Gott

Was ist Gott, wo findet man ihn“,
lautet des Menschen ew‘ge Frage,
du Suchender, schau genau hin,
er ist stets bei dir alle Tage
im Geist und in der Stofflichkeit
als Pflanze, als Tier, Luft, Wasser, Stein –
mannigfaltige Wesenheit –
all das ist Gott – EINS im letzten SEIN !

© Syrdal 2020

 


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Kommentare (23)

henryk

...Ja...du hast Recht..lieber Syrdal  Gott ist..ueberall...in mir auch...aber..ob ich das weiss...Danke...VG Henryk


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Syrdal

@henryk

Lieber Henryk, man muss es nicht „wissen“… nur spüren, einfach nur das Leben spüren, das reicht!

Liebe Sonntagsgrüße von
Syrdal
 

Anabell23

Besser kann man es nicht ausdrücken lieber Syrdal. So sehe ich es auch.
Und dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen.


Liebe Grüße
Uscha

Syrdal

@Anabell23
 
Eines ist doch hinzuzufügen… Danke!

Und liebe Grüße
Syrdal
 

traumverloren

Lieber Syrdal,

mit dieser Frage habe ich mich  schon lange beschäftigt, seit meiner Kindheit.  Ich habe ihn in keiner Religion gefunden sondern nur in mir selbst, in meinen Gedanken, in meinen Taten. Kants kategorischer Imperativ hilft mir dabei. Wie Picasso zu einer anderen Gelegenheit einmal sagte: Ich suche nicht, ich finde. Danke für das anregende Gedicht.

Gruß
traumverloren

Syrdal

@traumverloren  

Eine allgültige Antwort auf deine Frage wirst du in keinem „Religion“ genannten Lehrsystem bekommen können, hingegen einzig und allein – so wie du es sagst – nur in dir selbst, freilich gefasst in Gedanken und zum Ausdruck gebracht durch Taten, also durch die Art, in der Menschengemeinschaft zu leben. Das, lieber „traumverloren“, bedarf keiner weiteren Vertiefung, denn es ist die Antwort, du hast sie „gefunden, ohne zu suchen“!

Wissende Grüße
Syrdal

 

Silentia

Zweifel begleiten mich schon mein ganzes Leben seitlich 12 bin, ob es einen personalen Gott gibt. Zuletzt bin ich eher beim Buddhismus angelangt: Alles ist nichts, Nichts ist Alles, Auch Gott! Meinst Du das im Gedicht so ähnlich?
Das Gedicht ist im Übrigen wunderschön!
LG silentia
 

Syrdal

@Silentia
 
Liebe Silentia, Zweifel heißt Nachdenken, heißt Suche, Suche nach der rein persönlichen Antwort, die letztlich immer zu einem personalen Gott führt, gleich ob man „erkennt“ oder negiert. – Du hast den Sinn des kleinen Gedichtes sehr wohl in klarer Weise aufgenommen. Und auch der Buddhismus ist im Sinn der „mannigfaltigen Wesenheit“ Ausdruck und Form der Gottverbindung.

… meint mit freudigem Gruß
Syrdal
 

Silentia

@Syrdal  
Es ist so, dass ich immer etwas Zeit brauche, um drüber nachzudenken. Deshalb bin ich mit meinen Antworten häufig etwas spät dran. ich glaube, ich habe nicht verstanden, warum die Suche nach einer rein persönlichen Antwort, immer zu einem personalen Gott führt. Heißt personaler Gott = persönlicher Gott? Oder heißt personaler Gott, Gott ist eine Person mit einem bestimmten   Charakter ( Beispiel: die „Hindu-Dreifaltigkeit“: Brahma, Vishnu und Shiva ). Da wäre ich ja beim persönlichen Götzenbild?, das jeder und jede sich so zurecht macht, wie er/sie es braucht? Kann das sein oder macht das Sinn?
LG silentia

