Der Rucksack


Mit einem Rucksack werden wir auf den Lebensweg geschickt.

Gefüllt ist er mit allem, was uns unsere Eltern und Vorfahren mitgegeben haben an Begabungen, Lebensstrategien, Erfahrungen, Erziehung, aber auch mit dem, was sie belastet hat und was sie nicht verarbeiten konnten.

Der Rucksack wiegt manchmal schwer und zieht uns fast zu Boden. Ein andermal können wir etwas herausholen, was uns weiterhilft.

Nicht jeder trägt den gleichen Rucksack. Bei manchen wiegt er schwerer als bei anderen. Ist das nicht ungerecht?

Die Wackersteine wollen wir Stück für Stück abwerfen auf unserem Lebensweg. Ob es gelingt? Vielleicht kommen aber auch neue dazu.

Wäre es nicht schön am Ende des Lebens den Rucksack geleert zu haben und unbelastet diese Erde verlassen zu können?

 

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Kommentare (21)

Roxanna

Ein lieber Dank geht an @Zsuzsannaliliom 🌹 für das geschenkte 💗chen. Einen schönen Sonntag noch und herzliche Grüße

Brigitte

Roxanna

Ein lieber Dank geht an @nnamttor44 - Uschifür das geschenkte 💗chen.

Herzliche Grüße
Brigitte

Roxanna

Das Thema an sich und eure interessanten Antworten haben bei mir noch einmal so viel ausgelöst, dass ich im Moment noch nicht in der Lage bin, auf jeden Kommentar einzeln einzugehen. Ich muss noch einmal in Ruhe darüber nachdenken, möchte aber vorab euch, liebe Andrea, Renate, Seija und Carola und lieber Syrdal, Arni, Manfred und Wolfgang für eure Kommentare sehr herzlich danken.

Ein lieber Dank geht auch für die geschenkten Herzchen an

 

@Seija
@Monalie
@Distel1fink7
@kleiber
@Via
@ahle-koelsche-jung
 
Für alle lasse ich noch ein Röschen da
 
 
DSC02641.JPG
 
Herzliche Grüße
Brigitte

 

ahle-koelsche-jung

Liebe Brigitte,

vom Grunde her kann ich mich Manfred36 anschliessen.
Mit leerem Rucksack möchte man nicht enden, denn wie du auch geschrieben hast, 
sind im Rucksack Begabungen, Lebensstrategien und Erfahrungen enthalten, die man nicht missen möchte. Ich denke diese kann man getrost drin lassen, auch wenn sie beim ein oder anderen schwer sind. Und sie beinhalten u.U. auch schöne Sachen. Und wer will sich davon schon trennen? Ok auf die anderen Dinge kann man gern verzichten und die sollte man auch abwerfen bzw. aus dem Rucksack nehmen.
Es hat halt Alles zwei Seiten.
In diesem Sinn, schöne Grüße Wolfgang 

Roxanna

@ahle-koelsche-jung  

Lieber Wolfgang,

für deinen Kommentar danke ich dir sehr herzlich. Ja, alles im Leben hat zwei Seiten und das eine gäbe es ohne das andere nicht. Das ist hier nun mal so. Würden wir nichts Schweres durchleben, könnten wir das Schöne nicht genießen. Aber genau dieses hin- und her geworfen werden, ist manchmal schon ziemlich anstrengend. Aber ich stimme dir zu, welchen Sinn sollten Erfahrungen haben, wenn man auch sie wieder „abwirft“. Irgendwie bleibt aber eben auch immer ein Geheimnis und wir kennen den Sinn nicht wirklich.

Liebe Grüße
Brigitte
 

HeCaro

Liebe Brigitte,
 
man mag es ungerecht finden, dass wir alle unterschiedlich schwere Rucksäcke haben. Aber jeder von uns hat ja auch ein ganz persönliches Schicksal, das sich von dem unserer Mitmenschen unterscheidet. Im Guten wie im Negativen. Und ich glaube, in jedem Leben gibt es Beides . Man sieht es halt von außen nicht immer.

"Wäre es nicht schön am Ende des Lebens den Rucksack geleert zu haben und unbelastet diese Erde verlassen zu können?"

