Gespräch mit meinem LAB (Lebensabschnittsbegleiter)


Also, Leute, ich schwöre, nie wieder äussere ich einen Wunsch, bevor ich nicht genügend Bedenkzeit hatte.Schon meine Oma sagte, dass ich mir nichts eiligst wünschen sollte, denn augenblicklich bekäme der Wunsch Junge. Wie recht die gute Alte hatte, Gott hab' sie selig

Robert, mein LAB, sagte doch eines Tages zu mir: "Meta, ich lade Dich ein, zu einem Essen." Nun muss ich gestehen, dass dieser Satz mich bald aus den Latschen kippte, einfach umhaute!Robert ist knauserig, man könnte auch sagen ein wenig geizig. Der wollte sich jetzt spendabel zeigen?
Also, meine Gedanken kreisten sofort die exquisisten Lokalitäten ab, auch die ausländischen,als Robert meinen Gedankenflug unterbrach:"Meta, du hast noch nichts gesagt".
"Ja, ich denke mal, wir gehen in den Fürstenhof, da ist eine erlesene Speisekarte." "Fürstenhof?" Er dehnte das Wort wie ein Gummiband, als ob das erste Haus am Platz was unanständiges wäre.
"Fürstenhof, ja Meta denkste denn ich will meine Jahresrente mit dir vernaschen?"
"Meta, ich koche für dich!"
Robert kann kochen? Ich argwöhnte, ich argwöhnte sehr. Dazu muss ich sagen, wir wohnen nicht zusammen. Er wohnt noch in der Wohnung, wo er früher mit Mama lebte.(und das ist gut so)
"Meta, ich koche uns was, mußt nur sagen, was."
"Ja, ich koche!"
Was sollte ich mir wünschen? Ich wollte ihn nicht überfordern, ich mag ihn doch und so sagte ich nach einer kleinen Bedenkzeit:"Robert, du kannst mir Bratkartoffeln mit Remoulade und Zwiebeln zubereiten."
"Gut, sagte er, dann setze ich gleich die Salzkartoffeln an."
"Moment mal, haste gesagt Salzkartoffel?"
"Ja, Salzkartoffel."
"Robert, das geht nicht!" Nun wollte ich ihm beibringen, dass man für Bratkartoffel Pellkartoffel nimmt, kleine, wenn möglich.Robert hörte mir zwar zu, sah mich aber an , als würde ich wohl in einer Fremdsprache reden.
"Wieso denn Pellkartoffel,ich mag das olle Abgepelle nicht, Salzkartoffel sind gleich fertig."
Es reichte mir, ich erläuterte , dass dies nun mal so ist und meinte zum Schluss zu Robert:" Sieh doch mal in das Kochbuch!"
"Meta, ich will nicht lesen, ich will kochen, für dich, also, ich setze gleich mal 15 Kartoffel an."
"Was hast du da eben gesagt, 15 Kartoffeln?"
"So viele, ich bin doch kein Schwein, das gemästet werden muss, in meinem Alter isst man nicht mehr so viel."
Nun begann Robert mir einen Vortrag zu halten, dass ich Vitamine brauche , auch Mineralstoffe, das Trinken nicht vergessen sollte und noch anderen Krimskrams. Ich war auf 8o, wie man so sagt und warf ein, dass er die Möhrchen für meinen Teint nicht vergessen sollte,die brauche ich, um auch noch besser sehen zu können.
Was soll ich sagen!Am nächsten Tag servierte mir mein LAB die Sülze, mit Remoulade, mit Zwiebeln!
Aber nicht mit Bratkartoffeln, sondern mit POMMES aus der Tiefkühltruhe der nahegelegenen Kaufhalle
Das sich Männer nie entscheiden können!!!
Nächste Woche wollen wir in Tierpark. Auf die Diskussion freue ich mich schon heute.

Matzel

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Kommentare (4)

Matzel Hallo, das ist ausgedacht, teilweise einem Gespräch entnommen mal, nicht meines persönlich !Danke für Eure Anteilnahme an meinem Geschick.

Matzel
Traute Humor ist wenn man trotzdem lacht.....
Was soll man da noch sagen? Lerne Leiden ohne Klagen?
Welch eine Langmut Du hast, ich hätte den Geizhals geschasst?
Aber nur, wenn er zu mehr in der Lage wäre und nur der Geiz die Ursache des Übels ist.
Eine Schmunzelstudie der verschmitzten Art. Gut gemacht.
Liebe Grüße,
Traute
Suche mal ein Trostpflasterchen,bunt.Traute(Traute)


KarinIlona Du mußt ihn wirklich sehr lieben! Mir wäre inzwischen der Appetit vergangen.
Aber interessant ist diese Studie schon, gemixt mit einer Portion Humor, hat Spaß gemacht zu lesen.
Halte uns bitte auf dem Laufenden wie es mit dem Tierparkbesuch weiter geht.
Herzlichst
Karilona
traumvergessen geschrieben. Ich konnte den Dialog richtig gut nachvollziehen.

Liebe Grüße
Gerd


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