gott, wo bist du?

Autor: ehemaliges Mitglied

Gott, wo bist du?


Wo bist Du, Gott, aus meinen unbeschwerten Kindertagen?

Wo bist Du, Gott, als ich Dich noch mit wenigen Problemen
behaftet einfach anbetete, ohne dass ich Deine Hilfe rief.
Wo bist Du, Gott, der mich in meiner Jugend begleitete,
der mir half, ohne dass ich ihn angerufen hatte?

Wo bist Du, Gott, der mein ständiger Begleiter ist
auch wenn ich Dich vergessen habe,
der es nicht braucht, dass ich ihn gebetsmühlenartig anrufe?

Gott, existierst Du nur in meiner Phantasie,
wie einige Philosophen, vor allem der Neuzeit, behaupten?
Bist Du ein belohnender oder bestrafender Gott?
Lässt Du mich frei walten, oder bestimmst Du meine Wege?

Greifst Du eventuell nur ein, wenn es gar zu arg wird?
Warum lässt Du soviel Leid auf der Welt zu,
dass dich die Menschen deswegen verteufeln
oder an Dir zweifeln oder gar verzweifeln?

Gott, muss ich viel denken, um Deine Existenz zu erfahren,
oder erfahre ich mit meinem Gefühl, dass Du da bist?
Bist Du da, wenn ich viel Leid durchstehen muss
und mich nach dem Warum frage?

Gibst Du mir eine Antwort? Hilfst Du mir?

Gott, muss ich Dir ein Kerzenopfer bringen oder
willst Du eher, dass ich mich lieber den Menschen zuwende:
denen die Hilfe brauchen, denen die einsam sind,
denen die krank sind, denen die traurig sind?
Liegt gar in dem größten Leid ein Samenkorn für eine neue Freude?

Ich verstehe Gott, Du bist nicht derjenige, der sich gerne offen zeigt.

Du nährst den Zweifel. Du willst, dass ich Fragen stelle.
Du willst nicht missionieren und willst auch nicht,
dass das Andere für dich tun.

Du willst, dass die Menschen sich verstehen und
wenn sie es nicht tun, zeigst Du mir, dass die
Menschen einen freien Willen haben.
Du willst nicht, dass die Menschen Marionetten sind,
die nach Deiner Pfeife tanzen.
Sie sollen selbst entscheiden. Sie sollen sich im Rahmen
ihrer Möglichkeiten selbst helfen.
Du willst mir nicht alles aus der Hand nehmen.

Du machst es mir nicht leicht.
Du bist da.
Du hast mich bei diesen Zeilen begleitet,
so denke ich. Dafür danke ich Dir.

Du bist da. Das ist gut, auch
wenn ich Dich jeden Tag neu finden muss.


traumvergessen aug 2009, aus wohlfühlgedichte s. 64

Ausschnitt Wohlfühlgedichte in google

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Kommentare (16)

inge43 leider habe ich erst heute den beitrag und die kommentare gelesen.
warum denken die menschen, dass sie die höchste stufe der evolution sind?
habt ihr schon mal überlegt, welche form ein höheres wesen haben könnte?
könnte es für uns unsichtbar eine welt aus energie geben?

meine erfahrung lehrte mich, dass es wesen gibt, die meine gedanken lesen können und ich bekam antworten.
viele werden denken, ich spinne, aber jeder kann ja denken was er möchte.
inge43
ehemaliges Mitglied so stellt es sich auch für mich da: in der Stille finde ich zu mir selbst und auch zu Gott. Ich mache es genau wie du. Das ist wohltuend und bringt mir ein gutes Gefühl. Gerne rede ich auch über dieses Thema mit dir. Ich danke dir.