Ich glaube nicht, dass wir mit einem leeren Rucksack, sprich:  mit leeren Händen an der Himmelspforte ankommen möchten.
Auf unserem Lebensweg haben wir ja auch einiges in den Rucksack hineingepackt. Alles was wir im Leben gelernt und erfahren haben und ganz besonders die Einsichten, die wir gewonnen haben.

Ich habe in einer Abhandlung über die Wiedergeburt gelesen, dass unsere Erfahrungen das Einzige sind, das wir von der jeweiligen Inkarnation in die Nächste mitnehmen dürfen. Ich meine, dass man auch darüber einmal nachdenken könnte.

Danke für diesen Beitrag der zu  vielen Überlefungen anregt.

Herzliche Grüße, Carola

 

Roxanna

@HeCaro  

Liebe Carola,

ich stimme dir zu, das Leben kann nur den Sinn haben, Lernprozesse zu "durchlaufen", Erfahrungen zu machen und sich weiter zu entwickeln. Würden wir auch unsere Erfahrungen ablegen, würden wir bei jeder Reinkarnation, wenn es eine gibt, immer wieder von vorne anfangen.

Vielleicht kann man es sich auch so vorstellen, dass mit jeder gemachten Erfahrung und gewonnenen Erkenntnis, die wir in den Rucksack hineintun, ein Wackerstein herausfällt und dass Erfahrungen leicht zu tragen sind.

Wie schwer ein anderer zu tragen hat, da stimme ich dir ebenfalls zu, kann man nicht ermessen. So wie man den Inhalt seines eigenen Rucksackes nicht bis auf den Grund kennt, kann man den eines anderen noch weniger bis gar nicht kennen.

Als ich den Text geschrieben habe, hatte ich eben für einen Moment den Gedanken, einmal alles ablegen zu können und wirklich nichts mehr festzuhalten wie mag sich das wohl anfühlen.

Herzlichen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße
Brigitte

Arni

"Mit einem Rucksack werden wir auf den Lebensweg geschickt".

Liebe Brigitte,
und am Lebensende gibst du ihn wieder ab! Mit allem was drin ist. In die Anderwelt müssen wir nackt und bloß! Ob du ihn hast leichter werden lassen liegt ganz bei dir. Egal ob man dich mies behandelt oder dich liebt, du bist verantwortlich für den Inhalt.
Du fragst nach Begabungen, Schicksal und  Gerechtigkeit? Vergiss es, das Leben ist nicht Gerecht.

Genau wie du am Ende den Rucksack zurücklässt, so bekommt ihn jemand anderes, der in ein neues Leben tritt. Und etwas raunt ihm zu: "Mach das beste draus".

Und das ganze geht von vorne los.

Irgendwie gefällt mir das nicht, ob Erbsünde oder Karma, ständig schleppt man einen Rucksack mit sich herum 😠. Aber es kann ja alles ganz anders sein.

Ich habe für mich selbst eine Vorstellung gewonnen, die ich aber einfach nicht beschreiben kann. Es ist eine sehr beruhigende Vorstellung, etwas tröstendes, eine Gewissheit. Natürlich weiß ich nicht, woher sie kommt. Und das ist auch nicht wichtig.

Jedenfalls, ich glaube mein Rucksack ist ein bisschen leichter - oder ist er nicht mehr da?😮

Herzliche Grüße
Arni

Roxanna

@Arni  

Es könnte auch sein, lieber Arni, dass wir zwar nackt und bloß in die Anderwelt gehen, so wie wir gekommen sind, aber der Rucksack dort geöffnet und geschaut wird, was ist noch drin 😉. Die Vorstellung, dass ihn jemand anderer bekommt und damit weitermachen muss/darf, da muss ich ja schon wieder fragen: Ist das gerecht? Du schreibst, Leben ist nicht gerecht. Ich stimme dir zu und ergänze, möglicherweise nicht so gerecht, wie wir uns das vorstellen können oder wollen. Und irgendwie muss man das ja benennen, was uns im Laufe des Lebens immer wieder mal mehr, mal weniger schwer aufliegt. Inzwischen ist mir der Begriff Karma lieber als Erbsünde.

Das klingt gut, dass du für dich eine ganz eigene Vorstellung gefunden hast, die dich beruhigt und tröstet, du Glücklicher.

