Augenweide

Den Ort Malterdingnen kenne ich überhaupt nur aus 2 Gründen : zum einen weil er an der B 3 zwischen Herbolzheim und Emmendingen liegt und zum anderen, weil ich dort im Oktober 2020 meinen einzigen Corona-Test ausserhalb von Belgien gemacht habe.

Auf einer anderen Wanderung von Herbolzheim/Kenzingen aus sah ich dann Hinweise auf den Panoramaweg Malterdingen, der mit seinen 23 km in der längsten Version lockte, ohne das ich einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen mußte.

Das Titelbild entstand nicht bei Start und Ziel sondern erst nach 8,8 km.

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Blick in die Ferne, grobe Richtung Süden. Die gelbe Blume war mehr für maite, die noch nicht wieder so fit ist, daß sie mich auf einer derart langen Strecke begleiten kann.

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Ein erster Rastplatz, der auch zu sportlichen Aktivitäten einlud.

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Schöne Bank, die einzige dieser Art auf dieser Wanderung.

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Eine Burgruine an der B 3 bei Hecklingen, die ich eigentlich schon länger mal besuchen wollte. Sie ist hier rund 1 km Luftlinie entfernt.

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Das gehört zur Hasenbankhütte, hinreichend groß für einen Massenansturm von Wandertouristen.

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Eine der ganz wenigen Begegnungen auf dieser Wanderung. Bemerkenswert für mich vor allem die Größe, sie hatte wohl gut 15 cm von der Nasenspitze bis zum Gehäuse-Ende.

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Einer der schmaleren Pfade, prompt auch noch matschig, trotz nahezu 30° C.

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Überreste einer (und an einer) alten Tongrube, die eine Firma Winkler aus Kenzingen von 1984 bis 2001 betrieben hat . Ab 2002 bis 2010 wurde rekultiviert, inkl. Wiederaufforstung. Ein erneuter Antrag zum Abbau tonhaltiger Erde anno 2010 wurde abgelehnt. Der Gummi-Stiefel und die Pfützen sind alles, was von dieser Tongrube übrig geblieben ist.

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Hier wird vor Bienen gewarnt, ob zu Recht habe ich nicht heraus finden wollen.

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Der Grabhügel "Heidengrab", nicht sehr beeindruckend, aber offenbar gut 4500 Jahre alt.

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Hier wird ausgeführt, daß möglicherweise schon vor 7000 Jahren hier Menschen lebten/siedelten.

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Teil eines Steinbruchs, der zumindest nicht mehr intensiv betrieben wird.

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Diesem Tier bin ich vor gut 3 Monaten im hohen Venn begegnet.

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Deshalb hat mich dieses Tier ziemlich überrascht. Farblich so gezeichnet hatte ich es bis Malterdingen noch nicht gesehen.

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Er war nicht echt, sondern aus Holz geschnitzt.

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Aber eine Geschichte hat er auch. Nicht so alt wie das Heidengrab, aber immerhin.


 


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Kommentare (18)

Songeur

Herzlichen Dank für ein 💗 chen auch an :
 

Xalli

Seija

Lieber Hubert,
in Gedanken bin ich mitgewandert. Sehr schön Deine Schilderung.
LG Seija
 

Songeur

@Seija  

Danke, liebe Karin, für 💗 und Deinen Kommentar.

Herzliche Grüße
Hubert

ehemaliges Mitglied

Lieber Hubert,
ich sitze hier vor dem Bildschirm in Radlerhose und Radlershirt und warte darauf, dass das grausige Wetter besser wird.😆😆 Leider sieht es nicht danach aus und so schaue ich mir, zur Überbrückung und etwas neidisch, Deine schöne Wanderung und ihre Bilder an. Hab herzlichen Dank fürs Einstellen und einen schönen Sonntag wünscht
Jutta

Songeur

@Juttchen  

Liebe Jutta,

so ähnlich ist's mir hier heute auch gegangen, wobei das Wetter hier nicht akzeptabel geworden ist. Danke für Deinen Kommentar zur Wanderung, freut mich, daß sie Dir auch gefallen hat.

Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag Abend wünscht
Hubert

Songeur

Herzlichen Dank für 💗 💗 💗chen auch an :
 

Rosi65
Benni16
Liliom
Roxanna
Manfred36
maite




 

Monalie

Oha und wieder eine schöne Wanderung lache habe viel gesehen und kennen gelernt.danke für die schönen Bilder,diese Gegend kenne ich nicht. Ein gutes Wochenende wünscht Mona🍀

Songeur

@Monalie  

Danke für 💗 und Deinen Kommentar, Mona. Freut mich, daß Dir auch diese Wanderung gefallen hat. Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.