Alles Liebe für dich liebe Freundin
dein Freund Gerd
ehemaliges Mitglied Oft habe ich mich schon gefragt, was ist Gott, wo ist Gott.
Bestimmt gibt es ihn. Wenn ich traurig bin, wenn etwas geschieht, das mich plagt und ich denke es geht nicht mehr weiter, dann bete ich zu "meinem" Gott in stiller Einsamkeit.
Wenn ich dankbar bin, wenn etwas das schrecklich war, wieder gut kommt, dann bete ich zu Gott, aber nur ganz alleine für mich.
Ich brauche keine Kirche, oder Menschen die mich leiten. Ich kann das gut für mich.
Klar, habe ich auch schon Kerzen angezündet in einer Kirche, oder in einem Dom, aber dann weil mir ein inneres Gefühl sagt, ich will das jetzt.
Als Kind war Gott für mich auch immer im stillen Kämmerlein, da betete ich oft, lass alle Menschen gesund sein, leider ist das ein unerfüllbarer Wunsch, aber als Kind, weiss man das ja noch nicht.

Schön hast Du darüber geschrieben, mit viel Gefühl und Liebe und wir werden noch oft darüber reden, wenn wir zusammen sind.

Alles Liebe
Deine Freundin
Silvy
ehemaliges Mitglied dass meine Gedichte dir gut gefallen. Du hast ja einige aufgezählt. Danke dir dafür. Ich habe die Wohlfühlgedichte in einer Zeit geschrieben, wo ich mich sehr in andere hineinversetzt habe. Auch ich nutze sie von Zeit zu Zeit um mich selbst zu motivieren.

Alles Gute und weiterhin viele Glücksgefühle
im Garten und sonstwo
traumvergessen
seelchen ja.....du hast dein buch -wohlfühlgedichte- wunderbar und für die seele geschrieben.....

ich hab es in reichweite meines schreibtisches liegen.....und schau auch mal...wenn ich zeit dazu habe...gerne rein......

es tut mir gut...deine wohlfühlgedichte zu lesen.....und sie bringen kraft...gerade in diesem jetzigen ruhelosen und stressigen leben.....
wie zum beispiel auf seite 10...--TIEF IN MEINEM INNERN LIEGT EINE KRAFT--

"probiere" gerade dein gedicht -- SCHLANK WERDEN DURCH DIE KRAFT DER GEDANKEN ?--zu verinnerlichen...vielleicht hilft es mir ja...schmunzel...........

ich nutze also gerne deine einladung:
wenn du willst und es
dir danach ist,
hier stehen zwei stühle
bereit zum hinsetzen und
gedankenaustausch.........................

alles liebe...seelchen..
ehemaliges Mitglied es ist noch niemand zurückgekommen und alles ist Glaubenssache. Ich hatte im Anschluss an das Gedicht Gott wo bist du einen Artikel geschrieben: "Vom Sinn des Lebens", am 2.9.09. Ich staune immer wieder, wenn ich meine Artikel lese, wie zeitlos sie sind und manchmal denke ich, kannst du das überhaupt geschrieben haben. Aber ich habe. Ich stelle ihn als Kommentar ein. Ich danke dir für deinen lieben Kommentar und das wunderschöne Bild.

Vom Sinn des Lebens

Mit dem Sinn des Lebens befassen sich die Menschen, so lange sie existieren. Die Geschichte der Philosophie, die uns heute noch bekannt ist, beginnt etwa um 600 v. Ch. Von Thales von Milet über Sokrates, Platon, Hume und Kant hin zu den Philosophen des 20. Jahrhunderts zu Jaspers und Heidegger. Alle haben sich mit dem Sinn des Lebens auseinander gesetzt. Dazu noch die Religionsgründer und deren Nachfolger bis zu den heutigen Religionen.

Alles kreist um den Sinn des Lebens. Woher kommen wir? Was sind wir? Was erkennen wir? Wohin gehen wir? Was gebietet die Vernunft? Was können wir wissen? Alles Fragen, mit denen sich die Menschheit seit eh und je auseinandersetzt. Interessant an den Antworten ist immer wieder, dass es unter Zugrundlegung alter Weisheiten neue Theorien gibt, die letztlich aber auch um sich selbst kreisen.

