Gleich, Gleichheit; und was braucht man da


Ja, wie sonst, man kann nur dafür sein, dass Frauen und Männer gleich sind. Und die Armen und die Reichen. Und diejenigen, die in unterschiedlichsten Berufen tätig sind... Upps, das geht wohl doch nicht ganz? Eine volle Gleichheit, sozusagen, sollte wohl nur die rechtlichen Angelegenheiten betreffen: Ob Mann oder Frau, ob ein Bauarbeiter oder ein Universitätsprofessor, alle sollten vom Recht gleich behandelt werden. Hier wird nun aber nur der eine Aspekt in Betracht gezogen: Die Gleichheit der zwei Geschlechter (schon falsch, eigentlich; es sollte fast 30 Schattierungen von der menschlichen Sexualität geben). Bleibe man aber dabei: Was such eine "herkömmliche" Frau bei einem Mann? Was erwartet wiederum ein Mann von ihr? Unabhängig vom Alter, denn Gott sei Dank muss man heutzutage nicht mehr mit 50 zu alt für egal was werden.
   Die Frage ist natürlich nicht neu, so man kann hier kaum welch überraschende Entdeckungen machen. Zwei Sätze in einem Interview mit einem verhältnismäßig jungen Sexuologen (um 45) können jedoch gefallen. Sie lassen sowohl die Männer, als auch die Frauen besser verstehen:
1. "Es ist immer schwer, die Patienten zu überzeugen, das nicht nicht gerade ihre männlichen Glieder die wichtigsten, und von den Frauen begehrtsten Organe sind" (da würden wohl viele Frauen zustimmen; es ist ja schön und praktisch, doch - das Herz... Viele Frauen würden wohl gerne mal singen, so wie es die süße Marilyn Monroe so schön tat: My heart belongs to my daddy... Und somit kann ja nicht nur ein verwöhntes Töchterchen gemeint sein, das über seinen Papi songt, sondern eine Partnerin, die sich bei ihrem Partner nicht nur attraktiv, sondern auch geliebt und sicher fühlen möchte.
2. "Die meisten Männer verwechseln die Signale der Sympathie mit erotischem Interesse; Lächelt sie mal eine Frau an, denken sie gleich gern: Die will ja mit mir ins Bett..."
   Wie auch immer, irgendwie treffen sich die Menschen nach wie vor, stehen in Beziehungen, manchmal trennen sie sich... C'est la vie, und um die Franzosen, die als Sachkenner gelten, doppelt zu zitieren: Vive la petite difference!
(Hoffentlich wirkt mein Eintrag nicht peinlich. Wenn ich diese Thematik mal erörtere, denke ich immer an Kinder, die in koedukativen Gruppen, im Unterricht, über "diese Sachen" lernen. Bin nicht ganz sicher, ob es so ganz richtig ist.)


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Kommentare (2)

Manfred36


So, jetzt wissen wir, liebe Krystyna, wie eine Polin über die Gleichheit denkt, die über die rechtlichen Angelegenheiten hinaus geht. Besonders „la petite difference“ der Geschlechter sollte, wenn ich dich richtig verstehe, „une différence supplémentaire“ sein, die nicht nur das Eine mit „Vive la petite différence“ hinnimmt und „ausnutzt“. Wieso du dann aber gegen koedukative Gruppen sein kannst, verstehe ich nicht recht.
Gruß
Manfred

 

Christine62laechel

Oh, Manfred,

du hast wohl nur die zweite Hälfte von meinem Eintrag aufmerksam gelesen. ;)
   Gegen koedukative Gruppen bin ich natürlich nicht. Seit Jahrhunderten galt aber der Sex in den meisten Gesellschaften als etwas sehr Intimes. Und vor allem: Nichts für Kinder! Und dies ist auch meine Meinung, die mit meiner Nationalität nichts zu tun hat. :) Ich bin keine PiS-Polin, sondern eine Tusk-Polin. Ich lebe - mental auch - in Europa. Stellenweise bin nur ein wenig konservativ. :)

Mit Grüßen
Krystyna


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