I.'Faust' vor Goethe

1.Der historische Faust

Um 1480 erblickte Faust in Knittlingen (zwischen Maulbronn und Bretten) das Lebenslicht. Er starb um 1540 in Staufen, in der Nähe von Breisgau.

Knittlingen und Dr. Johannes Faust

Beschrieben wurde er als Abenteurer, Schwarzkünstler oder Hexenmeister. Es war die ziemlich turbulente Ära der grossen Entdeckungen (zur Christianisierung und Ausbeutung !). Es war die Zeit des Humanismus und der Renaissance (die Zeit der Befreiung der menschlichen Persönlichkeit). Es war auch die Zeit der grossen Kirchenspaltung. Kurz, es war eine Zeit mit glänzenden Namen, aber auch eine Zeit grosses Kummers.

Er verdiente sein Brot mit dem Stellen von Horoskopen (vermutlich verdiente er damit eine ganze Menge), Wahrsagerei, Alchemie und Magie. Und dazu war er auch noch Arzt. Er machte sich einen Namen als 'Paracelsus', aber im Gegensatz zu diesem Letzten war er ein Betrüger.

Damals haben viele sich als Zauberer ausgegeben, und sie versprachen dabei Unmögliches, wie einen Sommergarten voller Obst mitten im Winter. Faust war nur einer unter den vielen, aber er war der einzige, der schon während seines berüchtigten Lebens berühmt war. Zudem wurde sein Name nach seinem Tode zum Fliegenfanger vieler erzählten Geschichten. Viele unglaubliche und teuflische Geschichten, schon lange im Schwange, wurden mit seinem Namen verbunden.

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