Frühlingserwachen


Frühlingserwachen

Wenn wir das Haus verlassen und in die Natur gehen, so spüren, hören und riechen wir mit unseren Sinnen wie alles erwacht und lebendig wird. Zusammen mit der Pflanzen- und Tierwelt blühen auch wir auf und schöpfen neue Hoffnung. Die Tage werden länger, die Sonne strahlt, und die milde - sei es durch die Erderwärmung oder den Saharaeinfluß bedingte Luft - tut uns allen sehr gut. Wir verlassen die Monate der Winterstarre und erfreuen uns an jedem einzelnen Blümchen, das wir neu erblicken.
Spätestens dann wird uns wieder bewusst, wie wundervoll und einzigartig doch alles eingerichtet ist. Gottes Schöpfung verkündet seine Allmacht und Größe, ein geniales Zusammenspiel der Dinge, das durch nichts übertroffen werden kann. Diese Erkenntnis regt immer wieder zum Staunen an und lässt uns bescheiden und dankbar werden. Die Herrlichkeit Gottes zeigt sich in allem was da ist, entsteht und gedeiht - und das immer wieder aufs Neue. Wir Menschen sind lediglich die Verwalter dieser schier unbegreiflich konzipierten, universellen Dimension. Wer bestimmt unseren Lebenslauf und unsere Lebensdauer? Bis zu einem gewissen Grad sind wir es natürlich selbst, aber alles, was darüber hinausgeht, obliegt einer höheren Macht, die wir als den Herrgott bezeichnen. Er ist der eigentliche Verwalter unseres Lebens. Ein Leben ohne ihn gleicht einem Schiff ohne Kapitän. Haben wir ihn an unserer Seite, dann wissen wir auch wo die Reise hingeht, dann kennen wir unser Ziel und begreifen den Sinn unseres Daseins. Es ist beruhigend, diesen exklusiven Steuermann an unserer Seite zu wissen - etwas Besseres kann uns zweifelsohne nicht passieren. Schätzen wir also dieses großzügige und unglaublich wertvolle Angebot, denn es ist alles andere als selbstverständlich und zeugt von der unermesslichen Liebe unseres Schöpfers zu seinen Lebewesen. Wir werden Kinder Gottes genannt und sind es, und Gott hat sich jeden einzelnen von uns nach seinen Vorstellungen ausgedacht, genau so, wie er es wollte. Nun sind wir im Gegenzug aufgerufen und gleichsam aufgefordert, seinen Willen zu erforschen, um unser Leben so zu gestalten, dass wir unserer göttlichen Berufung gerecht werden können. Nicht mehr und nicht weniger ist nötig, seine Hilfe hierfür ist uns zu jeder Zeit gewiß. Zweifeln wir also nicht länger an seiner Existenz - denn damit vergeuden wir nur unsere kostbaren Tage - sondern bemühen uns vielmehr darum, die uns geschenkte Zeit in seinem Sinn bereichernd zu nützen. Wenn wir uns da einbringen, wo wir einen Auftrag verspüren und eine intuitive Bestimmung erkennen können, wird alles richtig und im Gott gewollten Sinn verlaufen. Unser Bestreben sollte sich mit seinem göttlichen Willen decken, das wäre das Allerbeste. Wir dürfen nie vergessen, dass nichts ohne Sinn geschieht. Beschreiten wir also jeden Tag mit zuversichtlichem Optimismus und neuem Mut, dann erfüllen wir unsere Aufgabe hier auf Erden nach seinen Vorstellungen. "Der Mensch denkt und Gott lenkt" - dieses Zusammenwirken gleicht einer Art Symbiose und ist in der Folge absolut zielführend. So brauchen wir nicht länger mit unserem uns auferlegten Schicksal zu hadern, denn nun wissen wir, dass Gottes Wege wunderbar sind, auch wenn sie uns oft schmerzlich treffen. Denn dieser gepriesene Gott will stets unser Bestes und niemals unser Verderben. Er ist der Erlöser der Welt, und befreit uns auch heute noch von allen Fesseln, Zwängen und Ängsten. Glauben wir an ihn und vertrauen auf das, was er uns schickt. Er selbst wird mit Sicherheit alles zum Guten wenden zur rechten Zeit. Ich schließe heute mit dem bekannten Gebet von Brigitte Helfer, das ich meiner kleinen Enkelin am Abend gerne vorlese, es hat auch für uns Erwachsene noch heute eine zeitlose und immerwährende  Gültigkeit: " Wer hat die Sonne denn gemacht, den Mond und all die Sterne? Wer hat den Baum hervorgebracht, die Blumen nah und ferne? Wer schuf die Tiere groß und klein, wer gab auch uns das Leben? Das tat der gute Gott allein, drum will ich Dank


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