Ich möchte diese Geschichte erzählen, um zu zeigen wie einfühlsam Kinder sind wenn sie noch ganz „unbeeinflusst“ sind., aber auch wie wenig es braucht um andere Mensche zum Lachen zu „verführen“.



Mein Enkel und ich fuhren wie schon letztes Jahr nach Winterthur an den Weihnachtsmarkt, und zwar nicht des Kaufen wegens - nein wir wollten die Lichter sehen und zusammen Essen gehen – selbstverständlich bei Mc Donald. Schon als wir hier in unserem Städtchen auf den Zug warteten fragte mich Maurin - „Nany“ warum ist der Mann dort traurig? Es war ein Schwarzer und ich erklärte ihm, dass der Mann vielleicht nur so wirke und gar nicht traurig sei. Dies liess er jedoch nicht gelten und auch im Zug betrachtete er die Mitreisenden genau und fand auch hier, dass der eine oder Andere traurig sei. Ich musst ihm Recht geben… viele Menschen wirkten traurig und in sich gekehrt.
An unserem Ziel angekommen, spielte eine Blasmusik Weihnachtslieder aus versch. Ländern und wir beide begannen uns im Takt der Musik zu bewegen… wer kann den stille stehen bei so schöner Musik! Oder wir sangen beim Lied „Stille Nacht“ mit… und siehe da… die eine oder andere Person begann ebenfalls sich zu bewegen oder mitzusingen…. Oder zumindest zog ein Lächeln über ihr Gesicht.
Da der Markt bald geschlossen wurde begann sich die Marktgasse zu leeren und Maurin machte sie gleich zu seiner „Spielwiese“, er wollte mit mir Fangen spielen. Zuerst zierte ich mich etwas - „was werden die Menschen wohl denken“? Doch die Lust mitzumachen war grösser und ich erinnerte mich an letztes Jahr, an die Freude die er dabei empfunden hat, und so machte ich mit. Sein herzhaftes „Gigele“ steckte auch mich an und wir genossen es auf dieser breiten Gasse Fangen spielen zu können, zwischen den wenigen Menschen durch zu schlüpfen um uns nicht fangen zu lassen., diese machten sogar mit und hatten ihr eigenes Vergnügen.
In mir stieg eine Freude auf… Freude an der „Spontanität“ und der „Unbeschwertheit“ und es war mir soooo egal was andere dachten. Als wir das Spiel beendeten sah ich in vielen Gesichtern ein Lächeln und Verstehen.
Im Zug schmiegte sich Maurin an mich, umarmte mich und meinte…. „Nany“ ich han Di ganz fest lieb – Du bisch mis liebste Nany“.

Kinder haben die Gabe, mit ihrer Offenheit – ihrer Unbeschwertheit, Menschen glücklich zu Machen - wir haben die Möglichkeit - es anzunehmen.

Ich wünsche allen Usern ein fröhliches Weihnachtsfest
Herzlichst, Therese












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Kommentare (14)

therese Guntram und Marlenchen, dass auch Euch die Geschichte Freude bereitet hat.


Ich habe meinem Enkel Maurin erzählt, dass ich unseren Weihnachtsmarkt Ausflug hier erzählt habe und Euch die Geschichte gefallen habe - ein strahlendes, glückliches Lächeln war der Dank... diesen Dank möchte ich gerne an Euch weiterleiten.

Herzlichst, Therese
marlenchen Liebe Therese,deine Geschichte hat mein Herz zum strahlen gebracht,warmherzig geschildert,wie stolz können wir doch auf unsere Enkel sein,für dich und deine lieben frohe Festtage,liebe Grüße von Marlenchen
guana Eine wunderschoene, warmherzige Geschichte, liebevoll geschildert.
Tut gut so etwas lesen zu duerfen.
Mit liebem Gruss
Guntram
therese für Deinen Kommentar. Leider kenne ich die Spiele nicht, vielleicht kannst Du sie mir ausführlich beschreiben, ich - wir werden sie ausprobieren und Dir dann das Resultat bekannt geben... )) Ich wäre Dir sehr dankbar.