Je wissenschaftlicher die Antworten sein sollen, desto unverständlicher werden sie. Jeder findet die Antworten neu und müsste doch wissen, dass es zumindest aus heutiger Sicht auf die meisten Fragen keine allgemeingültige Antwort geben kann. Das heißt nicht, dass man die Fragen immer wieder neu stellen sollte und auch versuchen sollte, darauf eine Antwort zu finden. Aber aus der Sicht eines jeden Menschen gibt es eine indivuelle Frage und auch jeweils eine individuelle Antwort. Fakt ist: Die Menschen wissen, dass sie endlich sind. Sie können ihr Leben individuell gestalten, wenn ihnen das die Gemeinschaft ermöglicht. In unserer heutigen Zeit und zumindest in unseren westlichen Demokratien ist ein Leben möglich, dass dem Einzelnen zu seinem individuellen Glück verhelfen kann. Staatliche Gemeinschaften haben sich gebildet und wachen darüber, dass Regeln eingehalten werden, die dem Einzelnen den größt möglichen Nutzen erlauben und es möglichst verhindern, dass er keinen Schaden nimmt. Dadurch sind die Menschen in diesen Ländern in der Lage, sich innerhalb der staatlichen Gemeinschaft frei zu bewegen und zum größt möglichen Glück zu gelangen. Dieses ist leider nicht in der ganzen Welt möglich, da es in vielen Teilen keinen Wohlstand und keine stabilen demokratischen Gemeinschaften gibt.

In der Philosophie gibt es immer wieder Fragen, ob der Mensch überhaupt in der Lage ist, alles zu erkennen, was um ihn herum ist. Kann der Mensch alles erforschen? Und immer wieder wird die Frage gestellt, gibt es einen Gott? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Bilden Leib und Seele eine Einheit und ist mit dem Tod alles zu Ende?

Es ist interessant, wie sich die Philosophen in ihren Dogmen versteifen und dabei blind für das Leben sind.

Wir bekommen durch das Fortschreiten der Wissenschaft immer mehr Erkenntnisse, wie die menschlichen Organe funktionieren. Was unser Gehirn alles zu erkennen vermag.

Materialisten wie Marx und Engels orientierten sich daran, dass das Kapital ungerecht verteilt sei und sich hier unbedingt etwas ändern müsse. Es gibt in deren Augen keinen Gott. Wenn die Ungerechtigkeit der ungleichmäßigen Verteilung beseitigt sei, so sei damit die Voraussetzung für ein glückliches Leben auf Erden geschaffen. Heute wissen wir, wohin uns diese Einstellung gebracht hat.

Pessimisten wie Schopenhauer, Nietsche und Feuerbach waren ebenfalls der Meinung, es gebe keinen Gott. Für sie zählt grob gesagt der menschliche Wille, der sich unbeherrscht immer wieder in den Vordergrund bringt. Und alles Leben auf dieser Welt ist bestimmt dadurch, wieviel sich die Menschen auf dieser Welt einverleiben und dennoch nicht zu ihrem Glück finden.

Empiristen wie Hume sind der Meinung, dass nur die Sinnlichkeit - das Wahrgenommene zählt - und darüber hinaus nichts.

Es gibt bis heute keine befriedigenden Antworten auf die oben gestellten Fragen. Jeder Mensch für sich muss darauf eine individuelle Antwort finden.

Für mich besteht der Sinn des Lebens in praktizierender Menschlichkeit, und zwar in ihrem positiven Sinne. Lebt man nach dieser Maxime, so könnte es allen gut gehen, und zwar bis in den letzten Winkel der Welt. Kant nannte diese Einstellung den kategorischen Imperativ oder das Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft. "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."

Wenn nach dieser Gesetzgebung gehandelt würde, so müsste es jedem Menschen gut gehen. Und eine in einer solchen Form agierende Gemeinschaft müsste eine Genugtuung eines Gottes sein. Dadurch ergäben sich wirklich paradiesische Zustände.

