Großzügigkeit

Ich bin neulich wieder einmal meiner Großzügigkeit begegnet, dieser Großzügigkeit gegenüber den Bewohnern des Hauses, die nie Miete zahlen.
Jedem kleinen Lebewesen, das krabbelt, kriecht oder fliegt und nicht allzu viel Lärm macht, wird Asyl gewährt.
Lärm ist nicht erwünscht, denn es reicht schon, einen sprechenden Kühlschrank im Hause zu haben. Und das seit 14 Jahren! Das viele Reden scheint ihn zu konservieren. Unser Warten auf sein Ableben hält weiter an.
Ist es die Altersweisheit, die naht und so den Dingen immer häufiger ihren Lauf lässt?
Der Kühlschrank darf eines natürlichen Todes sterben und auch die Untermieter bleiben, nachdem sie das Zeitliche gesegnet haben, im Hause ein paar Tage aufgebahrt, damit sich die Familienangehörigen von ihnen gebührend verabschieden können.
Nicht dass man den Eindruck haben könnte, es sei nicht sauber im Haus! Im Gegenteil.
Denn alle Mitbewohner sind sehr reinlich.
Die einen legen ihren Abfall immer auf glatten Glasflächen ab, die leicht zu reinigen sind und andere haben so viel dazugelernt, dass sie nach dem Gang zur Toilette Papier benutzen.
Zum Beweis hat sich diese Dame – es muss eine Dame sein, denn sie befand sich direkt neben dem Lady Pi – zum Beweis hat sie sich fotografieren lassen!




Nur ab und zu, da stellt sich ein Rückfall ein. Dann wird es laut, sehr laut!
Denn dann ist es der Staubsauger der durch alle Ecken kriecht.
Aber selbst diese Augenblicke werden seltener, kürzer, - großzügiger halt.
Adoma

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Kommentare (6)

koala Ich habe ein Herkunftswoerterbuch von Duden.
UNGEZIEFER bezeichnete man ganz ganz frueher alles das, was sich nicht als Opfertier eignete.
Noch im 17.Jhd. nannte man die kleinen Haustiere wie Ziegen und Schafe GEZIEFER.
Ich denke mir, da Spinnen und was sonst noch so da herum kreuchte und fleuchte, um soviel kleiner waren wie das
Geziefer Ziegen und Schafe machte man die Unterstufe "UNGEZIEFER".

Lieber Gruss
koala
Adoma Ihr scheint ja auch sehr großzügig , Koala!
Wirkliche Spinnenkinder habe ich bisher noch nicht gesehen.
Also nicht bewusst.
Warum nennen wir sie eigentlich Ungeziefer.
Das Geziefer erfüllt ja auch seinen Zweck im Universum.

Adoma
koala Mein Mann, sonst in punkto Ungeziefer sehr penibel, hatte eine kleine Hausspinne namens Eulalia in seinem Zimmer. Immer, wenn ich in ihre Naehe kam, entschwand sie in die Klima-Anlage.
Doch wie es so im Leben geht, irgendwann waren da ploetzlich viele suesse kleine Spinnenkinder.

Und die Moral von der Geschicht
zuechte keine Spinnen nicht.

Es gruesst Dich aus dem ungezieferreichen Queensland
koala
Adoma Hallo Indeed und Traute.

Na, diese riesengroße Spinne wird doch wohl hier im Hause genug gefunden haben
Das Kleingetier ist ja immer etwas suspekt, wobei, Traute...Dein Name sagt es ja schon:
Du hast die Traute, öfter als der Förster in den Wald zu gehen.
Und ich habe den Eindruck die 5 Borreldingsda...ich kann das nicht aussprechen...
die haben Dir nicht geschadet
Vielleicht muss ich mich auch mal mehr trauen.
so wie ihr, mit Kehrschaufel und Handfeger...so ähnlich halte ich es auch meistens.
Euch einen kribbeligen krabbeligen Abend wünscht Adoma
Traute Fenster auf Schaufel und Handfeger und raus mit ihr zu ihren Artgenossen, dort findet sie auch genug Insekten zum jagen.
Ein bisschen graust es mich vor allem was krabbelt. Ich hatte 5 mal Borreliose, weil ich öfter im Wald bin als der Förster, war das bei mir schon wie eine Berufskrankheit.
Ich tue ihnen nichts, aber auf mich dulde ich auch nichts.
Ansonsten sehr humorvoll geschrieben und die Spannung bis zu letzt gehalten. Bis das Foto das Rätsel löst. Gut gemacht!
Mit freundlichen Grüßen,
Traute
Traute 2(Traute)


Das ist eine Zecke, eine Nymphe, eine hundgemeine
indeed befördere ich allerdings ganz schnell nach draussen. Vorsichtig mit Handfeger und Kehrblech rausgetragen. Spinnen sind nützlich, aber im Hause mag ich sie auch nicht. Dein Bericht ist aber voller Humor. Habe herzlich gelacht.
Lieber Gruß von
Ingrid

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