Die Fingerarthrose (Fingergelenkarthrose)

Autor: Dnanidref
Der Verlauf der Fingerarthrose beginnt in der Regel schleichend, zeigt im Anfangsstadium sehr oft keine Symptome und wird deshalb häufig erst sehr spät erkannt. In der Medizin wird sie darum auch als stumme Arthrose bezeichnet.

Besonders häufig tritt die Fingerarthrose in den Fingermittelgelenken (med. Bouchardarthrose) und den Endgelenken (med. Heberdenarthrose) auf. Genderspezifisch werden vor allem Frauen davon betroffen. Sind mehrere Gelenke oder das Daumensattel-Gelenk betroffen so spricht man medizinisch von Rhizarthrose.

Ursachen der Fingerarthrose

Medizinisch unterscheidet man zwischen der primären Arthrose mit unklarer Ursache und der sekundären Arthrose als Folge bestimmter Erkrankungen wie zum Beispiel Gicht, Stoffwechselstörungen, Osteoporose, Knochenschwund oder einer angeborenen oder durch Unfall vorhandenen Fingerfehlstellung und wohl auch in Ermangelung bestimmter Hormone im Zusammenspiel der Wechseljahre bei Frauen. Begünstigt wird diese Art von Arthrose zusätzlich auch durch andere Faktoren wie eine ständige Überbelastung der Gelenke anderseits aber auch durch Bewegungsmangel. Auch genetische Einflüsse werden zum Teil als Ursache einer Fingerarthrose vermutet und genannt, konnten aber bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Einer der Schlimmsten ursächlichen Auslöser – und zwar bei allen Arthrosen - ist aber nachweisbar eine jahrelange Fehlernährung und in Folge Übersäuerung des Körpers, oft mit den typischen Stoffwechselstörungen einhergehend.

Im Schnitt werden von der Fingerarthrose zehnmal mehr Frauen (also 90 % der Patienten sind Frauen) – vor allem während oder nach der Wechseljahre - als Männer betroffen, sodass man von Zusammenhänge zwischen einer primären Arthrose und Veränderungen im Hormonhaushalt durch die Abnahme weiblicher Geschlechtshormone ausgeht und darum von einer typischen Frauenerkrankung spricht. Da fast jede dritte Person über 50 Jahren von einer Fingerarthrose betroffen wird, spricht man auch von einer Volkskrankheit.

Typische Anzeichen und Symptome einer angehenden Fingerarthrose

Der Beschwerdegrad von Fingerarthrose wirkt beim Einzelnen sehr unterschiedlich: Während bei den einen bereits bei einer vergleichsweise geringen Ausprägung der Arthrose starke Beschwerden auftreten, haben manche selbst bei einer fortgeschrittenen Arthrose keinerlei Beschwerden.

Grundsätzlich und wie bereits anfangs erwähnt beginnt die Fingerarthrose meistens also schleichend weil ohne dauerhafte Schmerzen. Auch andere Symptome sind kaum zu erkennen bzw. zuzuordnen, da sie ursächlich auch auf andere Gründe hindeuten können wie zum Beispiel auf Überanstrengung durch Arbeiten, die besondere Fingerfertigkeiten erfordern. Trotzdem gibt es Anzeichen auf die geachtet werden sollte. So kann gelegentliches Anschwellen der bzw. einzelner Fingergelenke, ein vorübergehendes Überwärmen oder ungewöhnliche Knötchenbildungen bereits auf angehende Arthrose hindeuten und sollte frühzeitig medizinisch abgeklärt werden. Gezielte Röntgenaufnahmen können dann die typischen Gelenkveränderungen einer Fingergelenkarthrose sichtbar machen. Auch eine Einschränkung der Fingerbeweglichkeit ist ein fast sicheres Anzeichen für eine derartige Arthrose.

Therapie und Behandlung

Handelt es sich um eine entzündliche Arthrose (med. aktivierte Arthrose) so muss zunächst die Entzündung behandelt werden.

