Herbststurm
 
Aufbrausend ist er, der nasskalte Sturm,
kommt daher wie ein garstiges Kind,
rüttelt an allem –  und oben am Turm
dreht er die Fahne wie wild im Wind,
er peitscht die Zweige der hohen Birken,
reißt harsch die goldgelben Blätter ab,
wedelt sie hoch, stürzt sie steil zu Boden...
...................
...still wärmen sie meiner Liebsten Grab.
 
© Syrdal 2017


 


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Kommentare (21)

Syrdal


Mein Dank für das feine   
Herz 
geht heute an
Surfoma
Muscari
Bücherwurm
indeed
mit freundlichen Grüßen von
Syrdal

werderanerin

Wir waren auch gerade in Potsdam unterwegs, es war sonnig aber ziemlich kühl. Man merkt halt, dass es herbstlich wird, lieber Syrdal.

Hier in Berlin-Brandenburg beginnen nun die Herbstferien und ich wünsche zumindest den Kids noch ein paar schöne Tage.

Vielleicht bekommen wir auch noch einige Sonnenstrahlen ab,  ggf.. wollen wir nochmal an die Ostsee oder in die Uckermark...

Kristine   🌾

Syrdal


Liebe Kristine, gewiss bekommen wir noch mildsonnige Tage, der Herbst hat ja gerade erst begonnen und hält noch viel Schönes bereit – trotz des so hysterisch beschrieenen Klimawandels.
 
Freuen wir uns darauf, meint
Syrdal

protes

grad war ich noch feuer unf flamme
und schon
haben mich deine gedanken
in eine ruhige sehr besinnliche ebene
gebracht
herzliche grüße und gute gedanken
schicke ich dir
lieber Syrdal
hade

Syrdal


Immer mal wieder in eine ruhige besinnliche Stimmung zu gelangen, ist wie Balsam für die Seele.
 
Dank für all das Gute, was du mir zugedenkst
Syrdal

HeCaro

Mei oh mei lieber Syrdal, 
in so einem Sturmgebraus ist man froh, wenn man nicht raus muss und es sich
in der warmen Stube mit einem Buch gemütlich machen kann.
Wohl dem, der ein festes Dach hat, wenn Äolus seinen Sack aufschnürt. Lächel

Einen gemütlichen Mittwoch wünscht Dir
Carola

Syrdal


Deutschland ist bei den Stürmen der letzten Tage alles in allem noch ganz glimpflich weggekomme... und ja, ich habe die Zeit zum Lesen genutzt, was kann es an solchen windigen Tagen Schöneres geben? – Doch wird das nicht der letzte Sturm gewesen sein, denn Äolus hat ein dauerhaft kräftiges Leben.
 
Auch dir eine gemütliche Zeit wünscht
Syrdal  

Rosi65

Also, nichts gegen den Herbst, solange er mich nicht mit Haselnüssen bombadiert.
Habe heute morgen *autsch* etwas abbekommen. Na ja, spätestens da war ich dann richtig wach.Errötet

Syrdal


Nun ja, Haselnüsse fallen allgemein nicht einfach so auf den Boden und die Sträucher sind ja selten sehr hoch. Aber Eicheln und vor allem Kastanien sind da jetzt ganz vorne dran. Doch das gehört eben auch zum Herbst... Erntezeit und jegliche Wachstumsart nach ihrer Weise. Und manchmal trifft es auch mal das Autodach oder einen selbst. Umgekommen ist davon aber wohl noch niemand...
 
...über reiche Ernte freut sich
Syrdal 

Manfred36


Der Sommer und der Herbst sich stritten:
Wer hat die besten Klima-Sitten?
Der Sommer sprach: Bei mir ist es blühend bunt.
Der Herbst sprach: In Parks und in Wiesen, na und..?
Ich färbe alles, wo du nur Grün,
und Herbststürme über die Lande ziehn.
Der Sommer indes: Da steh ich nicht nach,
auch meine Winde, die sind nicht gemach.
Machen Bilanz wir der neuen Zeit,
kommst du auch auf diesem Sektor nicht weit.
 

Syrdal


Nun ja, lieber Manfred, Schiedsrichter im Zwist zwischen Sommer und Herbst möchte ich nicht sein, denn ich liebe alle Jahreszeiten und könnte mich für keine dominierend entscheiden. Und so bin ich gerne dankbar für alles, was die Natur bietet, jetzt in diesen Tagen z.B. die wunderbare Herbstfärbung, die freilich auch eine mystische Symbolik in sich trägt. Ohne diese explizit zu benennen, sollte sie in meinem Gedicht im (ungesagten) Hintergrund mitschwingen...
 
