BLUMEN VOM ALEXANDERPLATZ


Immer abends in ihrem Garten
- sie konnt´ es tags kaum noch erwarten-
band sie ihre Blumen zu schönen Gestecken,
wollt´ Freud` in den Augen der Städter erwecken.

Und des Morgens in der Früh,
wenn der erste Gockel schrie,
war sie schon unterwegs zur Stadt,
wo es so viel Gewimmel hat.

Als Marktfrau kam sie nun daher
und rief: "Kauft Blumen, bitte sehr!!!"
Ihr Hündchen am Boden bellt` fröhlich dazu,
doch kam ein Kunde, dann gab es Ruh.

Dort saß sie dann an ihrem Platz
und dachte stets an ihren Schatz,
der fern von ihr und sooo weit weg,
sie niemals sah an diesem Fleck.

Und eines Tages gegen 10
sah sie den Liebsten vor sich stehn.
Er lobt´ die Blumen, kauft´ ´nen Strauß,
sagte, er müsste schnell nach Haus.

Lächelnd sah sie zu ihm auf
und legte noch ein Röslein drauf.
Schnell verschwand er in der Menge,
erkannt´ sie nicht in dem Gedränge.

Traurig blieb sie nun zurück,
getrübt durch Tränen war ihr Blick...
Und als die Blumen alle warn,
da konnte sie nach Hause fahrn.

Doch daheim lag vor der Tür
ein Blumenstrauß - er war von ihr-
mit Röslein und einem Zettel daran,
darauf stand: "Ich dich nie vergessen kann!"


Landliebe

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Kommentare (15)

Landliebe Und dir, liebe Geli, dank für das Lesen und Kommentieren.
Hab mich sehr gefreut. Und Zeit fürs Träumen ist doch immer:

Die alles Liebe und ein schönes Wochenende! die olle Freundin Birgit
Landliebe Hab vielen Dank, dass du mein Gedicht gelesen hast und es dich erfreuen konnte. Ja, so hatte die Marktfrau an ihrem schweren Arbeitstag was zu träumen.
Ich werd sie von dir grüßen.
Dir und Bruno ein schönes Wochenende und liebe Grüße aus dem Oderbruch Birgit
Lilly49 Hach, ja LL, wie gut, der Liebste ist nicht so realistisch. Ein Rollenspiel ist spannend, lache. Freue mich für die Blumenfrau, eine Überraschung nach langem Arbeitstag.

Dir ein Dankeschön für das liebe Gedicht.
Herzlich Lilly
tilli Wie oft kommt im Leben so unerwartet, eine Begegnung die tief in Herz uns trifft.
Vielen Dank der Blumenfrau.

Grüße Tilli
tilli Wie oft kommt im Leben so unerwartet, eine Begegnung die tief in Herz uns trifft.
Vielen Dank der Blumenfrau.