Die Schulmedizin verwendet hierzu zunächst Salben, die Entzündungshemmend und als Schmerzmittel wirken wie zum Beispiel Ibuprofen. Zusätzlich wird gerne Krankengymnastik z. B. mit weichen Softbällen verordnet, um die Beweglichkeit betroffener Gelenke neu zu fördern. Auch gezielte Spritzen mit Hyaluronsäure (eines Knorpelbausteins) können die Reibung im Gelenk mildern und wirken ebenfalls entzündungshemmend.
Empfohlen wird auch eine zwei- bis dreiwöchige Orthokin-Behandlung mit aufbereitetem Eigenblut, das direkt in die Gelenke gespritzt wird und bei vielen bis zu zwei Jahren anhält. Die Kosten von 800 bis 1000 € übernimmt allerdings die Krankenkasse nicht.

Beim Daumensattel- oder Wurzelgelenk bedient man sich gerne einer nicht sehr hinderlichen aber trotzdem gewöhnumngsbedürftigen sog. Daumen-Orthese, also einer gut angepassten und wasserunempfindlichen Kunststoff-Schiene.

Zusätzlich kann bei der entzündungsfreien Arthrose Wärme helfen, die den Stoffwechsel fördert und verkrampfte Muskeln löst, aber Vorsicht: bei akuten Entzündungsschüben sollte man betroffene Stellen kühlen, um die Entzündung zu mildern.

In der Homöopathie werden insbesondere angewendet: Acidum formicicum (Ameisensäure), Acidum sulfuricum (Schwefelsäure), Aranin (toxisches Gift der schwarzen Spinne = Araneae), Harpagophythum (Afrikanische Teufelskralle), Formica rufa (Präparat aus der roten Waldameise bzw. auch deren Ameisensäure), Aristolochia (Präparat aus der Pfeifenwinde) und dazu die Schüssler-Salze Nr. 1: Calcium Fluoratum (Calciumfluorid), Nr. 6: Kalium sulfuricum (schwefelsaures Kalium), Nr. 9: Natrium Phosphoricum (Natriumphosphat) und Nr. 12: Calcium sulfuricum (Calciumsulfat), wobei das Calcium (Nr. 1, Nr. 12) auf die Gelenke direkt einwirken, das Kalium (Nr. 6) und das Natrium (NR. 9) dagegen den Stoffwechsel anregen.

Im freien Handel (Drogerien), wird die Chrono-Depot-Technologie angeboten, eine Schichttablette mit den Wirkstoffen Glucosamin und Chondroitin (Bestandteile der Knorpelschicht), die – zur besseren Verwertung – zeitversetzt im Körper freigesetzt werden. Angeblich würde der Knorpel wieder regeneriert, aber Vorsicht: belegt oder bewiesen ist es nicht!

Und hier noch einige Hausmittel, mit denen nachweislich Erfolge erzielt und auch schon von einigen Schulmedizinern bestätigt wurden:
1. Extrakt der Teufelskralle (aus der Apotheke) oder Tee (täglich zwei Tassen) einnehmen bzw. trinken.
2. Enelbin-Kaolin-Tonerde (Apotheke) etwa zwei bis drei Millimeter dick auf die schmerzende Stellen auftragen.
3. Täglich bis zu 12 weiße Pfefferkörner unzerkaut mit viel Flüssigkeit einnehmen, bis die Symptome abklingen, danach reduzieren bis zum Absetzen. Kehren die Schmerzen wider, die Einnahme wiederholen. Erfolge damit sind mir bei etlichen Betroffenen bekannt.
4. Täglich eine Kapsel rein pflanzliches Vitamin E 500 einnehmen. Eine Professorin, Schulmedizinerin aus der Kinderheilkunde, die aber auch Naturheilmittel empfiehlt, hatte in einem Vortrag über Arthrose sogar zu einer Anfangsdosierung von dreimal vier Tabletten Vitamin E bis zu sechs Tagen geraten danach jeweils zweitägliche Reduzierung um jeweils 3 Tabletten und ab dem 13ten Tag dauerhaft eine Tablette. Auch hierzu sind mir Erfolge persönlich bekannt.
5. Schmerzende Stellen jeden Abend mit Propolis-Salbe (aus dem Bienenstock) einreiben.
6. Öl der ausgedrückten Orangenschale auf die schmerzenden Stellen auftragen.
7. Blutegel vom Arzt setzen lassen.
8. Nehmen Sie 10 g Aloe, 5 g Myrrhe, ein halbes Gramm Safran, 10 g Sennesblätter, 10 g Naturkampfer, 10 g Rhabarberwurzel, 10 g Zitterwurzel, 10 g Manna, 10 g Theriak venezian, 5 g Eberwurzel, 10 Angelikawurzel (alles aus der Apotheke). Die Kräuter in 40%igem Korn oder Wodka ansetzen, in eine durchsichtige Flasche füllen und 14 Tage stehen lassen. Danach in eine dunkle Flasche umfüllen und kühl aufbewahren. Die Tinktur als Umschlag bei Fingergelenksarthrose verwenden (ein Rezept des Deutschen Arthrose Forums).
9. Persönlich setze ich auf die Behandlung mit „Galvanischen Strom“ und eine zeitnahe, bewusste, konsequente und auf Arthrose ausgerichtete Ernährung. Allerdings bin ich derzeit von keinerlei Arthrose betroffen, kenne aber doch einige, bei denen diese Konstellation hervorragend gewirkt hat.
10. Des Weiteren sollen Senf-, Beinwell-, Weißkraut- und Heilerde-Wickel, Kastanien-oder Beinwell-Tinktur äußerlich als Einreibe helfen. Erfahrungswerte damit sind mir aber persönlich nicht bekannt.