Liebs Grüessli, Therese
therese Du hast meine Augen feucht werden lassen... soll ich Danke sagen dafür.... ja ich tue es..
Du bist hier die eine von 2 Personen die mich real kennengelernt haben und um so mehr gehen mir Deine Worte zu Herzen ---- Du weisst ja... "Nany weint auch wenn sie lacht"!
Es liebs Grüessli, Snupje
nina Ich kannte die nette Geschichte ja schon , sie hier nun noch mal zu lesen,
hat mich unheimlich gefreut!
Diese innere Freiheit , diese Unbeschwertheit, ein schönes Stück davon
hast Du Dir bewahrt.
Dein fröhliches Lachen und das von Maurin, ich kann es hören!
Und Maurin hat recht , Du bist eine superliebe Nany,
und ihr beiden habt Euch an diesem tag gegenseitig glücklich gemacht.
So ist es gut und schön und ich freue mich mit!
Speedi
wichtel liebe Therese,so unbeschwert zu sein, bedeutet Leben spüren. Da hätten wir alle gerne mitgemacht.
Wir haben immer viel Spaß daran wie ein Storch im Salat zu laufen, oder sicher kennst Du auch "ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm, vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran"? Manchmal denkt man zuviel darüber nach was die Leute wohl denken.
Und dann merkt man sie freuen sich mit, über so viel Fröhlichkeit.

Liebe Grüße Carola
therese es freut mich riesig das die Geschichte gefallen findet und somit auch Euch ein Lächeln schenkt.
So hat die Frage und die Natürlichkeit eines 4 jährigen Jungen seine Kreise bis in den St. gezogen und auch hier noch seine Wirkung gezeigt.
Herzlichen Dank für Eure Kommentare.
Liebs Grüessli,
Therese
harfe Du hast wunderschön beschrieben, wovon wir mehr Gebrauch machen sollten. Nämlich die von Herzen kommende Freude offen ausdrücken. Dass dies dein Enkel Maurin für euch beide zuwege gebracht hat, zeigt uns wie unbeschwert wir selbst einmal in das Leben eintauchten. Mit dem Erwachsenwerden aber die Leichtigkeit des Seins wieder verloren haben.
Hinzu kommt, dein Enkel Maurin ist ein gescheites Kind. Seine Aufmerksamkeit ist bewundernswert und die Neugierde ein Hinweis auf seine Intelligenz. Zurecht fragt er, warum sind so viele Menschen traurig, gerade in einer Zeit, die ja eher von der Freude auf eine glückselige Zukunft hin geprägt sein sollte? Wir sollten von ihm lernen!
Eine frohe und besinnliche Weihnacht wünsche ich dir von Herzen „NanY“ und deiner Familie - Horst
Drachenmutter nun hast Du mit Deiner schönen Geschichte auch mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Dafür möchte ich Dir von Herzen danken.

Liebe Grüße,
woelfin
immergruen könnten wir nicht lernen, unbeschwert und spontan zu bleiben.
Das Leben hat uns manchmal hart gemacht und deshalb haben wir das lächeln verlernt.
Im Umgang mit Kindern ist das zu reparieren.
Du kannst glücklich sein, liebe Therese, eine so liebe Nany zu sein.
Herzlichst immergruen
Deine erlebte Geschichte ist rührend und bezaubernd zu lesen. Genauso stelle ich mir Dich vor: spontan und fröhlich. Du bist jung geblieben und Dein drolliger Enkel hat Dir in seiner kindlichen,unbekümmerten Art gezeigt, wie er die Menschen sieht, Traurigkeit in Gesichtern erkennt. Dieses Erlebnis läßt Dich vielleicht so manches Mal genauer hinschauen.

So vieles geht im Alltagsstreß unter. Kinder zeigen uns die wahren Werte des Lebens.

Ich danke Dir für´s Lesen!

Mit liebem Gruß
Sigrun
meli das ist es, was Kinder uns lehren können - Unbeschwertheit, Fröhlichkeit, sich nicht darum kümmern, was "die Leute" denken - denn mit solchen Spielen verletzt man niemanden. Das ist eine wunderschöne Geschichte - Danke, dass ich lesen durfe.
Britt auch sehr anrührend ist deine Weihnachtsgeschichte. Wie schön, dass ich diese Gefühle der Unbeschwertheit deines Enkels vor mir sehen konnte, auch dein Mitspielen in der Marktgasse und die aufkommende Freude rundherum - ganz wunderschön. Mit bestem Gruß, Britt

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