Blick aus dem Fenster


Blick aus dem Fenster


kleiner bub, an deines vaters hand
trippelst du durch den novemberregen
achtest nicht der dünnen kalten fäden
buntes lampionlicht strömt dir entgegen
hell verzaubernd deinen unverstand .

wie behutsam trägt der mann das licht
doch auch deine lampe muß er schützen
sorglich führt er dich um alle pfützen
und du läßt vertrauensvoll dich stützen
folgst ihm plappernd voller zuversicht.

zwei laternen leuchten in der nacht
ganz allein seid ihr noch auf den Wegen
leise rieselt der novemberregen.
kleiner bub, dir geben licht und vater gegen
tausend dunkelheiten schutz und macht.
Joan

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Kommentare (11)

joan geschrieben,gelesen wurde ,daran hängen die Missverständnisse.
Am Sonntag gedicht geschrieben
am Montag kommentare gelesen.Draf hab ich die Korrekturzeilen
geschrieben, nicht etwa gegen Elbwolfs leichte Kritik-eher ,gegen mein zu schönes Gedicht- das Du
sogar wieder erkannt hast, danke Anne, es war vor ca 8 Jahren schon mal im Blog
Erst am Dienstag fand ich Elbwolfs PN mit anregenden Gedanken und Kritik,wie ich sie liebe.Leider konnte ich noch nicht aufklären
und vielleicht hoffte ich auch,ja Medea, auf ein Lächeln--
doch ,nur virtuell in Kontakt, gibts leicht Missverständnisse.
Jetzt erst mal herzlichen Dank für Eure ,liebe Kommentare,liebe
Immergren, liebe Meli,liebe Medea,liebe Omasigi-an Elbwolf schreib ich PN .Herzl.Gruß.Joan
Medea Aber nein, lieber Elbwolf,
ich möchte keine PN lesen, die für Joan bestimmt ist.
Diese drei Zeilen habe ich als einen mit Humor
geschriebenen Spaß angesehen. Daher mein Schmunzeln.

Grüße
Medea.

elbwolf Da alle hier 16pt-Schrift verwenden, nehme ich mal auch eine größere:
Nein, da lächle ich gar nicht, denn ich hatte Joan in einer PN (!) zu etwas ganz anderem geraten. Ich kann hier gerne - mit Joans Zustimmung natürlich - auch die komplette PN veröffentlichen - oder doch nicht?
elbwolf
Medea Leise rieselt der Novemberregen-
Mir wird kalt - drum schließe ich deswegen
mit ´nem Ruck das Fenster, dass es kracht.

besser so,lieber Elb Wolf?
Grüße, Joan


Liebe Joan,
Diesen Schluß kann ich natürlich nicht unkommentiert
lassen
;)Er zeigt die Seite an Dir, die ich spitzbübig
nenne, der Spaß an der Formulierung, der Schabernack
sitzt Dir im Nacken - ich habe mehr als nur geschmunzelt.

Lieber Elbwolf, hast Du nicht auch ein wenig
lächeln müssen?


Medea.

immergruen Ich denke, dass wir vor längerer Zeit schon einmal über dieses Gedicht in einen gedanklichen Austausch treten durften. Auch heute wieder berühren mich Deine Worte tief und die Zärtlichkeit und die Behutsamkeit des Augenblicks sind fast greifbar.
Es ist November und die Kinder gingen auch gestern mit ihren Laternen durch die Dunkelheit. Eine Hand, die Sicherheit und Geborgenheit gibt, ist nicht bezahlbar.
Danke für die Erinnerung!
das immergruen
meli ein zauberhaftes Gedicht, im Kreis geschlossen.

Das, was Du beschreibst, erlebte ich gestern mit Tochter und Enkel und seiner Laterne.
Er ist 2 1/2 Jahre alt und dieses völlig aus-der-Welt-entrückt-sein war bei ihm so wunderschön zu beobachten.
Es war ein tiefer Ernst in seinem kleinen, noch so offenen Gesicht.
Mal lief er allein, seine Laterne schaukelnd, dann kam wieder die kleine Hand und schob sich in die Große.

Ich bin dankbar, dass ich das direkt und nicht nur aus dem Fenster erleben durfte.
Dein Gedicht erscheint mir heute als ein Hinweis auf das, was auch für mich evtl. einmal kommen wird.
Das Leben begrenzt auf das Sichtfeld des Fensters.

Insofern macht mich Dein Gedicht sehr nachdenklich, aber nicht traurig, denn alles hat seine Zeit.

Liebe Grüße
Meli
Medea Meine liebe Joan,
die dunkle Nacht fürchtet der kleine Bub nicht,
er wird geführt von Vatershand, dazu noch das Kerzenlicht
der beiden Laternen, die Dunkelheit ist nicht bedrohlich, er ist voller Vertrauen, nichts kann ihm passieren .....

Dieses Urvertrauen wird schon in den frühen Lebensjahren
geprägt - als kleines Mädchen war ich auch davon überzeugt,
daß Mama und Papa nie zulassen würden, daß mir etwas zustößt,
die passen immer auf.

Mir gefällt dieses Gedicht ausnehmend gut.

Sehr herzlich
Medea.

omasigi Liebe Joan,
gefaellt mir nicht, auch wenn er dichterisch richtig ist.
Das Vater / Sohn Bild in Deinem urspruenglichen Schlussvers
beinhaltet mehr was das Herz anspricht.
Ich glaube, das brauchen wir in dieser Zeit
gruss
omasigi
joan li
ebe iverson,lieber Elb wolf für Eure freundlichen Worte.
Korrektur der letzten 3 Gedicht-Zeilen:

leise rieselt der Novemberregen-
Mir wird kalt-drum schließe ich deswegen
mit ´nem Ruck das Fenster,dass es kracht.
besser so,lieber Elb Wolf?
Grüße,Joan
iverson und soviel Schönes konntest Du,liebe Joan,sehen.Das Miteinander von Vater und Sohn,die Laternen ,die so schön bei Dunkelheit leuchten und den Schutz des Vaters für sein Kind.Bestimmt ein unvergeßliches Erlebnis für Vater und Sohn.Ein schönes Gedicht hast Du geschrieben.
elbwolf Liebe Joan,
Dein Gedicht ist ein Sonntags-Geschenk und beeindruckend!
Die Strophen sind umschließende Reime um durchgängig gereimte Terzette - so etwas haben wir hier noch nie gehabt, selbst die Verslehre "vernachlässigt" das!
Du hättest das "Fenster" wenigstens noch einmal im Inhalt ansprechen können: es vermittelt doch die eingeschränkte Sicht auf diese kleine Welt, und das könnte man sehr wohl noch einmal erwähnen.
Grüße - elbwolf

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