Bevor man Gott für alles verantwortlich macht - ob gut oder schlecht -, müssen wir uns zuerst an unsere eigene Nase fassen. Jeder für sich.

Wir brauchen es nicht zu vertiefen, welche Religion richtig oder falsch ist. Die der Menschlichkeit ist immer die richtige. Menschlich sein heißt, dafür zu sorgen, dass es allen gut geht. Menschlich sein heißt aber auch, niemandem seine Meinung aufzuzwingen.

Jeder soll sein Glück suchen und finden. Jeder soll seinen Gott für sich suchen und finden. Hierzu braucht es nicht hoher philosophischer Ergüsse, die intelektuell interessant sein mögen, aber letztlich keine Antwort geben auf die fundamentalen Fragen, die jeder für sich in seinem Leben finden muss, bis er letztlich aus dem Leben scheidet. Hier endet unsere menschliche Erkenntnis.

traumvergessen 02.09.09
seelchen ob es gott gibt...oder nicht gibt........darüber könnte man nicht mehr aufhören zu diskutieren .......
wir sind in der kindheit gelehrt worden...dass es einen gott gibt......
im erwachsenenalter muss jeder selbst wissen....ob er daran glauben möchte.......
ja...manchmal fragt man sich...gott wo bist du?.......manchmal kann man es nicht verstehen...warum so viel unheil auf der welt passiert.....

ich glaube an gott...und er wird alles so lenken...wie er es für richtig hält.....

ich gehe auch regelmässig mit meinem gebetbuch zur kirche.....und meine...dass mein denken nicht vergiftet ist..... ...schmunzel.......
natürlich kann man es auch so sehen.....dass er uns verstand und seele gab....damit wir ein gutes leben leben....

wirklich ein heisses thema......

es muss das jeder für sich selbst entscheiden...und wir werden es auch nie wissen...ob es einen himmel gibt....es ist noch niemand zurückgekommen......
liebe grüsse...seelchen..

Pan genau so ist auch meine Einstellung. So und nicht anders. Vielleicht ist das Wort "kämpfen" falsch gewählt, kann sein, dass ich eher für meine UEBERZEUGUNG eintrete, denn dass gehört zu meinem Christentum. Und hierfür musste ich schon als Kind Prügel einstecken. Toleranz galt schon bei den Nationalsozialisten als verpönt.
Jeder soll nach seiner Façon selig werden, sagte schon Friedrich II.
Ich glaube auch nicht, dass man die alten Philosophen als Zeugen benennen kann, dazu waren auch hier die Widersprüche fast unüberbrückbar.
Kant, Hegel, Nietzsche, Schopenhauer--- in manchen Aussagen folgte oft Einer dem Anderen, und doch ist es spannend zu sehen, wie ungleich andererseits die Ansichten waren.
"Die-Gott-ist-tot-Aussage" hatte nicht allzulange Bestand.
Da waren dann schon wieder andere Köpfe mit diversen Meinungen. Ich finde es jedenfalls außerordentlich interessant, all das jeweils gegenüber zu stellen.

Ein Thema für sich, denke ich...
Jedenfalls: Einén schönen Abend Euch allen,
Pan~
ehemaliges Mitglied dein Spruch ist gut gewählt. Leider gibt es sie zu oft, diejenigen, die in der Bibel schon als Pharisäer bezeichnet wurden. Aber jetzt bin ich mittendrin in der Diskussion, die ich nicht will. Lass jeden so sein, wie er will, so lange er damit keinen Schaden anrichtet, wie Traute schreibt.