Dazu passt das Sprichwort der Woche:
„Probieren geht über Studieren“, denn vieles bleibt nutzlos, wenn es einem zwar bekannt ist, aber nicht angewendet wird. Das Sprichwort ist synonym zur Teilbedeutung von „Erfahrung ist der beste Lehrmeister“.

Weitere Hausmittel werde ich nach und nach noch ggf. ergänzen, zumal ich mich oft aber unregelmäßig mit einigen Homöopathen und Heilpraktikern austausche.

Vielleicht haben ja einige Leser mit solchen und anderen Behandlungen oder Hausmitteln gute Erfahrungen gemacht und wären bereit, diese weiterzugeben – andere sind sicher dankbar dafür.

Kommentare (17)

BuddyB
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wirksame Hilfe durch OP BuddyB -
Meine Frau litt in den 90-ern unter einer Fingerarthrose im Sattelgelenk eines Daumens ... die Schmerzen beim geringsten Druck gegen den Daumen waren ihr unerträglich.

Ein Chirurg konnte ihr schnell und wirksam helfen!

Er entfernte bei einer ambulanten OP in seiner Praxis einen Knöchel zwischen Daumen und Handgelenk, durchbohrte das Ende des verbliebenen Daumenknochens und den benachbarten Knochen des Zeigefingers und verband diese beiden Knochen mit einer körpereigenen Sehne.

Diese OP war für meine Frau bei "örtlicher Betäubung" völlig schmerzfrei ... sie alberte während der OP sogar mit ihrem "Lieblingschirurgen" herum.

Die Kasse übernahm anstandslos die Behandlungskosten und das Wichtigste:

Meine Frau war bis zu ihrem Lebensende (10 Jahre später) wieder völlig schmerzfrei!

Die Narbe war unauffällig, ihr Daumen mit Einschränkungen endlich wieder "brauchbar".

Scheut als Betroffene also nicht vor einer OP zurück und lasst Euch ruhig mal diesbezüglich durch einen Spezialisten unter den Cirurgen beraten.
Dnanidref
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Danke für Deinen sehr ausführlichen Kommentar, liebe „anjeli“, Dnanidref -
in dem Du uns einige Beschwerdebilder aufzeigst und auch auf einige „Hausmittel“ eingehst!

Unterschwellig habe ich manchmal ein bisschen das Gefühl, dass sich doch einige ein wenig oberflächlich mit ihren Erkrankungen befassen – warum auch immer – und dann halt, fast auf „Teufel komm raus“, alles ausprobieren, wovon sie gehört oder gelesen haben, um Schmerzen zu lindern oder los zu werden. So lange hierbei keine schädlichen Nebenwirkungen entstehen, Beschwerdeerleichterungen erreicht werden und der Geldsäckel mitspielt, ist ja überhaupt nichts einzuwenden.

