Ein Wartegleis, ein Glockenklang
Lauter Herbstwolkenabend
Ein Murmelwort, ein Stimmgesang
Ein Sommerträumen nächtelang
Erinnerung innehabend

Ein fahler Mond, ein Abendstern
Gleiskalte Bodenkühle
Ein Fortträumen, ein Möchtegern
- ein Sommertraum mit Winterkern-
und fröstelnde Gefühle

Ein Gleisbewohner, Wartegast
von Sommerträumen voll
Ein kühler Hauch, der gar nicht passt
zu herbstzeitlicher Wartehast
Der Zug mit Winter voll


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Ja, der Frühling naht. Eigentlich eine völlig falsche
Zeit, ein solches Gedicht einzustellen.
Doch ich hab mich gerade wieder in diesen
"Schreibstil" verliebt...

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Kommentare (3)

...zauberst Du mit Deinem Gedicht. Eine sehr schöne Poesie, die mich zutiefst anspricht.

Mit lieben Grüßen
Sigrun
pelagia gibt es zu allen Jahreszeiten. Dei Text gefällt mir ausgesprochen gut. Ich schließe mich immergrün an: Schreib weiter so.
Pelagia
immergruen ist doch egal, auf Inhalt und Form kommt es an und das nächtelange Sommerträumen liegt wohl in der Natur der Dinge. Die Sehnsucht nach Wärme, nach langen Tagen und kurzen Nächten,nach Geselligkeit und unbeschwert sein kommt einem beim Warten an kalten Bahnsteigen besonders intensiv zum Bewusstsein.
Schreib weiter in Deinem momentanen Stil, er gefällt mir!
immergruen

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