Ich danke dir für deine Einschätzung.
Liebe Grüße
traumvergessen - gerd
ehemaliges Mitglied Wenn ich es richtig lese, ist euch beiden durch den Krieg ein großes Unrecht zugefügt worden. In der Tat sind hierfür Menschen verantwortlich, niemand anders. Menschen richteten damals viel Unheil an und heute tun sie es immer noch. Gott sei Dank in unseren Regionen nur begrenzt. Wie ich schon schrieb: die Ideologen, die Weltveresserer und die, die meinen, das Recht auf ihre Sichtweise sei allein auf ihrer Seite richten großen Schaden an. Hüten wir uns vor diesen. Mir fällt in diesem Zusammenhang: Michael Kohlhaas von Kleist ein. Im wurde Unrecht zuteil und wie er sich dann gerächt hatte. Hier wurde Unrecht erneut zum Unrecht. Aber wem schreibe ich das eigentlich............ Ich habe ja von eurem Schicksal überhaupt keine Ahnung. Ich stimme Traute in ihrer Einschätzung voll und ganz zu.

Gruß
traumvergessen
floravonbistram Ja, ich glaube an eine Macht, eine Kraft, die alles steuert.
Mir ist auch egal, wie diese Kraft genannt wird.
Eine Gruppe Eingeborener, die um einen Baum tanzen und gemeinsam ihre Götter anbeten sind mir hundert mal lieber, als ein Gebetbuchträger und Bibelprediger, dessen Worte fromm sind, dessen Denken aber vergiftet ist.
Im Munde Bibel,
im Handeln übel...

Ich kann auch nicht verstehen, wenn immer wieder gesagt wird, "warum lässt Gott das zu"...
Was hat ein Gott damit zu tun? Wenn er es war, der uns Verstand und Seele gab, dann kann er sich zurücklehnen und zuschauen. Wir Menschen sind es, die tun und lassen können.

Viele Gedanken, ein heißes Thema...danke dafür
Flo
Traute Natürlich sind mir diese Art von Gläubigen lieber, auf denen Du Deinen Glauben aufbaust.
Nur bekämpfen solltest Du niemanden, auch nicht in Dir. Es gibt in der Welt soviel großartiges umwerfend unbegreifliches, dass man schon aus der Sicht, jedem seine Vorstellung von einem moralischen Leben, wenn es von Humanität geprägt ist, lassen sollte. Wegnehmen kann man es nicht und auch nicht heraus-prügeln oder eingraben und verbrennen.Mir ist jeder Mensch das Größte, der Sein Leben mit Moral und Ethik nicht auf Kosten der anderen Menschen aufbaut, aller Ehren wert.Die 10 Gebote, sind auch für mich Gebote. Das Du bist der Herr, beziehe ich auf das was in mir und allen Menschen ist, was mich da zu bringt Schlechtes zu lassen und Gutes tun zu wollen.Getauft und konfirmiert bin ich auch. Auch nicht aus der Kirche ausgetreten.Also mir sollte jeder die Art und Weise lassen, wie ich im 21 Jahrhundert die Welt und all ihre Lebewesen sehe.Wer sich da besser vor kommt(Du bist nicht gemeint, ausdrücklich), weil er Kopf geneigt Formeln vor sich und andere spricht, der sollte auch mal über seine Sicht nachdenken.Es sind die Rituale die in unserer Zeit die zwei zerstrittenen Kirchen damit beschäftigen, was es ist, was sie unversöhnlich an einander aus zu setzen haben.Wenn zwei sich streiten, freut sich ein dritter, sagt eine Volksweisheit.
Ich achte jeden Menschen mindestens so wie mich, mag er denken und leben wie er will, wenn er damit keinem Schaden zu fügt und nicht auf Kosten der Anderen einen Vorteil für sich sichert.
Ich weiß, was Du erlebt hast und ich habe dabei weinen müssen. Auch weil ich wusste worüber ich weinte, denn mir war Ähnliches drei Jahre lang zugefügt worden.Ich habe mir selbst geholfen und meine Schwester retten können. Aber auch eine Kraft und ein Wollen in mir, heraus zu bekommen, was es ist, dass die Menschen solches Tun lässt. Wo bei sich beider Seiten die zum Massentöten von Unschuldigen im Auftrag von Schuldigen zu Felde gegeneinander ziehen, mir dem Segen Gottes ausgestattet werden.Die Unschuldigen ziehen gegeneinander für die Schuldigen und am Ende verlieren die Unschuldigen ihr Leben ihr bisschen Habe und ,wie in unser beiden Fall, auch die Heimat. Während die Uralten Familien mit Macht und Einfluss weiterhin Gewinn machen und den angerichteten Schaden, die Kriegsschuld, wir auch den Unschuldigen, die zum Kampf gezwungen wurden unter Bedrohung ihres Lebens, ja sie zahlen auch die Wiedergutmachung für den Krieg und den Völkermord.Da denke ich doch, dass ich das Gute in mir anrufe und es mir nicht von anderen, die das schon viele male sehr falsch gemacht haben, vor-reden lassen sollte?
Aber jeder auf seine Weise, Ich bekämpfe(meist nur mit Worten) nur das Unrecht, niemanden, der etwas anderes, oder auch nur auf andere Weise, glaubt.
Mit freundlichen Grüßen,
Traute
ehemaliges Mitglied in der Tat ist es richtig: Glaube. Hier gilt das Gebot der Toleranz. Es ist weder das Kämpfen für noch gegen den Glauben angesagt. Es gibt ein Sprichwort: "Der Glaube allein macht selig". Warum nicht? Jeder soll (an) das glauben, was er für richtig hält. Was wirklich ist, weiß niemand. Du hast Recht: Vorschriften machen muss man sich nicht lassen. Es gibt das Gebot der Menschlichkeit, was das Gebot des Göttlichen impliziert.