Doch Vorsicht! Die Beschwerden der einen sind die Gewinne der anderen durch dubiose Versprechen mit geschickten und gezielten Marketing. Allerdings viele angepriesene Mittelchen, Salben und selbst verschreibungspflichtige Medikamente (Placebos) halten nicht, was die Werbung verspricht und haben teilweise sogar schädliche Nebenwirkungen: Hauptsache, das Geschäft mit der Gesundheit blüht!

Das trifft nicht unbedingt auf die „Pferdesalbe“ zu, obwohl auch hier viel mengenfüllender „Schmu“ gemacht wird. So sollte man bei Erwerb und Nutzung darauf achten, dass in der „Pferdesalbe“ tatsächlich nur die ursprünglichen Inhaltsstoffe (Arnika, Rosmarin, Kampfer und Menthol) enthalten sind. Am sichersten ist der Erwerb der Originalsalbe (nach Apotheker Dr. Ulf Jacoby, entwickelt 1984) in der Apotheke. Die Anwendung dieser Rezeptur ist nach den Inhaltsstoffen ein bisschen widersprüchlich, da Arnika erwärmt und Menthol kühlende Wirkung hat und darum nicht bei jeder Gelenk-Beschwerde wirkt.

Sinnvoller ist es nach meiner Sichtweite und das gilt bei allen gesundheitlichen Beschwerden - und hier spezifisch bei der Fingerarthrose - systematisch vorzugehen:

1. Die Diagnose und ihre Ursächlichkeit sollten zunächst genauestens medizinisch abgeklärt werden und auch dem Patienten klar sein (ist es tatsächlich eine Arthrose oder eine andere, von den Symptomen her, ähnliche Erkrankung, ist es eine entzündliche Arthrose oder ist es eine Arthritis und in welcher fortgeschrittenen Phase ist meine Erkrankung).
2. Der Patient sollte sich genauestens informieren, wogegen eingesetzte Medikamente, Naturheilmittel und auch sog. „Hausmittel“ wirken und welche Nebenwirkungen sie haben oder haben können.
3. Bei einer Selbstbehandlung, sollte man zum einen nicht mehrere „Hausmittelchen“ oder Mittel aus der Naturheilkunde anwenden und zum anderen gleichzeitig mit verschriebenen Medikamenten nur in Absprache mit dem zuständigen Arzt. Wobei dann auch nicht gewährleistet ist, was bei meinen Beschwerden gewirkt hat (Medikament, Naturheilmittel, Hausmittel oder mehrere zusammen).

Anmerkung zum Namen „Pferdesalbe“: Die Pferdesalbe wurde seinerzeit tatsächlich für strapazierte und stark belastete Fußfesseln und Sehnen von Pferden, die zum Beispiel bei Springturnieren eingesetzt werden, entwickelt. Schon bald haben sie zunächst Sportler auch für ihre strapazierten Gelenke, mit teilweise gutem Erfolg - auch bei Muskelbeschwerden - angewendet. Da sie eigentlich keine Nebenwirkungen hat (außer durch das Arnika ggf. Reizungen in Wunden und Augen – also Hände gut abwaschen!), kann man sie durchaus bei manchen Beschwerden einsetzen.

„Vogelsand“ an sich ist wirkungslos. Bei einem solchen Wärmebad wirkt lediglich die Wärme, die durch den Vogelsand möglicherweise länger stabil oder erhalten bleibt, als z. B. in einem wärmenden Hand-Wasserbad. Doch Vorsicht: Bei Gelenkentzündung kann diese sich verschlimmern.

Nun habe ich doch wieder mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte – sorry und freundlichen Gruß an alle Leser
Ferdinand
anjeli
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Fedinand, ich kenne die Rhizarthrose auch als Daumensattelgelenksarthrose anjeli -
zusätzlich habe ich auch noch eine sogannte Arthrose im Daumenendgelenk, den sogenannten SMS-Daumen, obwohl ich keine SMS-Tippse bin...

dann habe ich auch noch Arthrose in den Fingerendgelenken und in den Mittelgelenken plus Rheumatoide Arthritis (RA)
oder Polyarthritis...