Herzliche Grüße
Hubert

ladybird

Lieber Hubert,
Dir kann man sich  einfach immer wieder  mit vollem Vertrauen jeder Wanderung anschließen....jede ist auf eine andere Weise interessant und es gibt auch immer besonders ausgefallene Dinge zu sehen, die mir nicht bekannt sind. 
Ich genieße Deine Unternehmungen mit schönen Betrachtungen wie unser Syrdal, bequem im Sessel, das sehe ich als Privileg meines Alters...lach....und habe meine Freude...
Mit lieben Dank und Gruß
Renate-🐞

Songeur

@ladybird  

Danke, liebe Renate, für das 💗 und Deinen Kommentar.

Der von Dir und Syrdal erwähnte Sessel wartet wohl auch auf mich wobei ich allerdings hoffe, daß er mir noch ein paar Jahre Zeit läßt, ich also noch eine Reihe von Wanderungen machen und darüber hier berichten kann.

Herzliche Grüsse zum Sonntag
Hubert

Christine62laechel


Eines von deinen besten Berichten wohl, Hubert. Man konnte wieder vieles erfahren, und viel Interessantes sehen.

Mit Grüßen
Christine

Songeur

@Christine62laechel  

Danke für 💗 und Deinen Kommentar, Christine. Dein Lob "geht runter wie Öl". 😊

Herzliche Grüße
Hubert

Syrdal

Lieber Hubert, es ist eine urige Gegend dort um Malterdingen herum und wie es deine Aufnahmen dokumentieren auch recht abwechslungsreich. Mitunter hat die Landschaft mit den Weinbergen schon etwas vom Markgräfler Land, das aber weiter südlich liegt, zum anderen gibt es aber richtig heimelige Waldwege und auch versteckte Orte wie den uralten Grabhügel, den roten Steinbruch und die noch immer glitschige Tongrube.
Die Schnecke hat Glück, dass sie nicht einige Kilometer weiter westlich im Französischen beheimatet ist, denn dort könnte ein Kochtopf auf sie warten...
Bei der schönen smaragdgrünen Echse handelt es sich um ein Zauneidechsen-Männchen aus der Gattung der Smaragdeidechsen, das durch seine besonders auffällige Zeichnung brilliert. Das feine Smaragdgrün unterstreicht die Familienzugehörigkeit. In Süddeutschland kommt diese Eidechsenart noch relativ häufig vor, ist aber bedroht (Rote Liste) und steht unter strengem Naturschutz. Sie wurde im vergangenen Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum Reptil des Jahres gewählt, um auf die Schutzbedürftigkeit aufmerksam zu machen. Ein sehr schönes Tier!
Glück hattest du auch, dass der alte Braunbär schon zu Holz erstarrt war, sonst… nicht auszudenken. Lebendig ist er dennoch durch die „sagenhafte“ Geschichte vom Mönch Gallus und dem Bär, die immerhin einen durchaus realen Hintergrund hat, denn zu Zeiten der Christianisierung durch den Heiligen St. Gallus und seine Mönchsbrüder (etwa um das Jahr 600 herum) gab es in den damals unwegsamen und fast undurchdringlichen Waldgebieten viele unheimliche Tiere, so auch Bären. Dem Gallus hat der Bär aber nichts angetan, im Gegenteil, er hat ihm Holz zu seiner Einsiedelei gebracht und sich dann weisungsgemäß ins Dickicht getrollt. Aus der Einsiedelei wurde später ein Kloster und auch die Stadt St. Gallen geht auf diesen Heiligen Namens Gallus zurück.

Hab Dank für Deine schöne Foto-Wanderung, die ich eben im bequemen Sessel ohne jede Anstrengung mit interessierter Freude genießen durfte.

Ein sonniges Wochenende wünscht dir
Syrdal

Songeur

@Syrdal  

Danke für 💗 und Deinen Kommentar, lieber Syrdal.

Ganz besonders auch für Deine Ausführungen zur Smaragdeidechse, die mir bislang völlig unbekannt war. Wenn mir Eidechsen begegnen sind 9 von 10 salamanderartig, schwarz/gelb.

Herzliche Grüße zum Sonntag
Hubert

ladybird

@Syrdal  hab herzlichen Dank für Deine sehr interessanten Erklärungen zur Abrundung von Huberts Wanderung....es las sich, als seist Du dabei gewesen..
lacht mit Gruß in Deinen Sessel
Renate

Muscari


Oh, ganz lieben Dank.

Wieder eine herrliche Wanderung, und dieses Mal besonders vielseitig.
Ich mag Deine Fotos sehr. Besonders die Hasenbankhütte, den farbigen Salamander und die Riesenschnecke.

Mit liebem Gruß von
Andrea

Songeur

@Muscari  

Herzlichen Dank für 💗 und Deinen Kommentar, Andrea. Freut mich sehr, daß Dir die Fotos der Tierchen auch gefallen haben.

Herzliche Grüße
Hubert

maite

Danke😍


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