Ich danke dir für deinen Kommentar. Aber bitte, Pan, nicht kämpfen

Liebe Grüße
traumvergessen
Pan Es geht meines Erachtens nicht um Moral, "Sünde" und sonstige erfundenen Vorstellungen. Es ist was es ist: Glaube!
Und, wer einmal erfahren hat, wie dieser Glaube helfen kann, der zweifelt zwar genau so oft, wird aber immer wieder glauben. Und das- nur das ist es, worauf es m i r
ankommt, meine eigene Einstellung! Was DER oder DIE sagen, glauben, negieren- all das kann mich nicht beeindrucken. Aber wer mich selber in Frage stellt mit meinem Glauben, der liegt schon von vornherein falsch. Und gegen den habe ich immer angekämpft und werde es immer tun.

Mein Glaubensbekenntnis –

Ich glaube an Gott, der die Welt nicht fertig geschaffen hat wie ein Ding, das immer so bleiben muss, der nicht nach ewigen Gesetzen regiert die unabänderlich gelten, nicht nach natürlichen Ordnungen von Armen und Reichen, Sachverständigen und Uniformierten.
Ich glaube an Gott, der den Widerspruch des Lebendigen
will und die Veränderung aller Zustände durch unsere Arbeit, durch unsere Politik.

Ich glaube an Jesus Christus, der recht hatte als er, "ein einzelner der nichts machen kann", genau wie wir, an der Veränderung aller Zustände arbeitete und darüber zugrunde ging. An ihm messend erkenne ich, wie unsere Intelligenz verkrüppelt, unsere Phantasie erstickt, unsere Anstrengung vertan ist, weil wir nicht leben wie er lebte.
Jeden Tag habe ich Angst, dass er umsonst gestorben ist, weil er in unseren Kirchen verscharrt ist, weil wir seine Revolution verraten haben in Gehorsam und Angst vor den Behörden.
Ich glaube an Jesus Christus, der aufersteht in unser Leben, dass wir frei werden von Vorurteilen und Anmaßung, von Angst und Hass, und seine Revolution weitertreiben auf sein Reich hin.