Bei mir fing es schon mit vierzig Jahren an... seit über zehn Jahren habe ich das Endgelenk des kleinen Fingers, des Mittelfingers und des Zeigefingers der rechten Hand steif...
an der linken Hand ist es der Mittelfinger sowie der kleinen Finger und ich denke mal der Zeigefinger ist auch bald steif...

Ich hatte jahrelang fürchterliche Schmerzen... jede Bewegung schmerzte... Zähne putzen... Brot, Pizza und Fleisch schneiden ging nicht... (keine Kraft in den Händen) jahrelang habe ich in Restaurants, nach dem ich mit Schweinerippchen gekämpft habe und ich dann mit den Händen gegessen habe, nur noch Fischgerichte bestellt...
u. s. w.

Ich hatte zweimal täglich Vogelsand in der Mikrowelle erwärmt und dann meine Hände darin "gebadet"... eine zeitlang hatte ich Rapssamen...
außerdem habe ich Paraffinbäder bekommen im Rahmen der Ergotherapie...
dort musste ich auch mit Knete formen...
Gymnastik ist auch gut... den Koffergriff, den kann man überall machen...

Mir hilft auch Pferdesalbe...

Ich habe gravierende Einschränkungen, aber längst nicht mehr diese Schmerzen, die ich mal hatte...

Ich denke, irgendwann beruhigen sich die Gelenke...

Auch habe ich mein Leben so organisiert, dass ich gut mit den Einschränkungen leben kann

Ich nehme keinerlei Schmerzmittel und auch seit drei Jahren keine speziellen Rheumamedikamente mehr...

Eine ältere Dame hat mir vor 15 Jahren gesagt, dass die Schmerzen im Alter nachlassen würden... vielleicht ist das bei mir der Fall...
oder meine Ernährungsumstellung vor 10 Jahren wirkt oder ich habe mich mit den Schmerzen arrangiert...

Grüßle anjeli
Dnanidref
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Auch Dir, liebe Annemarie, danke ich herzlich für den Kommentar! Dnanidref -
Medizinisch spricht man von einer Rhizarthrose, wenn mehrere Finger betroffen sind. Das könnte bei Dir durchaus auch der Fall sein, wenn der Arzt das so diagnostiziert hat und lediglich das Daumensattelgelenk bereitet Dir bisher Beschwerden. So könnten durchaus im fortschreitenden Stadium auch Schmerzen in den anderen betroffenen Gelenken hinzukommen, wenn man sie nicht frühzeitig behandelt.

Vielleicht solltest Du mit dem Arzt des Vertrauens erst mal abklären, ob den tatsächlich auch andere Gelenke von Arthrose betroffen sind. Hierbei wäre es sicher auch sinnvoll, den Arzt zu Deiner Daumensattel-Arthrose auf eine Daumen-Orthese – wie im Beitrag beschrieben - anzusprechen.

Auch Dir wünsche ich erfolgreiche Besserung und herzlichen Gruß
Ferdinand
Dnanidref
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Liebe Carola, Dnanidref -
auch Dir danke ich herzlich für Deinen Kommentar und Deine leider negativen Aussagen. Warum diese Therapie bei Dir nicht angeschlagen hat, kannst Du Dir sicher etwas besser nach meinen Aussagen im Kommentar an „Peter“ vorstellen.

Wie Du ja bereits in Deinem Vorkommentar beschrieben hast, sind Deine Fingergelenke zum Teil bereits deformiert, was eher darauf hindeutet, dass Deine Schmerzen dem fortgeschrittenen Verschleiß zuzuschreiben sind und darum die Therapie vermutlich nicht angeschlagen hat. Doch auch hierbei gibt es aus medizinischer Sicht noch einige Möglichkeiten, die Schmerzen dauerhaft zu lindern oder eine Schmerzfreiheit zu erreichen, die in meinen Arthrose-Beiträgen ansatzweise von mir beschrieben wurden und Dir auch der Arzt des Vertrauens benennen kann.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, auch über die Eigenversuche z.B. mit sog. „Hausmitteln“, den Arzt des Vertrauens in Kenntnis zu setzen, spätestens, wenn er eine erneute Therapie beginnen will, damit eine Wirkung nicht aufgehoben oder verstärkt wird.

