Frühherbst

Der Frühherbst neckt
mit ersten gelben Blättern.
Doch tief erschreckt
les´ ich die gold´nen Lettern:
Der Sommer geht,
und auch dein Jahr verweht.

Der Abschied naht.
Doch noch blüht Sommers Fülle.
Vertrau´ der Saat,
der Ruhezeit und Stille.
Es kehrt zurück
auch deines Sommers Glück!

Ich atme durch,
vertrau´ dem ew´gen Weben.
Es schweigt die Furcht.
Mich trägt doch dieses Leben!
Es trägt und treibt
stets neu. – Das Wunder bleibt.


10.9.14
Rosmarie Schmitt















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Kommentare (18)

samti eigentlich muss ich gestehen: ich finde diese Diskussion über das reimunwillige Wort sehr positiv, weil es überhaupt stattfindet.
Zu deinem Gedicht:
Ich freu mich darüber und es stört mich kein Wort. Und wirklich. Man mag es mehrmals lesen. Es gefällt mir ausgesprochen gut!
Einen Gruß ins Wochenende. Samti
koala Der Koala ist zwar traege und schlaeft auch viel.
Aber Vorsicht, er hat ganz schoene Krallen und beissen kann er auch ganz gut.
Doch aus diesem Grund hatte ich ihn nicht fuer meinen Nicknamen genommen. Sondern weil er so schoen knuddelig aussieht.
Lieber Gruss
Anitaaustralische Tiere(koala)
2.Rosmarie Liebe Koala,

ja, die dichterische Freiheit, die rettet mich! Genau die ist es! Wer wird denn von Unfähigkeit sprechen...

Bei deinem Nicknamen bist du bestimmt ein Mensch, der die Dinge gelassen nehmen kann?

Ich danke dir für deine lustigen, lieben Worte!

Liebe Grüße
Rosmarie
2.Rosmarie Lieber Hade,

an deinem Kommentar habe ich eine ganz besondere Freude!

Tja, du hast es erfasst, mit dem Reimen ist es gar nicht so einfach. Jedenfalls muss ich dir zustimmen, dass "wurcht" zB. wunderbar auf "Furcht" passen würde. Wurscht wäre mir noch lieber. Aber das reimt sich dann nicht mehr so gut.

Außerdem müssten wir ja etwas auf "durch" finden. Dazu fällt mir nur "Lurch" ein. Aber baue du mal den Lurch in ein Herbstgedicht ein! Achja, das Dichterleben ist schwer!

Ich danke dir sehr für deine stimmungsaufbauenden Worte!

Liebe Grüße
Rosmarie
2.Rosmarie Liebe Monioma,

schön, dass du das Gedicht sogar mehrfach lesen mochtest!

Wenn es draußen so richtig ungemütlich ist - so wie es bei euch war und wie es heute bei uns ist - dann verlässt mich auch ganz heimlich die Freude am Herbst...

Aber du hast völlig recht: Warten wir auf die schönen, goldenen Herbsttage, die nachkommen!

Dir herzlichen Dank und liebe Grüße
Rosmarie
2.Rosmarie Liebe Carola,

danke, dass du auch dieses Gedicht wieder lesen und mir sogar wieder eine freundliche Rückmeldung geben mochtest!

Ich freue mich sehr!
Dir liebe Grüße
Rosmarie
2.Rosmarie "Die Jahreszeiten und die Lebenszeiten in Beziehung zu setzten sind auch immer meine Gedanken."

Liebe Immergrün,

das hast du gut auf den Punkt gebracht! So geht es mir tatsächlich auch.
Aber erst seitdem ich in die Jahre komme, mischt dabei leise die Melancholie mit. Wichtig bleibt aber für mich (und offenbar für dich auch!), dass wir das Wunder im Selbstverständlichen des Lebens und der Natur immer wieder neu sehen können.

Herzlichen Dank für deine zustimmenden Worte!

Liebe Grüße
Rosmarie
koala protes hat die Furcht auf den Nenner gebracht:
dichterische Freiheit.
Auch die grossen Dichter haben sie benutzt, die dichterische Freiheit, und oft neue Woerter kreiert.
Liebe Gruesse
Anita/Queensland
protes mir dein gedicht sehr gefällt und mir zu furcht nur
schlurft oder kurft eigefallen ist
habe ich auch diese beiden nicht sinnvoll einbringen können

also wurcht zB würde wunderbar passen

ich finde es trotz der furcht schön
obwohl der elbwolf recht hat.

manche sagen einfach:"dichterische freiheit."

lächlevergnügtvormichhin
und sende einen fröhlichen gruß
hade
Monioma Ich achte nicht so sehr auf das Reimschema, lach! Der Inhalt ist mir weit wichtiger! Und der Inhalt deines Gedichtes hat es auf jeden Fall in sich! Man möchte es immer wieder lesen! schaut aus dem Fenster und empfindet deine Worte nach!
Wenn es zur Zeit bei uns auch schon seit Tagen regnet, ich vertrau darauf, dass noch die Tage Kommen, an denen der Herbst sich golden zeigt!
Das wünsch ich dir, das wünsch ich mir!
liebe Grüße Moni
HeCaro Wieder ein tiefsinniges Gedicht
von Dir. Diesmal über den Hebst.
Danke und einen lieben Gruß.
Carola
2.Rosmarie Lieber Elbwolf,

mit deiner ausführlichen und sprachlich kritischen Antwort machst du mir eine große Freude!

