Aussichtslos
 
Ach lassen wir den Menschen doch ihr Sinnen,
ihr Träumen, ihre schräge Fantasie,
was sollten sie denn sonst auch noch beginnen,
so aussichtslos wie heute war’s noch nie.

Nur haben es die meisten nicht begriffen,
dass sie sich abschaffen mit ihrem Tun,
doch leider ist ihnen nicht mehr zu helfen –
mögen sie dann in Frieden ewig ruhn.
 
© Syrdal 2019


 


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Kommentare (15)

Syrdal


Mein Dank für das feine   
Herz 
geht heute an
APet

Hunorus
mit freundlichen Grüßen von
Syrdal

Rosi65

Es ist zwar nur ein kleiner Tropfen auf dem "Heißen Stein", aber trotzdem habe ich mich gestern sehr über eine Nachricht gefreut. Richard Gere hat dem spanischen Seenotrettungsschiff "Open Arms" spontan einen Besuch abgestattet und frisches Obst mitgebracht. Das Schiff wartet schon seit einer Woche auf eine Anlegeerlaubnis in einem Mittemeerhafen. Es hat jetzt 160 gerettete Menschen an Bord.

Syrdal


Aber auch für die Geretteten ist, wie sich täglich neu erweist, trotz der kleinen Hilfsgesten Einzelner die Zukunft nahezu „aussichtslos“...  

Humorus

Syrdal, Du malst mit Deinen Worten hier ein sehr düsteres Bild, aber wenn ich um mich schaue und die Welt aus dem LCD-Fernseher betrachte, muss ich Dir schon recht geben.

Lieber Gruß aus Karlsruhe

Syrdal


Nun Klaus, ich habe nur dargestellt, was ich tagtäglich aus dem LCD-Fernseher erfahre...Glaub mir, gerne würde ich Schöneres sehen.
 
Gruß zum Abend aus der Mitte
Syrdal 

HeCaro

Ein düsteres, aussichtsloses Bild von der Zukunft malst Du, lieber Syrdal.
Und eigentlich hast Du recht. Aber die Hoffnung, dass das Ruder doch noch
herumgerissen werden kann möchte ich noch nicht aufgeben. Es muss nur
sofort  geschehen.

Besinnliche Grüße, Carola

Syrdal


Es heißt ja immer, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Damit dieser Gedanke aber eine reelle Chance haben kann, müssen wir selbst uns regen... jetzt! Nicht nur zuschauen und abwarten...
...meint mit aufmunternden Grüßen zum Abend
Syrdal  

Manfred36


Erscheint mir etwas aussichtslos,
was steckt denn wohl dahinter bloß?
Die Aussichten, die ich mir mache,
beschränken sich auf eine Sache.

Die Aussichten, die heute mahnen,
hätten schon haben können die Ahnen.
Doch an Verdeutlichung hat es gefehlt,
es war eine kleine, geschlossene Welt.

Wissen verpflichtet, wir können nicht mehr
so tun, als ob alles Privatsache wär.
 

Syrdal


Ja Manfred, wie recht du doch hast! ... man hätte! Das aber ist geflissentlich unterblieben, es war ja doch alles so schön und bequem in der „kleinen geschlossenen Welt“.
Nun aber liegt das Kind längst im Brunnen, aber die meisten tun so, als ginge es sie nichts an. Das geht aber nur noch so lange gut, bis...
Naja, wenn sie Glück haben, hören sie den Knall nicht mehr.
 
...befürchtet
Syrdal 

Tulpenbluete13

Lieber Syrdal,

genauso wie Du es in Deinem Kommentar beschreibst: Du legst den Finger in die Wunde,,, und es tut weh, sehr weh sogar...

Ich möchte nicht alles wiederholen was Du und "indeed" schon beschrieben haben... aber ich kann dem in allen Punkten zustimmen.....

Es brennt an allen Ecken und Enden... Wann wird endlich gelöscht?

mein sehr nachdenklich

Angelika

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und danke für Deine Marginalien.
 

Syrdal


Nun ja, liebe Angelika, „wann wird endlich gelöscht?“ – Das fragen sich bestimmt Viele. Aber für dieses lodernde Vernichtungsfeuer braucht es lebenserfahrene Spezialisten, denn all die von der Schulbank direkt in die hohen Verantwortungsetagen gehüpften Damen und Herren haben noch nie eine taugliche Feuerwehrspritze gesehen, geschweige könnten sie diese gar in die richtige Richtung halten, um zu löschen. Ganz im Gegenteil, sie schütten mit ihren diversen Ungereimtheiten tagtäglich neues Öl ins Feuer, dass man sich wirklich fragen muss, ob es überhaupt noch einmal gelöscht werden kann.
 
Dennoch auch Dir ein schönes Wochenende wünscht
Syrdal

APet

Ob es mir gefällt, weiss ich zwar nicht.
Ich möchte es lieber nicht so haben.
Aber ich weiss, dass es so ist, wie du es beschreibst.
Und ich weiss auch, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. 
Wir können es nicht ändern. Es geht einfach weiter... immer näher...

Lieben Gruss ins Wochenende, Agathe 

Syrdal


Liebe Agathe, das kann nicht gefallen, auch wenn es – wie Du es richtig schreibst – „so ist“!
Ändern können wir in die Jahre Gekommenen ohnehin nichts... leider. Und der Zug rollt... und rollt... und rollt... und wir sitzen ganz vorne im ersten Wagen. – Man kann nur hoffen, dass er künftig langsamer wird und vielleicht doch noch zum Stehen kommt, wer weiß?!
 