Erfolgreiche Besserung und herzlichen Gruß
Ferdinand
Dnanidref
Mitglied
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Danke lieber Peter für Deinen netten Kommentar Dnanidref -
und den Verweis auf die Röntgenreizbestrahlung, medizinisch auch die sog. Orthovolt-Therapie, die bei Dir angeschlagen hat. Zum besseren Verständnis: Normalerweise wird diese Therapie bei einer Entzündung von Gelenken eingesetzt, also bei Arthritis oder einer med. aktivierten Arthrose, also einer entzündlichen Arthrose und sorgt lediglich für einen vergleichsweise schnellen Rückgang der Entzündung, kann aber keine Gelenkschäden reparieren – nicht das hier falsche Hoffnungen entstehen. Wenn eine solche vorgenannte Entzündung möglicherweise schon chronisch ist, so kann man mit solch einer Therapie durchaus gute Erfolge erzielen. Man spricht von einer Erfolgsquote von 60 – 70 Prozent. Die Orthovolt-Therapie ist eine niedrigdosierte Strahlentherapie, die deshalb im Gegensatz zur Krebsbestrahlung keine Gewebezerstörung hervorruft und sollte normalerweise nur 20 Sekunden dauern.

Entstehen allerdings die Schmerzen durch den Verschleiß und nicht durch eine Entzündung, so ist diese Therapie nicht angesagt! Deshalb ist - auch bei Arthrose - eine genau Diagnose wichtig, eben um die richtige Therapie anzuwenden.

Dir von Herzen eine dauerhaft anhaltende Schmerzbefreiung wünschend,
grüße ich herzlich
Ferdinand
comeback
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Danke Ferdinand! comeback -
Danke Ferdinand für deinen Bericht, der mein Interesse sehr geweckt hat, da ich unter einer Rizarthrose im linken Daumensattelgelenk leide und da dies nur durch eine OP, wenn es nicht mehr anders geht, möglich ist dies zu mindern, laut Ärzte.
Von einer Op will ich schon gar nichts hören, es ist auch noch nicht so schmerzvoll, will nun etwas ausprobieren von deinen Rezepten.
Ich lass dann wieder was lesen, wie und was geholfen hat.
Die Auswahl ist groß, man kann sich einiges aussuchen und dafür sage ich dir nochmals danke!

Liebe Grüße
Annemarie
HeCaro
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@ Peter HeCaro -
Die Stahleintherapie habe ich auch gemacht. Es
waren 12 Bestrahlungen an aufeinander folgenden
Tagen 3x mit jeweils 3 Monaten Pause dazwischen.
Leider ohne Erfolg. Ich freue mich aber dass Du
damit eine Besserung erzielen konntest.
LG Carola
peter07
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Heberdenarthrose mit Röntgenreizbestrahlung schmerzfrei peter07 -
Lieber Ferdinand,
danke für den informativen Beitrag.
Bei mir wurde vor einigen Jahren Heberdenarthrose (in den oberen Gelenken) von Zeigefinger und Mittelfinger beider Hände diagnostiziert. Die verordnete Röntgenreizbestrahlung, 30 Sekunden pro Sitzung, führten dazu, dass ich bis heute schmerzfrei bin. Die Kosten dafür übernahm die Krankenkasse.
Allerdings fuhr ich zu jeder Behandlung von 30 Sekunden Dauer 30 Minuten 30 km nach Reutlingen und wieder zurück.
Das tat ich gerne, weil es mir geholfen hat.
Gruß Peter
Dnanidref
Mitglied
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Liebe Uschi, danke für Deinen Kommentar und die Ergänzung! Dnanidref -
Für die eigene Gesundheit und Schmerzentlastung sollte man nichts als zu aufwendig abtun. Aber das ist wohl ein Manko vieler - lieber wird gejammert und Schmerz, körperliche Einschränkungen und ein Unwohlbefinden in Kauf genommen. Warum eigentlich? ...

Aber Vorsicht: Irgendwann drückt das auf die Psyche! Anfänglich mit Unzufriedenheit, zunehmend mit Gereiztheit und in Folge mit depressiven Phasen.