Danke für Deine Zugabe sagt dir
Syrdal 

indeed

Lieber Syrdal,

habe dich mit dem September in Verbindung gebracht , der ist nun um und so kommt es mir in den Sinn, dass dein Gedicht irgendwie trotz dem Sturmes doch auch positives abzugewinnen ist. Der letzte Satz besagt es, wohin deine Gedanken gehen. . .

Herbst, die Zeit der Stürme, der Sommer kämpft  vergeblich um seinen Verbleib im Jahr, die Stürme leiten den Herbst und letztendlich den Winter ein. Immer wieder faszinierend empfinde ich den Wechsel. Was ich aber besonder schön finde, trotz der vielen dunklen Tage gibt es immer wieder Sonnenschein. Wie ein Lichtstrahl für unsere Seelen.

Liebe Grüße zu dir und mit Dank verbunden von
Ingrid

 

Syrdal


Jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten. Der Herbst aber ist zugleich eine Zeit der Nachdenklichkeiten, was sich ja auch im Wechsel der Farben zeigt. Wenn sich dann auch noch ganz persönliche Erinnerungen wiederkehrend jähren, ist man dankbar für jeden erhellenden Sonnenstrahl – als „Lichtstrahl für die Seele“.
 
Danke für deine sinnhaft empfundene Empathie, die aus all deinen Worten spricht...
 
Liebe Grüße mit herbstlichem Sonnenschein sendet dir
Syrdal

Bücherwurm

Diese Worte berühren mich tief. Danke dafür.
Viele Grüße
Gitti

Syrdal


Dies, liebe Gitti, lese ich mit Dank...
 
...und erwidere die Grüße mit Freundlichkeit
Syrdal  

ladybird

ein sehr beschauliches Gedicht und ein berührendes "Memoriam",
lieber Syrdal,
wie Du die aufbrausende Arte das Herbstes beschreibst, haben wir bereits genauso erfahren.
Wenn die Stürme nicht immer gleich in Tornados ausarten würden(wie jetzt öfters), haben sie  durch die letzlich wärmenden Blätter noch etwas Gutes?
Wenn man es dann auch so sehen kann.....
herzlichst
Renate

 

Syrdal


Liebe Renate, ich hörte von diesen schlimmen Sturmereignissen und sah auch etliche Bilder... unheimliche Gewalten herrschen da, gegen die wir machtlos sind.
Umso mehr dürfen wir uns an den schönen Bildern des Wechsels der Jahreszeiten erfreuen, ganz besonders jetzt, wenn sich das Grün der Blätter tausendfältig färbt...
 
...Freude am herbstlichen Farbenspiel wünscht dir mit lieben Grüßen
Syrdal

Muscari


"Still wärmen sie meiner Liebsten Grab"

Ja, dieser Herbststurm fegt nun alles herab.
So auch auf unserem Friedhof. War noch eben dort und habe versucht, das Grab von den Blättern zu befreien.
Morgen aber wird es wieder zugedeckt sein ....
Mit herzlichem Gruß von
Andrea

 

Syrdal


Ach, liebe Andrea, lass die herbstlichen Blätter dort an ihrem letzten Ort, sie haben doch noch eine schöne Aufgabe,wie ich es in der Antwort zu Angelika beschrieben habe...
...und dies gilt ja nun auch hier
 
Liebe Grüße sendet dir
Syrdal

Tulpenbluete13

Lieber Syrdal,

es gibt zweierlei Menschen auf dem Friedhof: (und auch sonstwo) Die einen heben jedes Blatt auf und entsorgen es.
Die anderen lassen sie liegen. Der letzte Satz Deines Gedichtes hat mich sehr berührt- denn: Auf dem Grab meines Mannes bleiben die Blätter auch liegen. Er würde sich daran gefreut haben...

Schönes Gedicht und heute passt es genau:
Es stürmt und regnet..

Lieben Gruß schickt Dir
Angelika

Syrdal


Auch das ist Teil des Werdens und Vergehens: Nach heißem Sommer goldgelb gefärbte Blätter, die mit ihrem Leuchten zum endgültigen Abschied die hohen Birken schmücken, um sich bald am Boden zu einem dichten Teppich zu versammeln und so auch die Gräber vor dem nahenden Frost schützen – sinnhaft gleichsam damit auch die von uns an dieser Gedenkstelle verabschiedeten Seelen unserer Lieben...
 
...mit Dank sendet dir herbstgoldene Grüße
Syrdal


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