Ich danke dir herzlich für deinen Kommentar und schicke liebe Grüße

Brigitte

 

ladybird

Ja,liebe Roxanna,
das ist ja so ähnlich wie mit dem Paket , was wohl jeder mit sich rumschleppt?
Und wie Seija schon schreibt, dass man sich auch Hlfe holen kann, um seinen Rucksack etwas leichter zu machen. Das  ist sehr richtig, weil man sich oft nicht bewußt ist, was im Einzelnen eventuell auch zu Übergewicht des inneren Rucksackes beiträgt? Leichter und beschwingter geht man nur mit "halber" Last? 
Hier ein Foto von mir mit Rucksack.....zum Glück war mein Lebens-rucksack nie so voll, wie dieser hier  R+P Stielow 001.jpgund freue mich, dass diese sichtbare  "Rucksack-Zeit" vorbei ist....
danke für Dein interessantes Thema
lieben Gruß von
Renate

Roxanna

@ladybird  

Auf dem Foto, liebe Renate, trägst du wirklich einen mächtigen Rucksack, der sicher schwer zu tragen war. Ich habe noch nie eine Wanderung gemacht, bei der ich alles bei mir tragen musste, was man so braucht. Aber vergleichbar mit dem „Lebensrucksack“ ist das schon. Manchmal wiegt er schon sehr schwer.

Manches ist schwer zu durchschauen und sehr schwer zu tragen, deshalb kann es von Vorteil sein, wenn einem auf die Sprünge geholfen wird, da stimme ich dir zu. Man muss nicht immer alles alleine schaffen.


Herzlichen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße

Brigitte
 

Manfred36

Ich denke, man sollte nur das abwerfen können, was man nicht verarbeiten kann. Dann wäre der Rucksack aber bei Weitem noch nicht leer. Du schreibst jas selbst, was alles drin ist.

Roxanna

@Manfred36  

Ja einfach abwerfen können, lieber Manfred, das wäre schon richtig gut. Da denke ich wieder an die Menschen, die fest im Glauben verankert sind. Ich könnte mir vorstellen, dass sie es „nach oben abgeben“ können, wenn sie ihr möglichstes versucht haben und nicht weitergekommen sind. Vielleicht kann man einen Rucksack auch so leeren oder leichter machen. An irgendeiner Stelle in der Bibel steht: Prüfet alles, das Gute behaltet, also geht es eigentlich nur um das Abwerfen der schweren Wackersteine.

Danke für deinen Kommentar und herzlichen Gruß
Brigitte
 

Seija

Liebe Brigitte,
es braucht eine Zeit, bis man erkennt, was einen im Rücksack alles belastet.
Erst dann kann man aussortieren. Viele Jahre war man gewohnt, diesen Rucksack zu tragen.
Wenn man das nicht alleine schafft, ist es gut, wenn man sich Hilfe sucht.
Ja, auch ich möchte die Erde unbelastet verlassen mit einem geleerten Rucksack.
Packen wir's an!
LG Seija

Roxanna

@Seija  

Herzlichen Dank, liebe Seija für deinen Kommentar. Ich stimme dir zu, dass es einem gar nicht immer so bewusst ist, was man mit sich herumträgt. Das herauszufinden ist eigentlich eine lebenslange Aufgabe, denn manches schlummert gut versteckt irgendwo auf dem Grund und in so einen Rucksack passt eine Menge hinein. Ich würde lieber sagen, machen wir weiter, denn jetzt erst anzufangen wäre vielleicht ein bisschen spät. Wäre es nicht eine schöne Vorstellung, ihn einfach abzunehmen, in eine Ecke zu stellen und seiner Wege zu gehen 😄 und nur das Gute und Schöne mitzunehmen? Dafür reicht dann vielleicht ein Täschchen😉.

Herzliche Grüße
Brigitte
 

Muscari


Ja, liebe Brigitte,
es ist wohl wahr, dass uns Vieles mitgegeben worden ist. Gutes und weniger Gutes.
Ich werde mal darüber nachdenken, um was es sich bei mir im Einzelnen handeln könnte.
Aber ich muss auch Syrdal recht geben, wenn er schreibt, dass man all das Mitgebrachte nun aussortieren und Schlechtes entsorgen sollte.
Allerdings erreicht man diese Erkenntnis wohl erst mit fortgeschrittenen Jahren und besitzt auch dann erst die Fähigkeit zur "Entsorgung". Hoffentlich ....
Danke für Deine Betrachtung und liebe Grüße von
Andrea