Ärztlich abklären lassen sollte man jedenfalls immer, ob es sich tatsächlich um Arthrose handelt oder ob eine andere ernsthafte Krankheit dahintersteckt – am sichersten wohl durch Röntgen.

Lieben Gruß
Ferdinand

P.S.: Familiär-Rechtliche Angelegenheiten gehören im Eigentlichen zur Privat-Sphäre. Die würde ich niemals öffentlich schreiben, denn dies ist ein schmaler Grat und macht u.a. ggf. schadenfroh oder auch angreifbar.
nnamttor44
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Lieber Ferdinand! nnamttor44 -
Ich resigniere ich, ich trotze! So lange es irgend geht, mache ich dennoch die Dinge, die ich will. Heute habe ich im warmen Wasser des Hallenbades endlich einige Bahnen mehr schwimmen können, als noch vor einem Jahr. Auch das ist eine Therapie, die ich wegen Herzschwäche durch einen Geburtsfehler, lange nicht mehr ausüben konnte. Aber es geht wieder und das ist das Ziel!!

Jammern ist eher nicht angesagt, das hilft sowieso nicht, könnte höchstens deprimieren. Aber von Zeit zu Zeit per Doc-Besuch frustriert zu werden, davon bleibt man nicht verschont. Momentan fordert die Anwältin meiner Gegenseite ein Gesundheitszeugnis, weil mein Ex mir das Trennungsgeld schmälern will. Da muss ich wohl oder übel mit allem aufwarten.

Die Pfefferkörnertherapie ist mir einfach zu aufwendig: ich müsste nicht nur meine Hände, sondern die ganze WS und die Hüftgelenke, die Füße berücksichtigen. Dazu fehlt mir bei der Maxbetreuung einfach die Zeit und die Geduld.

LG Uschi
nnamttor44
Mitglied
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Lieber Ferdinand! nnamttor44 -
Ich resigniere ich, ich trotze! So lange es irgend geht, mache ich dennoch die Dinge, die ich will. Heute habe ich im warmen Wasser des Hallenbades endlich einige Bahnen mehr schwimmen können, als noch vor einem Jahr. Auch das ist eine Therapie, die ich wegen Herzschwäche durch einen Geburtsfehler, lange nicht mehr ausüben konnte. Aber es geht wieder und das ist das Ziel!!

Die Pfefferkörnertherapie ist mir einfach zu aufwendig: ich müsste nicht nur meine Hände, sondern die ganze WS und die Hüftgelenke, die Füße berücksichtigen. Dazu fehlt mir bei der Maxbetreuung einfach die Zeit und die Geduld.

LG Uschi
Dnanidref
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Danke liebe Carola für Deinen aussagenden Kommentar! Dnanidref -
Sollte die Pfefferkörner-Therapie nicht den gewünschten Erfolg - der mitunter einige Zeit brauch - bringen, würde ich persönlich meinen Daumen vorübergehend in der Beweglichkeit etwas - durch eine Daumen-Orthese (leichte u. wasserfeste Kunststoffschiene) - zur Ruhe kommen lassen, bis die Schmerzen abklingen.
Möglicherweise hast Du auch eine versteckte Entzündung (ohne Hautrötung oder Schwellung) im Daumen-Grundgelenk. Aussagen ohne Röntgenaufnahmen sind eher schwierig.

So wünsche ich Dir erst mal gewünschte Erfolge mit der Pfeffer-Therapie! Alle Achtung, Du versuchst wenigstens was, während viele es einfach so vor sich herschieben und lieber jammern!

Herzlichen Gruß
Ferdinand
HeCaro
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Danke Ferdinand HeCaro -
für diesen wirklich informativen Beitrag.
Bei mir sind an den acht Fingern, die vorderen
Glieder alle stark deformiert und von den
mittleren Gliedern, drei.

In den Grundgelenken des rechten Daumens habe
ich größere Schmerzen als in den Fingern, obwohl
die Daumen optisch nicht verändert sind.

Nun habe ich heute mit der Pfefferkörner Therapie
begonnen. Halte mir die Daumen, dass sie wirkt.

Liebe Grüße, Carola
Dnanidref
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Danke liebe Uschi für Deinen ausführlichen Kommentar, Dnanidref -
bei dem ich fast ein wenig Resignation herausgelesen habe, die auf keinen Fall zu empfehlen wäre!

