Fallende Blätter.
Einmaligkeit des Daseins
vom Winde verweht...


 


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Kommentare (16)

Syrdal
Syrdal
Mitglied


Den freundlichen Herzchengebern
Schneeflocke
Willy
APet
indeed
Brita
debi
sei mit herzlichem Dank
eine noch
immer blühende Rose
Rose
überreicht von
Syrdal

Tulpenbluete13
Tulpenbluete13
Mitglied

Lieber Syrdal

einmalig schön und anrührend- mit ganz wenigen Worten "alles" gesagt...

gefällt mir- danke dafür

einen lieben Gruß zum Wochenende schickt Dir
Angelika

Syrdal
Syrdal
Mitglied



Liebe Angelika,
 
das ist das Schöne am Haiku, dass man mit so wenigen Worten so unwahrscheinlich Vieles zum Ausdruck bringen kann, denn ein jeder liest aus den Worten heraus, was in genau diesem Moment „empfunden“ wird. – Deshalb auch kann man ein (echtes) Haiku nicht (am Schreibtisch) „machen“, es kann nur entstehen im Moment des realen Empfindens, also in der unmittelbaren Erfahrung der Natur. Der Grund ist ganz einfach und plausibel: Ein Haiku ist stets und immer an eine „in diesem Momen“ erlebte Naturerfahrung gebunden und deshalb auch zwingend mit einer eindeutig bestimmbaren Jahreszeit. Alles andere ist kein Haiku, sondern lediglich ein (durchaus hübscher und auch aussagekräftiger) Satz mit 17 Silben.
 
Dass Dir auch dieses Haiku gefällt, ist zugleich meine Freude...
 
Ein sonniges Herbstwochenende wünscht Dir
mit herzlichen Grüßen
Syrdal

HeCaro
HeCaro
Mitglied

Dein Haiku beschreibt Blätter, die der Wind verweht ...

Dennoch musste ich beim Lesen an einen alten Song
denken:
"dust in the wind,  all we are is dust in the wind "

Oder fallende Blätter ...

Einen herzlichen Gruß zu Dir 
Carola 




 

Syrdal
Syrdal
Mitglied



Letztlich, liebe Carola, wird alles zu Staub... und wenn man weiter denkt, zu irgend etwas Unbestimmtem im unendlichen Weltenraum.
Man kennt aus der Bibel die Stelle: „...Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.“ – So hat ein jeder, der dieses Haiku liest, seine eigene bildliche Vorstellung oder seine Assoziation zu dem, was im Leben auf diese oder jene Weise erfahrbar wird.
 
Dies ist das Faszinierende an diesen 17silbigen Poesiegebilden, der kleinsten Lyrikform der Welt, die sich über Jahrhunderte hinweg behauptet hat und ausgehend vom alten Japan heute in der ganzen Welt bekannt ist,
 
Liebe Grüße zu Dir von
Syrdal

HeCaro
HeCaro
Mitglied

...das wollte ich noch anmerken.
Ich hatte bei den Blättern, die der Wind verweht,  tatächlich den Staub,
der uns versinnbildlicht, vor Augen. Aber als  Katholikin kenne ich natürlich auch die Bibelstelle, die oft bei Beerdigungen zittiert wird.
Früher (oder immer  noch?) bekam man zu diesen Worten in der Messe am Aschermittwoch ein Aschekreuz auf die Stirne gemalt. Die Fastenzeit beginnt mit der Mahnung an unsere Vergänglicheit.

Liebe Grüße
Carola
 

Willy

Man staunt, was die winzige Form der Dichtkunst für Ausagekraft haben. Eine Internetfreundin von mir schickte mir mal diese Zeilen;
Die Kastanien,
haben nun ihre Hoch-Zeit!
Glänzende Kinder
der mächtigen Baumriesen –
sind für uns kleine Schätze.

LG und "Gute Nacht!"
Willy

Syrdal
Syrdal
Mitglied



Lieber Willy,
diese ungeheure Aussagekraft der Haiku-Dichtung mit nur 5 : 7 : 5 Silben (also 17 Silben bzw. Moren) in der altjapanischen Tradition hat mich schon in meiner Schulzeit – vor etwa 60 Jahren – begeistert.
 
Du hast ein Beispiel angeführt, das in Richtung der Vorläuferzeit des Haiku angelehnt ist, nämlich an das als Tanka bezeichnete Kurzgedicht mit 5 : 7 : 5 + 7 : 7 (also 31 Silben / im Japanischen etwa die dortigen Moren), das zumeist als unterhaltsames „Spiel“ von zwei „Dichtern“ formuliert wurde. In der Struktur „anglehnt“ ist es deshalb, weil bei einem formvollendeten Tanka die letzten beiden Zeilen nicht nur optisch, sondern vor allem mit völlig eigenständiger Aussage abgesetzt sein müssen von den drei davor stehenden Hokku-Zeilen, sozusagen als „Antwort“ auf diesen voranstehenden Teil.

Danke für Deine Mitwirkung und freilich 
 
liebe Grüße und noch sonnige Herbsttage wünscht
Syrdal

APet
APet
Mitglied

Unglaublich schön,
die Beschreibung der Vergänglichkeit. 
 

Syrdal
Syrdal
Mitglied



Vergänglichkeit, wie sie die Natur uns wieder und wieder zeigt, gleichsam als Hinweis für alles je in dieser Welt Existierendes.
 
Syrdal

Manfred36
Manfred36
Mitglied

Herbstliche Äste.
Rückzug der Lebenskraft
für neues Erstehen.

Syrdal
Syrdal
Mitglied



...auch das ist eine in Worten „gemalte Beobachtung“ im Haiku-Sinn.
 
Syrdal

Elbstromerin
Elbstromerin
Mitglied

traurig, aber gleichzeitig schön
LG Elbstromerin

Syrdal
Syrdal
Mitglied



...und voll tiefgründiger Wahrheit.
 
Liebe Grüße
Syrdal

agleh
agleh
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Gefällt mir.

LG
agleh

Syrdal
Syrdal
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...so soll es sein und in der Vorstellung ein ausdeutbares „Bild“erzeugen.
 
Es grüßt
Syrdal


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