Der Poesie-Lehrling (Hommage an Wolfg. G.)



Der Poesie-Lehrling
(Hommage an Wolfg. G.)


Hat der alte Hexenmeister
Sich nun endlich weg begeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben!
Seine Wort und Werke
Lern ich und den Brauch
Und mit Willensstärke
Schreib ich Wunder auch.

Walle! Walle manche Strecke,
dass zum Zwecke
Lyrik fließe,
Und mit reichem vollem Schwalle
Sich in dem ST ergieße!

Sind doch hier schon alte Besen
Eingepackt in neue Hüllen,
Immer schon dabei gewesen.
Fülle sie mit meinem Willen.
Auf zwei Beinen stehen.
Ursprung sei mein Kopf.
Eilen nun und gehen
Zu der Verse Topf.

Walle! Walle manche Strecke,
dass zum Zwecke
Lyrik fließe,
Und mit reichem vollem Schwalle
Sich in dem ST ergieße!

Kehr ich zu den Normen nieder.
Kommt mein Denken schnell zum Flusse
Und mit Blitzesschnelle wieder
Komm ich dann auch zum Ergusse.
Immer neue Worte
Stürzen auf mich ein.
Wo ich die verorte,
Stellt mir jetzt das Bein.

Trochäen, Daktyen und, Jamben,
Tenzon, Dezime
alte Stanzen,
Haikus, Pantons und Sestine
füllen mir den kleinen Ranzen.

Will ich Ausgeburt der Hölle
Jetzt wohl den ST ersaufen?
Seh ich über seine Schwelle
doch schon meine Sperren laufen.
Schick nen neuen Meister,
Denn die Not ist groß.
Die ich rief, die Geister,
Wär ich gerne los.

Ein verhaltner,
netter Meister,
Der mich sanft
und gut belehrt
Und mit wenig eignem Kleister
Uns ein glatt Gedicht beschert.













 


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Kommentare (3)

Monalie

hallo Manfred meine Hochachtung  das ist super gemacht Gruß Mona

Willy

Kompliment an den Wolf von der Elbe. Klasse gemacht!
b.G.
Willy

Wirius

Hi Manfred,
wenn der Wolgang das lesen würde?????
Er würde Mitglied werden.

Gruß Wirius
 


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