Grüße Tilli
Landliebe Lieber Peter, wie sehr habe ich mich darüber gefreut, dass du mein Gedicht gelesen und kommentiert hast.
Ja, es ist nicht ganz schlüssig, merke ich jetzt auch.
Und wenn ich jetzt sagen würde, sie hat ihre Zähne daheim vergessen.....das wär nur eine Ausrede...denn das hätt ich jetzt nur erfunden.
Das Gedicht ist verwoben mit Träumen, Wünschen und Befindlichkeiten der hier handelnden Menschen.
Und du hast recht, ich lese einen Text 2 Mal und versteh ihn nach momentaner Stimmung unterschiedlich.
Hab Dank für die Mühe und die Gedanken, die du dir machtest.
Liebe Grüße Birgit
Landliebe Ach, liebe Monika, du Königin der Rosen, über ein jedes Bild freut sich die Gärtnerin in mir, aber besonders, wie lieb du immer zu meinen Gedichten schreibst.
Hab Dank für alles.
Weißt, für das alte Marktweib ist es egal, ob er zurückkommt oder nicht, wichtig ist, sie empfindet und sie empfindet tief. Das ist ihr Glück, so wird sie den harten Kampf um die Existenz aufnehmen können und überleben.
Und vergiss nicht, sie hat doch große Freude an den Blumen, ist kein Schacherweib....
Liebe Grüße zu dir.Birgit
Ich kann zwar nicht mit Blumen aus meinem Garten aufwarten, aber vielleicht dir hiermit eine kleine Freude bereiten ...
Landliebe Lieber Gerd, erst mal vielen Dank, dass du mein Gedicht gelesen hast und mir deine Gedanken darüber mitteilst.
Ja, du hast recht, es bleibt alles offen:
Träumt sie nur alles?
Hat er sie erkannt, zeigte es nur nicht?
Und noch vieles mehr sicher.
Gedichte sind wie Geheimnisse, die aus der Seele sprechen, sicher, aber auch vieles offenhalten.
Ich verrat dir nur soviel:
Mit dem Glück (genau wie mit der Liebe) geht es manchem oft wie mit der Brille, man hat sie auf der Nase, bemerkt es aber nicht.
Natürlich hat das Marktfrauenoutfit das Übrige getan.
Danke dir für deinen klugen Kommentar, hat auch mich wieder angeregt, drüber nachzudenken...
Liebe Grüße an den Rhein Birgit
Landliebe Lieb von dir, dass du mein Gedicht gefunden und gelesen hast.
Ja, der Alexanderplatz, 28 Jahre kam ich da nur mit Passierschein hin und nun ist die Stadt wieder eins!
Vielleicht bist ja mal in Berlin, dann würd ich gern mit dir durch die alten Gassen des Nikolaiviertels laufen und dir die schönsten Plätze zeigen.
Lieben Gruß Birgit
PanTau trotz Deines Unfalles wolltest Du alles so weiter machen, als sei nichts Besonderes geschehen und das geht nicht, da die Kräfte nicht ausreichen. So hat Dein Unterbewußtsein für Dich entschieden, die Kräfte in die Heilung gesteckt und den Kopf ein weilchen ruhiggestellt. Nun ist die Genesung gut angelaufen und die Gedanken fließen wieder.
Herausgekommen ist ein schönes, lesenswertes Gedicht.
Die von Traumvergessen dargelegten offenen Fragen habe ich auch. Aber ich denke, dass das volle Absicht war. So kann ich mir den Ausgang selbst ausmalen. Und je nach der Gemütsverfassung in der man beim Lesen gerade ist, kann der ganz unterschiedlich ausfallen. Und das gefällt mir, gefühlvoll, zur Nachdenklichkeit anregend und nicht sentimental dahinplätschernd.
Birgit, mach weiter so.

Liebe Grüße Peter.
monika danke für Dein wunderschönes Gedicht.
Das Blumenmädchen gefällt mir so gut
Ich freue mich, dass sie den Blumenstrauß
bekommen hat und wenn auf dem Zettel stand:"Ich Dich
nie vergessen kann"...dann kommt er vielleicht
auch zurück Ich würde es der schönen Blumenfrau
wünschen.

Für die Blumenfrau und Dich...meine Rosen.

Ganz lieber Gruß Monika

traumvergessen da hast du ein schönes Gedicht voller Tiefe geschrieben. Nun waren die Blumen ja jetzt nicht von ihr - sondern von ihm -. Allerdings wie kann es sein, dass man jemanden nicht vergessen kann und ihn/sie nicht erkennt? Welches Bild hat er von ihr? War es die Verkleidung - sinnbildlich eine Person in einem anderen Gewand? War sie anders als sonst? Ist die Erinnerung verklärt? Kommen die eigenen Gaben auf diese Art zurück? Fragen über Fragen.

Liebe Grüße
Gerd
omaria Liebe Birgit, auch wenn der Körper nicht so will, wie man es gerne hätte - Gedanken und Seelenleben lassen sich nicht verdrängen! Und das ist gut, denn auf diese Weise komme ich in den Genuss, dein Gedicht zu lesen und mich darüber zu freuen! Danke dir!
LG Maria
Landliebe Ach, du liebe Margit, freu, dass dir mein Gedicht gefiel.
Es war etwas, was mir nach langer Zeit mal wieder eingefallen war. Hatt´ schon gedacht nix geht mehr....
Mal wieder ein Zeichen, dass Kopf und Herz nicht stimmen, wenn der Körper (bei mir das Bein) nicht mitziehn.
Das Bild ist bei der Historiale im Nikolaiviertel aufgenommen, da spielte ich ein Marktweib, das Äpfel verkaufte, Straßentheater sozusagen.
Zum Dank nur für dich:

Mit liebem Gruß deine Birgit
kleiber Wenn ich dein schönes Gedicht lese,
dann muss ich an das Lied von Eichendorf denken.
Warum weinst du holde Gärtnersfrau
weinst du um die Veilchen dunkelblau
Oder um die Rose die du brichst
Nein,ach nein um all dies wein ich nicht.

Und wenn ich mir das Foto von der hübschen
Marktfrau so anschaue...
Ich kenne sie!!!
Hab sie mal am Oderbruch gesehen...lächel...

Na...einfach schön!

Danke liebe Birgit für so ein schönes Gedicht.
herzliche Grüsse zu dir ...Margit

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