Syrdal

@Silentia
 
Nun, liebe silentia, ich bin weder Theologe noch Philosoph, nur einfach ein Mensch mit normal üblichem Verstand. Und so ist Gott aus meinem Verständnis freilich keine „Person“ im uns zugänglichen Bild. Nein, der Begriff „Gott“ ist etwas Allumfassendes, etwas absolut Immaterielles. Und ein jeder bewirkt hinsichtlich des Gottesbegriffes nach seinem jeweiligen Verständnis in sich und für sich allein ein für andere nicht erklärbares „Etwas“, das er sich geistig „bildhaft“ oder rein transzendent „auszumalen“ vermag. Dies ist z.B. der Grund, weshalb ich mich nie mit anderen über „Gott“ unterhalte und auch jeglicher Missionierung aus dem Weg gehe. Mir genügt eine mir vernünftig erscheinende, vor allem aber unaufdringliche Exegese. Alles andere ist meine ganz persönliche Überdenkung, die mich stets und immer zu einer in mir liegenden und mich erfüllenden Antwort führt.
Zwar bin ich nicht sicher, dir jetzt hier mit meinen Worten weitergeholfen zu haben, kann aber auch nichts anderes zu deiner fragenden Überlegung sagen.

Grüße aber sendet dir gerne
Syrdal
 

Silentia

@Syrdal  
Lieber Syrdal,
doch, Deine Worte haben mich schon irgendwie ermutigt, mich weiter mit meiner Gottesvorstellung, auch im Zusammenhang mit Tod und Jenseits, auseinanderzusetzen. Ich suche
keine Fachkraft der Religion und Philosophie, Die mir kluge Antworten gibt, sondern ein Mensch, der sich vor diesen Themen nicht fürchtet und bereit ist, sich darüber offen auszutauschen.
 Ich will niemand von meinen Vorstellungen  überzeugen und nicht überzeugt werden, ich möchte nur hören und gehört werden. Davon erhoffe ich mir und für mein Gegenüber Bereicherung.
wenn Du dazu keine Lust hast, Alles gut! Danke für Deine Worte!
Lieben Gruss
silentia

 

Syrdal

@Silentia

Liebe Silentia… Meine Zurückhaltung hinsichtlich der Gespräche über Gott hat nichts zu tun mit Lust zur Konversation. Nein, es ist einzig die in mir seit der Kindheit vorhandene heilige Ehrfurcht vor dem Nicht-Aussprechbaren. Ich weiß, das ist vielleicht schwer zu verstehen, aber es ist eben so…

Liebe Grüße
Syrdal
 

Pan

Glauben ohne jeden Zweifel kann nur "Wissen" sein. Wissen jedoch hat den Glauben hinter sich gelassen!
Wenn jemand sagt: „Ich glaube, dass es morgen regnen wird“, dann kann er das nicht sicher wissen. Er vermutet es nur, weil der Himmel grau ist. Ein anderer meint dagegen: „bis morgen ist der Himmel wieder blau“, auch er kann es aber nicht genau wissen. Beide sagen das, was sie glauben. Und beide denken, dass es wahr ist.
Wer wirklich richtig lag, erfahren sie erst am morgigen Tag.
Dann wird aus ihrem Glauben Wissen. In dem Fall gibt es einen Beweis, der den Glauben entweder bestätigt oder widerlegt. Glauben bedeutet also meinen und vermuten.
Ob ich nun an Gott glaube, ist im Wesentlichen allein meine eigene Annahme. 
Ich selbst kann mich nur an die Jahreslosung der ev.Kirche halten:
Ich glaubehilf meinem Unglauben!

Syrdal

@Pan
 
Lieber Pan, ob Glaube ohne Zweifel überhaupt möglich ist…? Kaum. Aber ich bin davon überzeugt, dass es durchaus „Gottesbeweise“ gibt, die allerdings für einen jeden äußerst unterschiedlich und damit rein persönlich sind. Ich habe einige solcher „Beweise“ in meinem Leben erfahren, sonst könnte ich nicht überzeugt sein. Und doch gehe ich mit dem von dir zitierten Losungswort mit: Ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Sei als Bruder im Geiste gegrüßt von
Syrdal
 

Manfred36


"mannigfaltige Wesenheit – all das ist Gott – EINS im letzten SEIN !"
Gott ist nirgendwo abwesend, auch in mir nicht, auch wenn ich ihn nicht eigens aufrufe?

