von kräuterlichen leidenschaften berichtet eine diskussion im Seniorentreff im Februar 2004; die es m.e. wert ist, erinnert zu werden:

...

"ich gestehe...

in der jagd auf die geheimnisse faszinierender varianten der wechselnden rollenspiele von an- und aufregenden gewürzkompositionen lust und leidenschaft zu suchen.

den quintessenzen verschiedener düfte, die der dampf ausgezogen hat und die flüchtigen öle zu finden im geschmack, der von den verschiedenen regionen in meinem mund unterschieden wird ... die hitze zu spüren und der schärfe nicht zu weichen; zarte und milde sternanisnoten zu entdecken aber auch den bitteren lakritzartigen untertönen das rechte gewicht verleihen...die stacheln des tiefschwarzen und samtenen samen des Schwarzkümmels zu ertasten und schon den süssen geschmack zu ahnen und die gedanken zu senden an die kleinen und steifen grauschwarzen
"Langer Pfeffer" der den haselkätzchen gleicht und eine ähnliche süsse verspricht wie der Schwarzkümmel...

dann bin ich angekommen...

im reich der fantasie und tauche ein in die welt von west und ost, von der Dioscorides im ältesten Kräuterbuch "De Materia Medica" im ersten jahrhundert n.Chr. schon berichtet. besonders aber sind es die gewürze des neuen islamischen reich Mohammeds, die bereits eine hohe kultur entwickelten zu einer zeit, als in Westeuropa das mittelalter herrschte.

"Der Hof der Kalifen in Bagdad war nicht nur berühmt für Wissenschaft und Medizin, Kunst und Dichtung, sondern auch für seine luxuriösen Bankette." (Jil Mormann)
die französische hausfrau konnte ende des 14. jhdt erst gewürzte saucen kaufen, wie aus dem "Ménager de Paris 1393" hervorgeht.

mich vom gaumen leiten zu lassen, ein wahrhaftig lustvolles abenteuer.



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Kommentare (1)

worldy Danke

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