, so viel Zerstörung der Natur gibt, ein Paradies sieht, ist ein "Guter"?

Meinen Sie das, wenn Sie Heine (aus dem Zusammenhang gerissen ;-)) zitieren?


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