Dennoch, abendlich-besinnliche Grüße
Syrdal

indeed

Lieber Syrdal,

so traurig es ist, die Welt spielt verrückt. Viele Kriege, Wirtschaftskriege, rethorische Hetzreden ohne Rücksicht auf irgend etwas. oder irgend Jemanden Diese Leute, sollen sie eines Tages ruhig ewig ruhn. . .

Es gibt aber auch die leisen, guten Menschen. Mehr als man als Einzelner wahrnehmen kann. Bei dem Getöse in der heutigen Welt werden sie oft übersehen. Die Ellbogengesellschaft hat zur Zeit Oberwasser oder war es nicht immer schon so? Die mediale Technik bietet dieser Gruppe einen Raum, den man besser im Griff haben sollte, in dem  sie gesperrt werden. Man muss mehr durchgreifen.

Die Gesellschaft hat sich verändert und sie wird sich weiter verändern, so wie es schon seit
Jahrtausenden geschieht - nur die Entwicklung hat heute Siebenmeilen-Stiefel. . . 

Du hast sicher in erster Linie die Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung gemeint.
Auch hier stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund.
Allein dieses stellt ein weites Feld dar. Mich beschäftigt es auch in meinen Gedanken sehr.

Dazu kommen noch die politischen Probleme Indien : Pakistan, USA : China, GBR : Europ.Union und nicht zuletzt die Queren aus anderen Ländern, die sich gerne fest im Sattel sitzen sehen, koste es was es wolle. Dann werden eben gewisse Leute "ausgetauscht", ersetzt werden die Posten mit sogenannten "Getreuen" . . .

Man könnte hier noch weiter aufzählen. Es bringt uns aber nichts. Deshalb denke ich,
wenn wir Frieden und ein positives Miteinander leben wollen, dann hat unsereiner schon genug damit zu tun, es in seinem Umfeld zu erreichen und Frieden bestehen zu lassen.

Ganz ehrlich, auf meine alten Tage möchte ich mich nur bedingt damit auseinander setzen müssen. Ich möchte den auf meinem mir noch verbleibenen Lebensweg  positiv und bereichernd für Geist und Seele vorangehen können. 

Wir müssen nichts mehr, aber wir dürfen. Das andere wird die Generation nach uns lenken. Ich bin mir sicher, dass auch sie es schaffen werden - trotz aller Unbillen in dieser Welt.

Du merkst, deine Worte haben mich nachdenklich gemacht. Wenn ich auch von Ruhe für mich schreibe , so verfolge ich aufmerksam das Weltgeschehen. 

Wenn heute die Sonne abends untergeht, so wird sie definitiv am nächsten anbrechenden Tag wieder scheinen (wenn auch manchesmal von Wolken verdeckt. Aber sie ist immer da!
Du weisst, was ich damit sagen möchte.

Ich wünsche dir, entgegen der Wettervorhersage und gerade deshalb ein "sonniges Wochenende". Mache etwas daraus.

Ganz liebe Grüße und gute Gedanken zu dir schickt
Ingrid



 

Syrdal



Liebe Ingrid,
zu jedem Deiner Kommentargedanken und –sätze könnte ich vieles sagen und schreiben. Ja, Du versuchst, doch noch irgendwie das uns verbliebene Rest-Positive in den Vordergrund zu rücken, aber es fällt auch Dir sichtlich schwer... logisch, bei diesem desolaten, zutiefst bedauernswerten, schwer geschundenen Zustand unserer – sagen wir besser: Gottes schöner Erde. Und dabei denke ich nicht nur an den Klimawandel und die unsägliche Umweltverschmutzung. Auch mich bewegen all die anderen von Dir benannten Schrecklichkeiten, die aber ausnahmslos durch „Ellenbogen“-Kräfte gesteuert werden, gegen die „die leisen, guten Menschen“ nichts ausrichten können, weil sie zu schwach, zu zerstreut, zu unorganisiert und sehr oft auch schon zu alt sind. – Natürlich wünschen wir uns in den hohen Jahren vor allem, den „noch verbleibenen Lebensweg  positiv und bereichernd für Geist und Seele vorangehen“ zu dürfen. Und noch dürfen wir das hier in D. ja auch, wenngleich es rundherum in vielfacher Weise einschlägt (Kriege, Katastrophen, Raubbau, Verschwendung, Versklavung, Not, Hunger und, und, und...) – Wir selbst werden es wohl noch einigermaßen durchstehen, aber unsere Kinder, unsere Enkel...? Nicht auszudenken, was wir – die gegenwärtige unmäßige, genussüchtige und zu weiten Teilen geistig und ethisch degenerierte Generation – unseren alleernächsten Nachkommen überlassen und aufbürden. Dagegen ist die schlimme Not nach dem Krieg vor 70 Jahren nicht mal erwähnenswert, denn was künftig kommt, wird... Nein, dafür habe ich keinen treffenden Ausdruck!
Liebe Ingrid, ich möchte und  kann das alles hier nicht weiter „ausmalen“ – doch mein Marginalienvers legt den „Finger in die Wunde“.
 
Bei allem danke ich für Deine vielen Ergänzungen zum Thema...
 
Auch Dir wünsche ich sonnige Tage mit guten Gedanken
Syrdal


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