Ein bisschen war es auch meine ...


Ein bisschen war es auch meine ...
Ein bisschen war es auch meine Katze

Ich wollte schon als Kind immer einen Hund oder noch besser eine Katze ...
Zuerst durfte ich nicht weil wir in einer Mietwohnung lebten, dann nicht weil ich mich angeblich nicht drum kümmern würde, dann grundsätzlich nicht ... Und als ich älter wurde bekam ich auch noch Allergien, so dass ich auch als Erwachsener das Risiko nicht eingehen wollte so ein Tier dann vielleicht wieder fortgeben zu müssen wenns nicht klappt ...

 
Aber streicheln, im Freien, das geht ... solange ich es nicht übertreibe ... und so verwöhne ich eben die Katzen in unserer Nachbarschaft. Und die holen sich gern ihre Streicheleinheiten. Diese hier mag ich besonders. Sie hat eine eher reservierte Art, aber auch wenn ihr nicht nach Schmusen ist streicht sie mir oft mal kurz um die Beine wenn sie mich sieht, als wolle sie mal eben "hallo" sagen. Wenn ich viel zu tragen habe, keine Hand frei, läuft sie manchmal einfach so ein Stück mit ... aber manchmal bleibt sie auch sitzen sitzen, folgt mir nur mit den Blicken ... nix zu holen heute ... nur keinen Schritt zuviel machen ... ;-)
Als ich noch zur Arbeit ging, hat sie mich früh oft den Weg bis zu den Garagen begleitet, und neben der Garage gewartet bis ich weggefahren war ... und der Tag begann mit einem Lächeln ...
Seit mehr als 10 Jahren kenne ich sie nun. Und ein bisschen ... ist sie auch "meine" Katze geworden ...

 
Nachtrag ... "meine" Katze ist tot.

Ich hatte sie schon eine Weile vermisst ... auf Nachfragen erfuhr ich, dass sie sehr schwer krank geworden war, Heilung nicht möglich, und dass sie schließlich hatte eingeschläfert werden müssen ...
So ist die kleine Geschichte über "meine" Katze nun ein Nachruf geworden.

Sie fehlt mir ...

Anzeige

Kommentare (12)

Urseli

Danke, für diese rührende Geschichte,Weinen

sie sagt mir sehr viel über den Menschen, der sie schrieb.

Ganz herzlich grüßt Dich

UrseliLächeln

ahle-koelsche-jung

Ich bin zwar kein Katzen-Fan, kann aber deine Gefühle in so einer Situation nachvollziehen. 
Wenn man zu einem Haustier, egal welcher Art, eine gute Verbindung aufgebaut hat und das Tier ist dann auf einmal nicht mehr da, wird man leicht wehmütig und man vermisst es. 
So ist es mir mit unseren Haustieren jedenfalls immer ergangen. 
a-k-J

Humorus

Hallo Blues-Opa, das ist ja nun mal etwas ganz trauriges und ich kann Dich verstehen. Wir hatten selbst einen tollen Kater, unseren Chrly. Ganze 15 Jahre war er an unserer Seite und man konnte seine Liebe zu uns ganz arg spüren. Er ist jetzt auch im Katzenhimmel, aber immer noch in unserem Herzen. So ein Tier kann schon schnell mal wie ein leibliches Kind für einen werden.

Einen lieben Gruß Klaus

Christine62laechel

Ich kann deinen Schmerz sehr gut verstehen, Blues-Opa.
Ausser meiner "eigenen" Katze betreue ich noch drei Obdachlose Weibchen. Sie bekommen zwar nicht nur von mir das Essen, ich bin aber die einzige, die sie anspricht, streichelt, ihnen einfach Aufmerksamkeit schenkt. Sie laufen immer schnell, wenn ich komme - egal ob zu Fuß, oder mit dem Auto. Meine Automarke erkennen sie auch wenn es dunkel ist, nach der Motormelodie wahrscheinlich. Es gab hier auch eine vierte, und die musste auch neulich in den Katzenhimmel.
Deine Katze denkt gewiß an dich, egal wo sie jetzt verweilt. Sie vergessen nicht.

Mit Grüßen
Christine

Blues-Opa

@Alle:
Danke für euer Interesse und eure netten Worte ... freut mich sehr, dass euch meine kleine Geschichte gefallen hat!

Horst

iverson

Sie war ein bisschen deine,das andere bisschen war nicht möglich.Aber sie mochte Dich und Du mochtest sie.Ihr habt euch beide gutgetan.
Sie fehlt Dir und das bedeutet, sie war nicht nur ein bisschen in Deinen Herzen.
Deine Geschichte hat mich  berührt .Danke für das Lesen.
Einen Abendgruß von Iverson

Maultasche

Bin leider auf Katzen allergisch, was mich noch nie gehindert hat, sie zu streicheln und mit diversen Leckerlis zu verwöhnen. Kann es sehr gut nachvollziehen Deine Geschichte, ich hatte nen schwarzen Kater mit weissem Fleck auf der Nase......er sprang durchs Fenster und hielt seinen Mittagsschlaf auf meinem Schoß. Einens Tages kam er nicht mehr....der Nachbarshund hat ihn erwischt. 
die Mauli 

Muscari

Das erinnert mich sehr an die Zeit, als auch wir noch unsere Gina hatten, die wir sehr liebten, die jede Menge Streicheleinheiten bekam, aber nach 12 Jahren leider sehr krank wurde, sodass sie eingeschläfert werden musste.
Nicht nur unsere Söhne waren
nach diesem Verlust tagelang regelrecht krank .

Aber - jetzt kommt's:
Heute bin ich oft wütend über die vielen Nachbarskatzen, die schon so manchen meiner geliebten Vögel auf dem Gewissen haben.
Zwar weiß ich, dass das ein Naturgesetz ist, aber bei aller Katzenliebe der früheren Jahre, ist meine Beziehung zu ihnen leider getrübt.
Weinen
Aber ich danke Dir für den berührenden Nachruf auf Deine geliebte Katze, den ich gerne gelesen habe.
Andrea

Seija

Ich habe auch "ein bisschen Katze". Sie wohnt hier mit im Haus und wird leider bald mit ihrer Familie wegziehen. Wenn ich die Blumen gieße kommt sie schon angerannt und will gestreichelt werden. Sie mijaut, wenn ich es nicht sofort tue. Hab sie auch lieb gewonnen. Sie ist erst 1 Jahr alt. Ich kann Dich gut verstehen.......
LG Seija

 

Pan

Sehr lieb, dieser "kleine Nachruf"!
beweist es doch, dass auch heute noch Verbundenheit mit Tieren
als hohes Allgemeingut gefragt ist. 
In unserer schnelllebigen Zeit gar nicht mehr so häufig ...
lg,
Horst

Roxanna

Wir können es nicht ergründen, Blues-Opa, wie so eine "Liebe" entsteht, aber schön ist sie allemal und ich kann gut verstehen, dass du um sie trauerst und sie dir fehlt. Deine Geschichte berührt.

Herzlichen Gruß
Roxanna

Manfred36

Man kann in einer stillen inneren Verbundenheit mit Tieren leben und ihren Tod ein Wenig als eigenen Schicksalsschlag verspüren. Die genetische Verwandtschaft ist oft größer als wir denken.


Anzeige