Der Santa-Martins-Niko- Weihnachts-Hase



Weihnachten 2016(Ela48)



Den Artikel habe ich dem „Liechtensteiner Vaterland“, Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, entnommen, da ich ihn als sehr interessant empfunden habe.

Fest des Hl. Nikolaus Langsam wird es schwierig für die Kinder, und nicht nur für sie, den Überblick zu behalten: Aus Glaubenszeugen und Vorbildern wurde ein nebulöser Konsum-Leitfiguren-Mix.

Martinstag, Nikolaus, Weihnachtsmann – wer blickt da eigentlich noch wirklich durch? Kann ein Kind heute noch sagen, wer was ist? In der Vorweihnachtszeit taucht daher immer häufiger in letzter Zeit die Frage auf, warum man eine mehr oder weniger sinnfreie Kunstfigur wie den Weihnachtsmann, vielfach schon «Santa» genannt wie in den USA, gegen eine Persönlichkeit umtauschen soll, die bis heute durchaus beachtenswerte ethische Inhalte zu vermitteln vermag.
Couragierte Rathäuser.
Von einem schönen Beispiel, das genau dieses Anliegen verdeutlicht, berichtete jetzt «Focus online»: Die deutsche Stadt Passau hat dieser Tage die bundesweite Aktion «Weihnachtsmannfreie Zone» gestartet. 160 Kinder aus Passauer Grundschulen und Kindergärten überreichten bei einer Feier ihre Forderungen und Wünsche an Vertreter von Kirche und Politik. Mit dieser Kampagne will das «Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken» den heiligen Nikolaus, «das Original», und mit ihm christliche Werte wie die Nächstenliebe, Uneigennützigkeit und selbstloses Handeln in den Vordergrund rücken. Mit der Aktion sollen die Bürger aufgefordert werden, sich für den Nikolaus zu engagieren und dem Weihnachtsmann die rote Karte zu zeigen.

Laut Bonifatiuswerk wird die Nikolausaktion in ganz Deutschland immer beliebter. Unter anderem beteiligt sich auch die Paderborner Touristen-Information mit Schoko-Nikolaus-Figuren. Durch die Aktion werden ambulanten Kinderhospizdienste in einigen Städten unterstützt.

Man kann, angesichts ganz anders verlaufender Anpassungstendenzen an Konsum, Liberalismus und gezielte Trendsteuerungen, den Städten und Institutionen, die diese positiven Bemühungen, Gutes zu tun, fördern, nur gratulieren, denn es gehört heute schon Mut dazu, solche Werte zu verteidigen.
Interessante Tatsachen.
Die Konsumgüterindustrie, hier vor allem Schokoladefabrikanten, denkt übrigens pragmatisch, indem sie auf das Kundenverhalten reagiert. Und so kommt es z. B., dass einer der ganz grossen Schokoladehersteller in der Schweiz die selbe Schokolade-Gussform wie in Österreich und Deutschland verwendet, nur dass man in diesen Ländern diese Form anstatt mit einer Weihnachtsmannfolie mit einer Nikolausfolie eingewickelt in den Regalen findet: Statt weisser Bart und Mantel also Mitra mit Kreuz, Bischofsstab und Umhang.
Sankt Nikolaus als Vorbild.

Nikolaus wurde vermutlich an einem 9. Mai, um 280/286, bei Kalkan in der heutigen Türkei geboren und starb zwischen 345 und 351 in Myra, heute Demre, ebenfalls in der Türkei. Sein Gedenktag ist in der katholischen Kirche der heutige 6. Dezember. Das hat einen historischen Grund: Der 6. wird an verschiedenen Orten der Welt als der Tag der Übertragung der Gebeine nach Bari gefeiert.

Nikolaus war Metropolit von Myra und wird als Wundertäter verehrt. Gemäss Überlieferung war er von seinem Onkel, Bischof Nikolaus von Myra, im Alter von 19 Jahren zum Priester geweiht und als Abt im Kloster von Sion (ein heute untergegangener Ort) seiner Heimatstadt eingesetzt worden. Die Legende schildert Nikolaus als temperamentvollen Streiter und zugleich als Mann, der fähig war, diplomatisch zu vermitteln und Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Während der bald schon einsetzenden Christenverfolgung wurde er um 310 gefangen genommen und gefoltert. 325 nahm Nikolaus am 1. Konzil von Nicäa teil.
Als seine Eltern an der Pest starben, hatte Nikolaus ihr Vermögen geerbt und es an Arme verteilt. So bewahrte Nikolaus auch mehrere junge Frauen aus seiner Nachbarschaft davor, dass deren Vater seine Töchter zur Prostitution hergeben musste, indem er heimlich Geld durchs Fenster warf und so für eine ausreichende Mitgift sorgte; deshalb gilt Nikolaus als Geber guter Gaben und Freund der Kinder. Aber Geschenke wie Naschwerk in am Vorabend unters Fenster gestellte Stiefel für Kinder sind nur ein Teil dessen, was seine Bedeutung ausmacht. Wichtiger ist, dass durch sein Vorbild an die eingangs genannten christlichen Tugenden erinnert wird.

Ela





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