Das Pfingstwunder


Das Pfingstwunder


Unsere Seele ist der Ausgangspunkt, das A und O, die Grundlage für alles Menschliche, das zu Herzen geht oder gehen soll. Wir sind keine Maschinen, wir sind fühlende Menschen, die lebendig sind, und den Geist, den Hauch, den Odem des Lebens in sich tragen. Diesen Heiligen Geist dürfen wir nicht einfach begraben oder unterbinden. Diesen Geist müssen wir hegen und pflegen, denn er erhält uns am Leben, er befruchtet uns, er spornt uns an und erfüllt uns mit Freude. Eine Freude, die wir gerade in diesen Zeiten der Bedrohung so unendlich nötig haben. Achten wir auf den Hl. Geist, hüten wir ihn wie einen Augapfel, denn diese Gabe ist ein wertvolles, bleibendes Geschenk, das wir schätzen sollten. Das Pfingstfeuer des Hl. Geistes brennt auch in uns, aber wir dürfen die Flamme nicht erlöschen lassen. Daher müssen wir unsere Herzensglut, die sich mal leise und dann wieder lodernd brennend meldet, sehr achtsam und gefühlvoll behandeln. Jeder trägt dabei für sich selbst die Verantwortung. Diese Aufgabe kann uns niemand abnehmen, denn sie kommt vom Allerhöchsten und ist an uns ganz persönlich gerichtet. Wer sucht, der wird finden, und wer anklopft, dem wird aufgetan (Mth.7,8). Das sind Worte des ewigen Lebens, an ihnen ist nicht zu rütteln, denn sie werden nicht vergehen. Sie sind auch keinem Zeitwandel unterworfen. Sie existieren, seit Gott sie den Menschen offenbart hat. Diese zeitlosen Wahrheiten haben auch ewige Gültigkeit. Wir sind aufgefordert, keine Luftschlösser zu errichten, die dem Verfall unterworfen sind. Wir sollen unsere Herzen vielmehr gleich der Hl. Teresa v. Avila mehr als eine innere Burg betrachten, in der Jesus seine beständige Wohnstatt eingenommen hat. Er wohnt also in uns, was kann uns da noch erschüttern? Nichts, nichts und noch einmal nichts! Denn er ist es, der alleine selig machend ist, der uns erretten kann aus aller Not und der uns den Beistand geben kann, den wir so dringend benötigen. Der Herr ist unsere Hilfe und unser Schutz, unser Zufluchtsort in Not und Bedrängnis. Er ist Alles in Allem, mehr gibt es nicht. Höhere Ziele kann man nicht erreichen. Wir müssen sie auch nicht anstreben, denn wenn wir ihn gefunden haben, dann haben wir alles gefunden, was wir benötigen. All das, was wir brauchen, um das Leben gut zu bestehen und sämtliche Hürden unbeschadet zu nehmen, die wir nehmen müssen und auch sollen. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat. Auf ihn sollen wir hören, ihm sollen wir Glauben schenken, ihm sollen wir vertrauen, ihm sollen wir unser Herz übergeben, ihm sollen wir uns weihen, auch wenn wir selbst nicht geweiht sind. Ihm soll sich jeder Mensch, den Gott an seinen Platz gestellt hat, um seine spezielle Aufgabe zu erfüllen - weihen und aufopfern, tagtäglich aufs Neue und immer wieder. Wir alle sind berufen, ihm und seiner Spur zu folgen, in seine Fußstapfen zu treten. Da gibt es keinen Anfang und kein Ende. Das gilt immer und für immer. Es ist so, weil Gott es so will und weil er es von uns erwartet. Er hat für uns gelebt und gelitten, ist von den Toten auferstanden, in den Himmel aufgefahren und hat uns allen den Geist der Wahrheit - den Heiligen Geist gesandt und mitten in unsere Herzen eingegossen - wie einen unauslöschlichen Mikrochip. Seither sind wir durch seine Erlösung auf Jesus programmiert. Wenn wir davon abweichen, wenn wir ihn also leugnen oder die Anerkennung seiner Allmacht verweigern, dann schneiden wir uns ins eigene Fleisch, dann verwunden wir uns selbst und fügen uns somit Schaden zu. Dann reißen wir uns mutwillig von unserem Erlöser los. Diese Wunde, die daraus entsteht, ist nicht zu unserem Vorteil. Sie wird sich erst wieder schließen, wenn wir reumütig zu ihm zurückkehren, also den Weg zu ihm zurückfinden und ihn wieder akzeptieren und annehmen. Das alles ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.
Für den Glauben an Gott benötigen wir kein umfangreiches Studium. Den Glauben an Gott empfangen wir quasi gratis, als Geschenk aus seiner Hand. Es liegt an uns, dieses Geschenk anzunehmen, oder abzulehnen. Wir sind also nicht nur für uns selbst verantwortlich, sondern wir haben auch gewissermaßen Einfluss darauf, ob unser Leben glücklich, zufrieden und wohl behütet verläuft, oder nicht. Sich von Gott zu entfernen bringt im Endeffekt nicht das, was sich jeder Mensch ersehnt. Denn nur Er allein kann unsere Sehnsucht stillen. Das ist so, und das wird auch immer so bleiben, solange wir Menschen existieren. Denn Gott bleibt Gott - unser Vater, und Menschen bleiben Menschen - seine Kinder. Ich persönlich sehe diese Wahrheit als sehr einfach verständlich an. Der Kernpunkt ist unser Eigensinn, unser Stolz, unsere Überheblichkeit. Diese Eigenschaften hemmen uns, denn sie suchen den Glauben zu verhindern. Der Mensch ist nicht Gott selbst, er ist ihm als Ebenbild nur ähnlich. Ich denke, das müssen wir ein für allemal im Innersten begreifen und gedanklich erfassen. Da muss uns ein Licht aufgehen in die richtige Richtung. Dann erst können wir uns befreit und erlöst fühlen. Dann erst - durch diese Akzeptanz - die von uns selbst kommen muss - kann eine echte Zwiesprache mit Gott erfolgen. Saulus wurde zu Paulus - und er glaubte. Manchmal muss man "vom Blitz getroffen werden"- mitten ins Herz - dass Glaube erfolgen kann. Diese Krise bietet eine perfekte Gelegenheit hierfür. Ergreifen wir diese Gelegenheit, bevor sie an uns vorbeizieht und nicht mehr zurückkehrt. Denn bekanntlich lehrt uns vor allem die Not das Beten. Es hat alles seinen Gott gewollten Sinn, davon bin ich überzeugt. Glauben wir an Gott und an einen Sinn, der auch in den Zeiten der Pandemie von ihm kommt, dann wird alles gut werden. Dann sind es nicht bloß fromme Wünsche, sondern dann werden sie für diejenigen, die an IHN glauben auch in einer guten - vielleicht auch anderen, oder sogar besseren Form - Erfüllung bringen. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Denn der Glaube ist in der Lage, Berge zu versetzen.
Die sieben Gaben des Heiligen Geistes sind: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Sie machen die Gläubigen bereit, den göttlichen Eingebungen willig zu gehorchen. "Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad" (Ps 143,10). "Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes...Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi" (Röm 8.14,17). Die Früchte des Geistes sind Vollkommenheiten, die der Hl.Geist in uns als die Erstlingsfrüchte der ewigen Herrlichkeit hervorbringt (Gal 5, 22,23). "So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können" (Röm 8.26). "Wir alle, die ein und denselben Geist, den Hl. Geist, empfangen haben, sind miteinander und mit Gott verschmolzen (hl.Cyrill, Jo. 11,11).
Wolke


