Federschnee



Daunenfederleichter Flug kleiner Flocken,
getrieben vom Wind.
Wirbelnd und fallend, taumelnd und schwebend.
Dünnes Tuch auf gelben Blüten.
Die Faule schüttelt die Betten ohne Lust,
verlacht den Winter,
der müde und kraftlos im Norden hockt
und wartet, bis seine Zeit vorüber ist.
Sonnenfinger klopfen an die Scheibe.
Ich lasse sie ein.

AW2018


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Kommentare (4)

immergruen

Danke, liebe lillii!

Das ist eben so. Ich habe es auch gereimt versucht, aber da war eben "nur" gereimt". Mir hat dabei  die Seele gefehlt. So steht alles im Wort, was ich in diesem Moment fühlen konnte.
Du verstehst mich, das weiß ich.
Liebe Grüße
das immergruen

lillii

Liebe Anne,

Du hast Dich von den taumelnden, federleichten Flocken inspirieren lassen,
es muss nicht alles gereimt sein, Deine Verse sind wunderschön und das Bild passt dazu,
es ist ebenso zart in den Farben wie Deine Worte im Gedicht.

liebe Grüße von Luzie

immergruen

Liebe Roxanna, dankeschön!

Es war der heutige Morgen, der mich beeindruckt hat. ich fand spontan  für die Situation keine Reime, die auszudrücken in der Lage waren, was mir durch den Kopf ging.
Herzliche Grüße vom
immergruen

Roxanna

Dieses Gedicht, liebes immergruen, finde ich einfach zauberthaft. Mit wenigen Worten hast du ein Bild entstehen lassen und beschreibst, in welchem Zustand die Natur gerade ist - nicht mehr richtig Winter, aber auch noch nicht wirklich Frühling, aber er klopft schon mal an und wird von vielen ersehnt.

Herzlichen Gruß
Roxanna


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