Rahmen 463.jpg
 



Geldgier

Geht es denn wirklich nur noch ums Geld,
um schnellen Gewinn, ums Ramschen?
Gibt‘s denn nichts Besseres auf der Welt,
als dieses gierige Grabschen?
Alles was edlen Lebenswert hat,
findet man nicht in Gold und Geld,
enthalten ist‘s im Lohn guter Tat –
das ist es, was im Leben zählt.


© Syrdal 2021

 


Anzeige

Kommentare (6)

HeCaro

Lieber Syrdal,
die Gier hat die Eigenschaft immer unersättlicher zu werden, je mehr sie gefüttert wird. Manch einer hat sein ganzes Geld verspekuliert, weil er zu gierig war. Und noch schlimmer, es reicht heutzutage in vielen Firmen nicht mehr schwarze Zahlen zu schreiben, es müssen schon 25% Gewinn für die Investoren sein Sonst schließt man den Laden ohne Rücksicht auf die Belegschaft.
Und was hat der Mensch davon? Am Ende bleibt ihm Nichts! Denn nichts von dem was zählt, kann man kaufen.  Jedermann`s Erkennntnis im Dialog mit dem Mammon bringt es auf den Punkt:

Ist alls um nichts dein Handausrecken
Und hilft kein Knirschen und Zähnebläcken,
Fährst in die Gruben nackt und bloß,
So wie du kamst aus Mutter Schoß.


Liebe Grüße, Carola




.

Syrdal

@HeCaro

Liebe Carola, die Gier ist unersättlich wie ein alles verschlingendes „Schwarzes Loch“, aus dem nicht mal mehr Licht entweichen kann… Du hast es sehr deutlich beschrieben, auch die unbändige Gewinnsucht. Den Wandel von früher üblichen „schwarzen Zahlen“ zum Mindestprofit von 25 % pro Jahr habe ich selbst noch schmerzlich miterlebt. Das ist als Negativwirkung der ungezügelten Globalisierung anzurechnen, denn da geht es längst nur noch ums „Fressen oder gefressen werden“. Selbst Traditionsfirmen, die nur ein wenig schwächeln, werden sofort von den Haien der Branche in „unfreundlicher Übernahme“ aufgekauft. – Diese Welt ist vor dem Mammon nicht mehr zu retten!

...befürchtet mit Grüßen zu dir
Syrdal  

Rosi65

Lieber Syrdal,

Bei einer vorweihnachtlichen Sammelaktion versuchte ich einen Familienvater zu unterstützen. Ich las darüber in der Tagespresse. Dieser Mann imponierte mir sehr, denn er fuhr in seinem Urlaub mit einem Miet-LKW bis nach Serbien, nur um den Kindern eines Waisenhauses eine Freude zu bereiten. Also sammelte ich mit Begeisterung mit. Zu meiner Freude kamen viele neuwertige Hygieneartikel, Malsachen, Hefte, Handschuhe, Mützen und auch kleine Spielsachen dabei zusammen (Lebensmittel waren nicht erlaubt).Jeder, wirklich jeder aus meinem Umfeld gab mir etwas für diese armen Kinder mit. Nur einer nicht...es war ein langjähriger Freund von mir, ein Single mit Eigentum und einem guten Gehalt.
Sein Verhalten empfand ich beschämend. Ich war auch richtig traurig und enttäuscht von ihm, denn ich hatte ihn ja vollkommen falsch eingeschätzt. Es war aber auch ein Schlüsselerlebnis für mich.
Geizkragen besitzen für meine Empfindungen nur ihr eiskaltes Herz, und deshalb muss man mit solchen Menschen auch nicht befreundet sein.

Viele Grüße
   Rosi65

Syrdal

@Rosi65

Liebe Rosi, nur gut, dass die Sammelaktion so guten Erfolg hatte. Und ganz sicher hast du aus der damit leider auch verbundenen Erfahrung den richtigen Schluss gezogen. Mit wem man befreundet ist und bleibt, ist stets und immer die ganz eigene Entscheidung.

Grüße zum Abend
Syrdal  

indeed

 
Lieber Syrdal,
 
dass was du in deinen Marginalien in deinen letzten vier Zeilen beschreibst, würde das von jedem Einzelnen auf Mutter Erde eingehalten werden, hätten wir sehr viele Probleme nicht, dafür aber hätten wir das Paradies auf Erden.
 
Nun, wir werden diese traurigen Fakten, das Ramschen und Grabschen, nicht ändern können, weil das Verhalten der Menschen in seiner Begierde liegt, es einmal besser haben zu wollen und immer mehr und mehr zu mehren.
 
Abraham Lincoln sagte einmal: Will man den Charakter eines Menschen erkennen, gib ihm Macht.
Das kann ich nur unterstreichen.
 
Was braucht der Mensch im Leben elemental? Zu essen, ein Dach und ein Bett zu haben und ein bisschen Kleidung. und eine gute Bildung. Selbst dieses haben viele Millionen Menschen nicht. Viele Menschen müssen verhungern. Sie werden ver- und getrieben und streben einem Ort entgegen, der ihnen all das bieten kann.
 
Du hast ein Thema aufgegriffen, das im Grunde genommen uralt ist. Durch die Globalisierung und Nachrichtendienste in der Welt wird es uns täglich vorgeführt und manchmal mag man es gar nicht mehr hören.
 
Wir sollten aber trotzdem niemals die Menschen vergessen, die im guten Miteinander leben, die teilen können und in ihren Ansprüchen bescheiden bzw. „normal“ sind. Diese Menschen sind leise, deswegen hören wir so wenig von ihnen.
 
Ich wünsche dir noch einen schönen Tagesausklang und schicke dir liebe Grüße
Ingrid
 

Syrdal

@indeed

Ja, liebe Ingrid, wenn… dann hätten wir das Paradies auf Erden. Die Realität ist aber leider anders. Es ginge ja noch einigermaßen an, wenn das Verhalten des Menschen spätestens dann innehalten würde, wenn es ihm für das tägliche Leben reicht. Aber nein, er muss mehr und mehr und noch mehr haben, soviel, wie er es für sich selbst nie benötigt. Wozu also, wenn nebenan viele arme Menschen nicht mal das Nötigste für den heutigen Tag haben.

Recht hast du, dieses Thema ist fast so alt wie die Menschheit. Und die maßlose Globalisierung hat das räuberische Verhalten nur noch ins Unermessliche verstärkt. Die „Leisen“ werden dabei einfach plattgewalzt. Beispiele dazu gibt es zuhauf… Allein die Versorgung der armen Länder mit C-Impfstoffen spricht gegenwärtig Bände. Und keiner der Verantwortungsträger hat auch nur die leiseste Ahnung vom „Lohn der guten Tat“!
Also bleibt den Menschen das Ramschen und gierige Grabschen erhalten… leider!

Danke für Deine wichtigen Worte und
liebe Grüße
Syrdal  


Anzeige