 

Roxanna

@Muscari  

Herzlichen Dank, liebe Andrea für deinen Kommentar. Ich halte das mit dem Entsorgen für gar nicht so einfach. Erst einmal müsste man den Inhalt des Rucksackes und was da so schwer wiegt sehr genau kennen und kennt man ihn, wie entsorgt man dann? Ich kann es mir nicht so recht vorstellen, wie das sozusagen in der Praxis aussehen könnte. Fasst man den Entschluss „dich brauche ich nicht mehr, weg mit dir“? Es würde mich interessieren, was du dir unter „Fähigkeit zur Entsorgung“ vorstellst? Meinst du damit das loslassen können?  

Herzliche Grüße
Brigitte
 

Muscari

@Roxanna

Ja, liebe Brigitte, ich meine dieses "loslassen können".
Was wirklich nicht einfach ist. Deshalb die Einschränkung "hoffentlich".
Ich selbst befinde mich gerade in diesem Stadium.
Beim Lesen der Kommentare fiel mir auch Deine Antwort zu Manfreds Kommentar auf:
"Menschen, die fest im Glauben verankert sind".
Auch ich bin der Meinung, dass diese Menschen es einfacher haben, ihre Lasten abzuwerfen. Ein gutes Beispiel ist da meine 95-jährige Tante.
Leider bin ich eine unverbesserliche Zweiflerin...
In der Hoffnung, dass wir uns auf irgendeine Weise doch noch von unseren Lasten befreien können grüßt Dich herzlich
Andrea

Roxanna

@Muscari  

Danke, liebe Andrea für deine Antwort. Noch eine kleine Anfügung. Menschen, die fest im Glauben verankert sind, können abgeben und denken nicht, dass sie alles alleine bewältigen müssen. Sie geben ihr Bestes und dann lassen sie los. So weit bin ich auch noch lange nicht und stelle mich als Zweiflerin an deine Seite.

Ich war lange mit einer Frau befreundet, die das konnte, deshalb kann ich das so schreiben.

Herzliche Grüße
Brigitte

Syrdal


Liebe Brigitte, deine ausführlichen Überlegungen zum „Rucksack“ werden sicher das Empfinden vieler Menschen recht genau treffen. Aber es könnte doch auch sein, dass ein jeder „seinen Rucksack“, den er in das Erdenleben mitbringt, in einer vormals durchwanderten Zeit selbst und ganz alleine mit Gutem oder Belastendem bestückt hat. Die Verantwortlichkeit für die „Mitgabe“ liegt demnach nicht bei den Eltern und Vorfahren, sondern ganz alleine bei jedem selbst. Das Schöne aber ist, dass es nun beste Gelegenheit gibt, all das Mitgebrachte sorgsam zu sortieren, Schlechtes, Verbrauchtes und Verdorbenes rasch zu entsorgen und den frei gewordenen Platz mit ausgewählt Gutem auszufüllen. Das alleine ist eine so hehre Aufgabe, die jedem das edelste ihm erreichbare Ziel vor Augen stellt. Man muss es nur erkennen...
 
...überlegt
Syrdal    

Roxanna

@Syrdal  

„Man muss es nur erkennen“, lieber Syrdal und genau das ist es, was nicht so einfach ist. Wenn es so wäre, dass wir unseren Rucksack selbst bestückt haben und uns also selbst die Aufgaben gestellt hätten, so ist doch eben der Zusammenhang nicht zu erkennen, weil wir keine Erinnerung haben. Das ist ein Thema, mit dem ich mich schon immer wieder beschäftigt habe, aber noch nicht wirklich weitergekommen bin. Um einmal den Begriff Karma hier mit einzubringen, also das Gesetz von Ursache und Wirkung, wenn ich nicht weiß, was die Ursache ist für das, was ich sozusagen jetzt „durchleiden“ muss, fällt es mir schwer den Sinn zu erkennen und das dann auch entsprechend zu entsorgen. Man kann „es“ ja nur los werden, wenn man „es“ wirklich genau durchschaut und sich damit ausgesöhnt hat oder erkennt, dass gewisse Verhaltensmuster, um das mal so auszudrücken, nicht dienlich sind. Vielleicht kannst du mir dazu noch etwas sagen.

Herzlichen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße

Brigitte

 


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