Dusse uf em Hof vom Friede


A de Gräber
stönd d'Lüt
sueched d’Nöchi
zu ehrne Verstorbene.

A de Gräber
zünded d'Lüt
Cherze ah.

A de Gräber
git's Zwiegspröch
ond Erinnerige
a früehneri Zite.

A de Gräber
spühred d'Lüt
d' Wärmi
us de Vergangeheit.

Dusse uf em Hof
vom Friede.

1997
[b][/b] Ein Tor zum ehemaligen Kloster Gnadenthal.(Ernest)

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Kommentare (10)

Ernest Vielen Dank für deinen Kommentar. Anlass zum schlichten Gedicht waren meine Eltern, die ich jedes Jahr am Grab besuchte. In der Stille meiner Gedanken tauschte ich jeweils manche Erinnerungen mit ihnen aus.
Einen lieben Gruss zu Dir. Ernst
ehemaliges Mitglied Deine Worte "Dusse uf em Hof vom Friede" berührten mich sehr. Zumal ich gar keine Beziehung zu Gräbern aufbauen kann. Ja, vielleicht sollte man seinen Focus vom Ende auf das was übrig bleibt - ein Grab - wenn das "Glück" es so will, richten. Vielen hilft es beim Trauern um einen geliebten Menschen, indem sie frische Blumen bringen, Lichter leuchten lassen, eine durch den Tod abgerissene Verbindung herzustellen. Ein schöner, sinnvoller Brauch, der überall auf der Welt jeweils in anderer Form zelebriert wird.
Du hast sehr einfühlsame, beschreibende Worte gefunden. Wie gemacht hierfür - Mundart!
Lieben Dank, Regina
Ernest es freut mich, dass auch Du mein Dialekt Gedicht verstehst. Ich versuchte, ein kurzes einfaches Gedicht über Allerheiligen zu schreiben, verbunden mit der Hoffnung, dass es passt. Zu jener Zeit besuchte ich jeweils meine Mama, meinen Vater und meine Schwester auf dem Friedhof und dies löste dann Gedanken zum Gedicht aus. Hab auch Dank für das Rosenblatt!
Einen lieben Gruss zu dir und ein schönes Wochenende. Ernst
ehemaliges Mitglied schön und wahrhaftig Dein kleines, liebes Gedicht.

Wort und Bild(Clematis)


danke und lieben Gruß
Ingeborg
Ernest vielen Dank für deinen Kommentar. Das Privileg der Jugend ist, sich frei zu fühlen. Ich glaube, wir brauchen neben Trauerorten auch die Anzahl Lebensjahre, um uns mit dem Werden und Gehen auseinander setzen zu können. Es freut mich, dass Du den Dialekt verstanden hast und ich glaube sogar, dass Du die Eigenart der Sprachfärbung mitbekommen hast. Wäre schön.
Hab Dank und einen lieben Gruss. Ernst
Ernest hab Dank für deine Aufmerksamkeit, die mich erfreut. Ich mag eben auch die Dialekte sehr und bin froh, dass mein Gefühl den Weg zu dir gefunden hat. Eine wundervolle alte Lampe zeigst Du uns - das ist doch kein Lämpli !!!
Hab eine gute und friedvolle Zeit. Ernst
Ernest vielen Dank für dein schönes und sinnliches Licht. Ich hab das Gedicht in Schweizerdeutsch geschrieben. Wenn ich es ins Schriftdeutsche übersetze, dann verliert es sein Timbre.
Nochmals Dank und alles Gute zu Dir. Ernst
Traute Sehr innig geschrieben. So nachdenklich ist es von Zeit zu Zeit unser Leben.
Je älter wir werden, um so mehr haben wir zu betrauern. Sie sind uns vorausgegangen auf dem Weg, den wir alle gehen.
Sehr schön geschrieben, wenn ich den Dialekt auch nicht spreche, verstand ich alles und empfand eine Würde, die Du dem Gedicht auf den Weg gegeben hast
mit freundlichen Grüßen,
Traute
Landliebe Nicht jeds Wort künnt i übersetze... aber. s G´fühl kam rüber.
Merci dir.
In dieser Zeit steht bei mir ein Lämpli im Fenster und i träum mich nüber zu meinen lieben Verstorbenen....
Ein wundervolles Gedicht.
Lieben Gruß Birgit
ehemaliges Mitglied ein wunderschönes Bild eines Gottesacker hast
Du eingestellt.
Nach mehrmaligem Lesen, habe ich auch Deine
schönen Worte verstehen können.
Wie oft hält man Zwiesprache am Grab geliebter
Menschen und dankt mit einer Kerze für die
schöne und immer unvergessene Zeit.

Ich sage einfach nur "Danke"

mit Gruß Monika


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