Ich tue es aber immer wieder, nur anders.



Erhalt' meine Seele, mein geistiges Ich
Wenn das nicht mehr geht, --- vernichte mich!
Mein persönlicher Gott, erlösch' dann mit mir.
Das ist mein Gebet - und ich dank dir dafür.
Du erstehst immer wieder auf dieser Welt,
Wobei jeder dich für etwas Anderes hält“
(Manopi 2017)

 

Syrdal

@Manfred36

 

Gott ist nirgendwo abwesend...“

...dieses klare Wort von dir, lieber Manfred, umreißt alles, was es zu der kleinen Marginalie zum Thema „Gott“ zu sagen gibt!

LG Syrdal
 

indeed

So ist es und es bedarf keiner weiteren Worte.

Lieben Gruß zu dir von
Ingrid

Christine62laechel

Mal habe ich das Gefühl, dass es den Gott auch wirklich gibt, mal zweifle ich daran, und nicht unbedingt dann, wenn ich mal unglücklich bin, oder etwas brauche... Und ich denke mir auch, lieber Syrdal, womöglich will Er es auch so? Wenn Er wollte, dass man es sicher ist, würde es schon dementsprechend arrangieren, nicht wahr?

   Wie auch immer: Ich möchte hoffen, dass sollte es den Gott auch wirklich geben, dann ist Er nicht weniger aufmerksam und verständnisvoll, als wir es sind im Umgang mit unseren Nächsten. Gewöhnlich. :) Na ja, und dass Er intelligent ist... Ich hoffe, dass du mir meine Erörterungen nicht übel nimmst, das meine ich mit Respekt.

Mit Grüßen
Christine

Pan

@Christine62laechel  
Es ist keine gute Annahme, wenn ich "Gott" eine menschliche
Natur unterschiebe!
Dann lande ich irgendwann bei der (ständigen) Frage:
 "warum kann Gott das zulassen?" in der Abfolge danach 
beim Zweiten Gebot:
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

Grüße von
Horst

Christine62laechel

@Pan  


Obwohl wir „als Abbild Gottes erschaffen” seien, möchte ich hoffen, dass Er uns Menschen doch nicht sehr ähnlich ist… Ich gebrauche bei meinem Überlegen „menschliche” Begriffe, denn bei mir steht „Verstehen” vor „Glauben”.

Und wenn ich über den Gott denke, auch an Ihn zweifle – das würde Er ganz gewiss nicht für einen Mißbrauch halten. Denn sollte es Ihn geben, dann ist Er ja kein schlechter Lehrer, der ihre Schüler nur die Notizen auswendig lernen lässt, ohne nachzudenken, ohne Fragen zu stellen.

So denke ich mir, lieber Horst. Entschuldige bitte die weiteren Vergleiche. Wenn ich mich zum Thema Gott und Religion äussere, betone ich immer meinen Respekt; von meinen Anschauungen unabhängig.

Mit Grüßen
Christine
 

Syrdal

@Christine62laechel
 
Der Zweifel, liebe Christine, gehört unbedingt zum individuellen Nachdenken über Gottes Existenz. Und immerhin ist es ein deutliches Zeichen, dass man eben diese Existenz zumindest in reale Erwägung zieht. – Wer über den Zweifel das Verstehen lernt, das Annehmen und Sehen, ist in der Lage, die „mannigfaltige Wesenheit“ zu erkennen und damit das „EINS im letzten SEIN“.

Liebe Grüße zum Wochenbeginn von
Syrdal
 

Monalie

lieber Syrdal wie recht Du hast,wer ihn braucht der findet ihn.Gott ist überall, danke sagt Mona🌹

Syrdal

@Monalie
 
Liebe Mona, das kann ich aus meiner Sicht und Überzeugung nur bestätigen…

Dir wünscht einen milden Sommerabend mit Grüßen
Syrdal
 


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