Ich entschuldige mich auch dafür, dass ich meine PN-Box abgeschaltet habe. Aber ich schaffe es nicht, privaten Mails die Zeit zu widmen, die ihnen zustehen würde. Ich mag einfach keinen, der sich so viel freundliche Mühe macht, mich per PN anzumailen, vor den Kopf zu stoßen.

Bei Antworten innerhalb des öffentlichen Bereichs finde ich es dagegen nicht so schlimm, wenn mal nicht oder nicht gleich geantwortet wird. Meist gehen Diskussionen ohnehin weiter und geben jedem, der Beiträge schreibt, neue Anstöße...(Hier ist es natürlich etwas anderes.)

Die Strophe mit der Furcht hat wirklich ihre Tücken.

Ich atme durch,
vertrau´ dem ew´gen Weben.
Es schweigt die Furcht.
Mich trägt doch dieses Leben!
Es trägt und treibt
stets neu. – Das Wunder bleibt.

Du hast völlig Recht, es reimt sich nichts auf Furcht. Aber das Reimwort, zu dem das passende gefunden werden musste, ist schon das in der ersten Zeile, also "durch". Darauf reimt sich Furcht einigermaßen, zumal beim Sprechen sowieso oft ein bisschen geschlampt und der letzte Buchstabe halb verschluckt wird.
Soweit ich informiert bin, darf man beim Reimen auch mal Reimwörter benutzen, die sich nur um einen Buchstaben von dem anderen unterscheiden.
Aber schön ist das halt trotzdem nicht. Ich kann also absolut verstehen, dass du daran Anstoß nimmst. Ich hatte so viele verschiedene erste Zeilen ausprobiert. Aber letztlich kam ich nie dahin, wohin ich gern wollte... Tut mir leid, wirklich befriedigend finde ich diese Lösung auch nicht.

Ich finde es aber ganz große Klasse, dass du dir die Mühe gemacht hast, mir dein Unbehagen zu begründen. So etwas bringt mich weiter!

Dir also vielen lieben Dank und ebensolche Grüße
Rosmarie
immergruen und die Lebenszeiten in Bezihehung zu setzten sind auch immer meine Gedanken. Du hast es in diesem Gedicht wunderbar ausgedrückt.
"Es trägt und treibt stets neu - das Wunder bleibt!
Schöner kann man es nicht sagen meint
das immergruen
2.Rosmarie Liebe Indeed,

wie schön, dass du gerade den letzten Vers hervor hebst! Inhaltlich gefällt er mir auch besonders. Rein sprachlich nicht so sehr. Aber die Betonung des Wunders der ewigen Wiederkehr in der Natur ist etwas, das mir am Herzen liegt.

Vielen lieben Dank und ebensolche Grüße
Rosmarie
2.Rosmarie Liebes Sensibelchen,

dass du den Herbst auch magst, hatte ich schon durch dein schönes Gedicht erfahren dürfen.

Wie dir gefällt mir die sinnenfrohe Begegnung mit dem Herbst besonders.

Danke für deine netten Worte! Ich freue mich sehr!

Liebe Grüße
Rosmarie
ehemaliges Mitglied Ich hatte Dir, Rosmarie, eine schöne PN geschrieben und erst nach dem Absendeversuch gemerkt, dass Du Deine Box gesperrt hast, also das "Austauschen" (um "verschiedene Sichtweisen kennenlernen zu dürfen") nur auf diesem öffentlichen Wege möglich ist! Schicksal, nimm deinen Lauf!
In der dritten Strophe deines Gedichts steht "Furcht" als Reimwort, aber - zu meiner Verblüffung - erweist sich, dass "Furcht" offenbar zu den knapp 20 Grundwörtern des Deutschen gehört, auf die es jeweils nicht ein einziges Reimwort gibt. Folglich dürfte "Furcht" nicht am Zeilenende eines deutschen gereimten Gedichtes stehen.
Ist das nicht eine wirklich schöne "verschiedene Sichtweise"? Und ich wüsste auch nicht, wie der Engpass unter Beibehaltung der inhaltlichen Aussage zu beheben wäre - dabei liebe ich es so, Engpässe zu beheben ...
Freundlichen, öffentlichen Gruß sendet
elbwolf
indeed frühherbstliches Gedicht, wobei mir der letzte Vers besonders gefällt.

Mit lieben Gruß
indeed
sensibelchen13 ja, der Herbst ist eine schöne Zeit.
Aus den Trauben wird neuer Wein,
die Natur legt ein buntes Kleid an,
und herbe Düfte erfreuen unsere Sinne.

Lieben Gruß
sensibelchen13

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