Einmal Australien und zurueck !


Ich glaube, die neue Ueberschrift passt besser.

Wenn Engel reisen lacht der Himmel
Mit diesen Worten verabschiedete sich Oma Thea auf dem Frankfurter Flughafen von ihren Freunden.
Sie wollte ihre Tochter und ihre Enkel in Queensland besuchen. Der Maerz ist ein idealer Urlaubsmonat. Der Sommer ist vorueber und mit ihm auch die Regenzeit.

Vor 20 Jahren hatte sie zusammen mit ihrem Mann ihre Tochter mit Familie schon einmal besucht. Damals wohnten sie in Westernaustralia.

Bevor sie in den Flieger stieg rief sie noch einmal schnell ihre Tochter an und sagte:
“Silvia, gleich geht’s los, ich habe mein Gepaeck schon aufgegeben. Wie sieht’s bei dir aus?”
“Mama alles bestens. Deine Enkel haben sich fuer Dienstag Urlaub genommen und wir holen dich alle drei ab. Wir freuen uns riesig.”

Der Wetterbericht sagte fuer's Wochenende sonniges Wetter voraus. Aber er zeigte uns auch die Luftstroemungen vor der queenslaender Kueste bis weit auf’s Meer hinaus. Dort waren starke Turbulenzen.

Das Wochenende mit Sonnenschein fiel aus. Dafuer gab es Regen im Uebermass. Bereits am Sonntag regnete es in Stroemen. Die ersten Meldungen von Ueberflutungen der Strassen machten ihre Runde.

Silvia rief mich an und sagte, ich fahre schon am Montag bis zur Sunshinecoast um bei Bekannten zu uebernachten. Denn man weiss ja nicht, wie das Wetter sich weiter entwickelt.

Wenige Stunden spaeter kam die Hiobsbotschaft:
Der Noosa und Maroochy River an der Sunshinecoast ebenso wie der Mary River in unserem Bezirk haben den Highway ueberflutet. Somit war der einzige Weg zum Flughafen nach Bisbane nicht befahrbar.

Silvia rief mich entsetzt an und sagte: Mein Gott, stell dir vor, Mama sitzt jetzt im Flieger und freut sich, dass sie von uns am Flughafen abgeholt wird und niemand ist da. Weil sie kein Wort Englisch spricht, ist das Dilemma besonders gross.

Jetzt wurden in aller Eile saemtliche naehere und entfernte Bekannte angerufen.
Die Telefone liefen heiss und alle bemuehten sich so gut wie moeglich zu helfen. Die Freunde in der Ferne brachten es tatsaechlich fertig Oma rechtzeitig am Flughafen abzuholen. Bei ihnen kann sie nun bleiben, solange es noetig ist.

Eben noch rief Silvia mich an und sagte: “Alles gutgegangen. Mama ist bei unseren Bekannten. Nun muessen wir warten bis der Highway wieder befahrbar ist, damit ich sie abholen kann. Weisst du was sie als erstes gesagt hat. "Ach Silvia nun fliege ich so weit um dich zu sehen und du bist nicht da".

koala



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Kommentare (8)

koala Dein Englisch haette bestimmt gereicht um klarzukommen, wenn keine hilfsbereiten Menschen zum Abholen auf Dich gewartet haetten.
Zuerst haette man Dich aufgerufen, Dich am Schalter soundso zu melden. Sobald sie dort gemerkt haetten, dass Dein Englisch nicht perfekt ist, haetten sie Dir mit Wort und Tat zur Seite gestanden.
Auf den grossen Bahnhoefen gibt es die Bahnhofsmission. Ob es auf den Flughaefen aehnliches gibt? Ganz bestimmt.
Aber ich hoffe, dass Du es nie darauf ankommen lassen musst.
Ich wuensche Dir ein sonniges Wochenende.
Herzlich
Anita/Queensland
Komet ich kann mir schon die ganze Aufregung vorstellen.
Ich mit meinem schlechten Englisch müßt mich mit Händen und Füssen verständlich machen.
Zum Glück hatte Oma Thea hilfsbereite Menschen und ihre Reise
war sicher voller Erlebnisse.

Herzliche Grüße sendet Dir Ruth
koala Ja es stimmt, im dichtbesiedelten Deutschland kann man sich das garnicht vorstellen. Dort muss man weite Strecken fahren, um aus den dichtbesiedeltenen Gebieten herauszukommen. Hier muss man oft sehr lange fahren, bis man die naechste Ansiedlung erreicht.

Gestern hatte ich Oma Thea kennengelernt. Sie kam mit ihrer Tochter zum Morgentee.
Sie erzaehlte mir in ihrem hessischen Dialekt, dass es ja garnicht so schlimm gewesen sei. Bevor sie richtig bemerkte, dass ihre Tochter nicht dort war, hatten die Bekannten sie schon entdeckt.
Silvia und ihre Kinder werden spaeter sagen: Das war doch in dem Jahr als wir Oma wegen Ueberflutung des Highways nicht abholen konnten.
Und Oma Thea kann den deutschen Bekannten sagen, wenn die Medien mal wieder von unseren riesigen Ueberflutungen berichten, dass es garnicht so schlimm ist und die Leute gut damit umgehen koennen.
Es gruesst Dich herzlich
Anita
Maritt ja, was für eine Geschichte. Ich denke, wir (zumindest ich ) hier im dichtbesiedelten Deuschland können uns so etwas gar nicht vorstellen.

Ich glaube auch, das wird eine Story sein, die Silvia und ihre Mutter ewig nicht vergessen werden und über die zu berichtend bestimmt immer spannend sein wird.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass es auch weiterhin erlebnisreiche Tage sein werden.

Mit einem herzlichen Gruß von
Maritt

koala Ja,Du sagst es, wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzaehlen.
Und im Nachhinein wird das Unangenehme schnell vergessen
und das Erlebte wird zum kleinen Abenteuer.
Es gruesst Dich herzlich
Anita/Queensland
koala Oma Thea hatte nur einen Tag Zwischenaufenthalt bei den Bekannten. Der Regen ist vorueber und die Sonne scheint. Man konnte regelrecht zusehen, wie sich das Wasser zurueckzog. Alle wichtigen Strassen nach Brisbane sind wieder befahrbar und so konnte sie gestern abgeholt werden und endlich ihre Tochter und die Enkel in die Arme schliessen.
Es gruesst Dich herzlich
Anita
samti das ist ja wirklich Pech. Ich wünsche der Oma Thea, dass sie doch noch mit Sonne belohnt wird. Spätestens dann, wenn sie heil bei ihrer Familie angekommen ist. Aber schön von der Hilfsbereitschaft zu lesen.
Auch für dich hoffentlich bald wieder trockene Füße. Lieben Gruß zu dir. Helga
Traute wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen.
Und wenn er eine weite Reise macht ist er auch Heute vor Überraschungen nicht sicher.
Gut, dass es rund um die Welt hilfsbereite Menschen gibt,
dann kann noch alles gut werden.
Mit freundlichen Grüßen in die weite Ferne,
Traute
Traute 2(Traute)



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