Ich habe mir abgewöhnt, mich mit den Prognosen der Ärzte abzufinden und nutze alle Möglichkeiten und Mittel, gesundheitliche Beschwerden und körperliche Einschränkungen abzustellen, zu mindestens aber zu verbessern.

Lt. Prophezeiung aller behandelnden Ärzten und Fachärzten zu meinen schweren Unfallverletzungen, müsste ich bis an mein Lebensende Rolli-Fahrer sein mit Arthrose in beiden Füßen und ganz nebenbei zu hohem Cholesterin, zu hohem Blutdruck und Diabetes Typ II behaftet. Nichts davon ist dauerhaft geblieben, denn ich habe mich immer dagegen gestemmt! – Damit habe ich u.v.a. auch die Freuden am Tanzen und Wandern wiedererlangt, was mir sehr viel bedeutet, und hoffe, sie dauerhaft zu erhalten.

Welch ein wunderbares Glücksgefühl, als ich gestern wieder mal durch meine geliebten Wälder stromerte und nach der langen regenarmen Zeit den ersten Steinpilz und die erste Rotkappe in diesem Jahr in meinen Händen hielt. - Welch erhabenes Gefühl, wieder auf einem Berggipfel zu stehen und Gottes wunderbare Welt tief in sich aufzunehmen!

Sowas wäre nicht möglich, wenn ich mich in mein, durch Ärzte prognostizierte Schicksal ergeben hätte. Viele wiedergewonnene Lebensfreude, die ich teilweise auch mit erheblichen und manchmal sehr schmerzhaften Anstrengungen wiedererlangt habe wäre mir entgangen.

So kann ich nur jeden ermuntern, alles erdenklich Mögliche zu versuchen, verlorengegangene Lebensfreuden wiederzugewinnen, es wird Sie mit Stolz, Genugtuung und Zufriedenheit erfüllen - einzig dafür schreibe und blogge ich meine Gesundheitsbeiträge, als eigene Sichtweiten, in ST,

meint freundlich grüßend
Ferdinand
nnamttor44
Mitglied
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Es nnamttor44 -
hat mir überhaupt nix genutzt, dass mir dreimal ein Orthopäde die Diagnose Fingerpolyarthrose sowie Heberdensche Knötchen oder Rhitzarthrose des linken Daumensattelgelenkes, was sich jetzt auch am rechten Daumensattelgelenk beginnt zu zeigen, gaben. Da könne man nix machen, damit müsse ich leben!!

Da obendrein meine Wirbelsäule mit Osteochondrose beglückt wird, muss ich mich hüten, Mittel einzunehmen, die diese verstärken würden, obwohl es der Gelenkschmiere in den schmerzenden Gelenken nutzen könnte. Ibuprofen oder Diclofonac oder Ähnliches macht meinen Magen kaputt ...

Ich denke, es spielte eine Rolle, dass ich ab meinem 6. Lebensjahr jeden Tag eine Stunde Klavier üben musste, mit 14 Schreibmaschinenschnellschreiben trainierte und nach der Schule in den Büroberuf mit viel Schreibmaschinen, später PC-Schreiberei ging. Als junger Mensch ahnt man doch nicht, dass man sich damit auch vielleicht eine Fingerpolyarthrose einhandelt.

Also tapfer durchs Leben, irgendwann lassen Schmerzen auch wieder nach - oder kommen nach langer Pause verstärkt zurück. Vielleicht treffe ich ja mal einen Doc, der die Sache ernster nimmt und nicht nur an seine "Patte" denkt ... Schließlich wurde meine Großmutter mütterlicherseits damit 88 Jahre. Da hab ich noch so manches Jährchen, wo ich meine Knochen genießen kann.

Uschi
Dnanidref
Mitglied
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Wegen der zahlreichen Anfragen, Dnanidref -
spezifisch zur Fingergelenkarthrose, was von erhöhtem Interesse aber wohl auch einem häufigen Beschwerdenbild zeugt, hier nun - in Schnelle - der angekündigte kleine und hoffentlich auch hilfreiche Beitrag dazu.

Ferdinand