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Kommentare (4)

henryk

Achten wir auf den Hl. Geist, hüten wir ihn wie einen Augapfel, denn diese Gabe ist ein wertvolles, bleibendes Geschenk, das wir schätzen sollten. Das Pfingstfeuer


Ich...Wolke07.....stimme dir mit...

Alles hast du genial...aus der Seele geschrieben...ich habe das mit der Freude gelesen.....WUNDERBAR! VG Henryk


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wolke07

Danke dir lieber Henriyk---
ja beten wir,dass viele Menschen von diesem Geist erfüllt werden.
Gruss Gisela

Manfred36


Du bist eine Glückliche, liebe Gisela (auch wenn es dir körperlich nicht gut geht), wenn du zu einem solchen Glauben gefunden hast. „Ihm soll sich jeder Mensch, den Gott an seinen Platz gestellt hat, um seine spezielle Aufgabe zu erfüllen - weihen und aufopfern, tagtäglich aufs Neue und immer wieder“. Bei mir hat irgendeine innere Barriere dazu geführt, diesen Weg nicht zu Ende gehen zu können. Liegt es wirklich an mir „dieses Geschenk anzunehmen, oder abzulehnen?“. Glauben wir an Gott und an einen Sinn, der auch in den Zeiten der Pandemie von ihm kommt, dann wird alles gut werden. Wir alle, die ein und denselben Geist, den Hl. Geist, empfangen haben, sind miteinander und mit Gott verschmolzen“.
Kann ich mir den Glauben einfach „innerlich befehlen“?

Alles Gute
Manfred
 

wolke07

Mein lieber Freund Manfred,nun sind zwei Fragen,ob Du Schuld bist den Glauben abzulehnen oder innerlich zu befehlen----
innerlich  zu befehlen,das geht gar nicht----
Wie Du ja weisst lehnen viele Menschen den Glauben an Jesus ab.Das kann jeder,dazu gab ja Gott den freien Willen.
Gott ,Jesus annehmen,das ist wirklich ein Willensakt,ein Geschenk,was spannend ist.
Man kann ein Gebet sprechen---dass Gott,Jesus in sein Herz kommen soll.Wenn es wirklich von Herzen kommt,spürt man eine kleine Freude und man fängt an,sich mit allen Belangen,auch in Leid,sein Herz auszuschütten.Gott ist immer da,vielleicht spürt man ihn dann in der Stille.
Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen.
Von hartgesottenen Gottesleugnern,hörte man auch,dass sie in ihrer Todesstunde noch Gott gefunden haben.
Hab noch einen schönen Restfeiertag.
Gruss Gisela


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