Ich glaube an den Heiligen Geist, der mit Jesus Christus in die Welt gekommen ist,
an die Gemeinschaft aller Völker und unserer Verantwortung für das, was aus unserer Erde wird – ein Tal voll Jammer Hunger und Gewalt – oder die Stadt Gottes.
Ich glaube an den gerechten Frieden, der herstellbar ist, an die Möglichkeit eines sinnvolleren Lebens für alle Menschen, an die Zukunft dieser Welt Gottes
---
-Dorothea Sölle-

Liebe Grüße von
Pan~
ehemaliges Mitglied in der Tat ist es das, was einem den Gedanken an Religion oder Religiösität vermiest. Gerechtigkeit muss es hier auf Erden geben. Märtyrertum und Selbstaufopferung allgemein können kein Thema sein. Das sehe ich in meinen Zeilen genau so. Ich habe bewusst das Porträt von Kant eingestellt, der ja auch so dachte, aber trotzdem eine höhere Instanz aus welchen Gründen auch immer zumindest nicht verleugnete. Wenn wir einen Gott sehen oder suchen wollen, müssen wir ihn in uns finden. Dabei dürften uns Ideologien und Religionen und was es da sonst noch gibt, z. B. Sekten nicht hinderlich im Wege stehen. Du hast deinen Weg bereitet. So ist es gut.
Danke für deinen ausführlichen und aussagekräftigen Kommentar, der mitnichten areligiös ist.

Freundliche Grüße
traumvergessen
Traute Ja wo ist er denn nun?
Auch ich habe das Wort Gott im Mund, in der Hauptsachen, bei
Gott sei Dank, benutzt.
Ach wie habe ich als kleines Mädchen die Hände ehrlich und inbrünstig gefaltet und gebetet.
Eine Erziehungshilfe war er auch bei mir.Nun habe ich den Kategorischen Imperativ, wie auch viele Gläubige glauben, denn; was Du nicht willst, dass man dir tu, das füg' auch keinem anderen zu. Einfach und praktisch und für alle gültig und anwendbar.
Es kann ja nichts anderes in und aus unserem Kopf kommen, als unsere Vorstellung. Wenn wir uns physikalische Dinge vorstellen nach dem unser Auge sie uns in den Kopf brachte, dann können wir die Wahrscheinlichkeit, dass es so ist, mit Experimenten belegen, aber die Schlussfolgerung die wir daraus ziehen ist auch wieder die Welt mit ihren Gesetzen , als UNSERE Vorstellung davon.
Es ist dem Menschen, wenn er gesündigt, gegen die Moral verstoßen hat, gegeben, dass er sich selbst, bestraft, geißelt und in ähnlicher Weise hat er sich das höhere Wesen vorgestellt. Das die Guten belohnt und die Sünder bestraft.
Das ewige Leben als Lohn für das guter Mensch sein. Die Strafe für Boshaftigkeit und Krieg und Gier? Wir sehen doch, das es eher andersherum abläuft. Die Braven zahlen die Zeche. Dafür sollen sie später himmlischen Lohn bekommen. Das versprechen die Monotheisten in verschiedenen Qualitäten, von bis zu 77 Jungfrauen für den Märtyrertod. Also den Selbstmord, verbunden mit dem Tod möglichst vieler anderer. Die KZs und Ähnliches. Es bleibt ungesühnt, wenn nicht wie bei uns, die Judikative ihr,unser, Urteil spricht.
Wenn die, die das zu Glauben vorgeben, wirklich Glauben würden, dann müssten sie sich doch um die guten Plätze dort oben schon hier unten streiten,(denn hier auf Erden sind all die Guten Plätze und Dinge schon ihre), aber nichts der gleichen, sie schicken das Fußvolk für ihre Interessen zum Sterben los.Und machen sich selbst, hier unten, den Himmel auf Erden und den anderen die Hölle heiß.
Glaubensbekenntnis;
Ach wo ist mein Glauben nur geblieben?
Er wurde vom Wissen längst vertrieben!
Es wurde anders meine Sicht.
Reue? Nein die hab ich nicht.
Ehrfurcht und Achtung vor dem Leben,
dem Nächsten stets das Seine geben
Holt sich das Leben meines zurück,
sag ich, es war wie's war, auch das ist Glück

Danke für das philosophische Thema, ist mir ein Vergnügen gewesen, Deine Gedanken mit zu denken,
mit freundlichen und herzlichen Nachdenkgrüßen,
Traute

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