Die Natur als Quelle der Inspiration


Die Natur als Quelle der Inspiration

Die Inspiration eines kreativ denkenden Menschen ist nicht an jedem Tag gleich. Warum ist das so? Ich denke, weil auch wir Menschen - ein jeder einzelne von uns auf seine ganz spezielle Art und Weise - den Gesetzen der Natur unterworfen sind. Die Bilder, die sich in der Natur wiederspiegeln, verwandeln sich tagtäglich aufs Neue. Gerade jetzt, im Monat Mai, kann man das besonders intensiv miterleben, denn wir können dem Gedeihen der Blumen von der Entstehung bis hin zur Entfaltung förmlich hautnah zusehen. So ist es uns bei bewusstem Hinschauen z.B. möglich - wie mit einem Zeitraffer - die einzelnen Entwicklungsphasen einer Pfingstrose vom Werden der Blätter über die Knospenbildung bis hin zur strahlenden Blüte zu beobachten. Dieses verblüffende Wachstum regt uns immer wieder zum Staunen an. Wir bewundern dann die göttlichen Zusammenhänge, diese unglaubliche Ordnung, die dahintersteckt. Es ist unumstritten, dass wir uns um Vieles bemühen können, aber diese Strukturen sind nun einmal zweifelsfrei nicht unserem Einfluss unterworfen, denn sie obliegen einzig und allein Gottes Führung. Und da er es ist, der die Gewalt über Himmel und Erde hat, ist auch er es, der den Regen schenkt, um diese Pflanzen zu ernähren. Unsere Aufgabe ist es, die natürliche Atmosphäre der Luft nicht zu beschädigen, so dass uns auch weiterhin die wechselnden Jahreszeiten, sowie Sonnenschein, Regengüsse, Wind und Schnee möglichst ausgewogen erhalten bleiben können. Wir müssen - bei allem Fortschritt - unsere Erde mit all ihrer Schönheit so gut wie möglich vor negativen Einflüssen schützen. Ich frage mich: Wo sind die Maikäfer geblieben, die es früher so zahlreich gab? Warum sterben die Bienen und Hummeln aus ..? Es ist in heutiger Zeit bei all dem Fortschritt schwierig geworden, die Balance - das von der Natur bestimmte Gleichgewicht - zu erhalten. Aber wir dürfen niemals aufhören, uns verantwortungsbewusst darum zu bemühen. Denn genauso, wie der Mensch immer ein Mensch aus Körper, Geist und Seele bleiben wird, so ist es auch um die Zusammenhänge in der Natur bestellt. Wenn wir sie zerstören, ruinieren wir auch ein Stück weit uns selbst. Dann nützen wir uns nicht, sondern fügen uns - bewusst oder unbewusst - Schaden zu. Wir brauchen die Natur so dringend, um uns an ihr erfreuen zu können. Der Anblick der Wiesen, Bäume und Blumen ermuntert unser strapaziertes Gemüt und stärkt somit auch unser Immunsystem. Denn, wenn wir dieses Erblühte sehen, blüht auch unser Inneres wieder auf. So kann auch jeder Spaziergang " im Wald und auf der Heide," oder auch die Arbeit im eigenen Garten zu einem Gottesgeschenk - einer Gotteserfahrung - werden. Unsere Augen wurden uns geschenkt, um die Pracht der Natur zu sehen. Und unsere Ohren, um dem Gesang der Vögel zu lauschen und Musik tief in unser Inneres aufzunehmen. Das ist Balsam für die Seele, Erquickung, die wir so dringend benötigen, die so leicht erhältlich ist, und die wir immer wieder dankbar annehmen dürfen und sollen. Sind die "Eisheiligen" (vom 11. bis 15. Mai) - Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifazius und Sophia ( im Volksmund genannt "die kalte Sophie"), erst einmal vorüber - dann kann die Kraft der Sonnenstrahlen sich wieder durchsetzen und erquickend  in unsere gequälten Herzen dringen. Denn so, wie in der Natur der Frühling den Winter ablöst, ist es bei uns Menschen die Freude - mag sie auch noch so kurz andauern - die das Unerfreuliche und Bedrückende abzulösen weiß. An dieser Freude können wir uns laben und neue Kraft schöpfen.

Wolke


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Kommentare (1)

Manfred36


Ja , die Natur lebt, liebe Gisela, und sie nimmt uns einmal mehr, einmal weniger mit. Unsere Stimmungslage hängt von vielen Zufällen ab. Aber auch das finde ich gut für die Konvergenz unseres Denkens beim Hinsehen. Aber Hinsehen-Wollen sollen wir immer. Jemand, der die Natur nicht kennt, betreibt auch keinen Umweltschutz. Und keinen „emotionalen Selbstschutz“.

Unser Auge ist unser Schlüsselorgan. Du wirst mir das bestimmt glauben.

Beste Wünsche von Manfred
 


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