Hier die Guten - dort die Bösen.



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Worte, die mich beschäftigten, seit ich sie in einem Vortrag gehört habe!
Ich habe versucht, sie auch bildlich darzustellen.

LG Musedo
 


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Kommentare (16)

Musedo

Ich bin doch erstaunt, dass mein Blog so viele Reaktionen zeitigt.

Vielen Dank dafür an - @Monalie, @Roxanna, @Syrdal, @Wurzelflügel, @Manfred36, @JürgenS, @Clematis, @werderanerin.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen zu jedem Kommentar eine Antwort schreiben und bin damit auch angefangen. Jetzt merke ich jedoch, dass es mich überfordert.

Dankbar bin ich für eure Ergänzungen und weiterführenden Gedanken.

LG Musedo

werderanerin

Ist das wirklich so..., wieso muss ein Menschenherz zwangsläufig Gutes wie Böses in sich haben...ist es nicht so, dass eben auch die jeweiligen Lebenslagen/,-Momente auch entspr. Handeln hervorrufen?

Für mich gäbe es da ganz andere Facetten, nicht nur "gut und böse"..., das ist mir zu wenig., da gibt es noch genug anderes.

Kristine

Manfred36

@werderanerin
Natürlich kann nicht jeder in jeder Situation nach seinem Bauchgefühl oder nach Kants kathegorischem Imperativ (was du nicht willst, dass man die tu, das füg auch keinem Andernzu) handeln. Das Leben ist komplexer. Aber was herausskommt, können wir werten, und das ist nie das reine Gute. 

Roxanna

Im Faust lässt Goethe den Mephisto sagen:

"Ich bin ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. ...
Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
Ist wert, daß es zugrunde geht;
Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
"

LG
Roxanna

 

JuergenS

@Roxanna  

dieses Mephisto-Gedicht ist bei mir, auch wenn ich es nur purzelig auswendig kenne, stets präsent, auch den Zweizeiler von W.Busch finde ich brillant.
😃

Clematis

...und es liegt so dicht beieinander.

"Das Böse, dieser Satz steht fest,
ist stets das Gute, das man lässt."

Wilhelm Busch

So ging es mir wie Dir, lieber Musedo, als ich desen Satz las,
muss ich immer wieder an ihn denken.

Ich freu mich, mal wieder von Dir zu lesen.

lieben Gruß
Clematis

 

JuergenS

gut symbolisiert, die linke Seite scheint mir um 1% größer zu sein.😃

Manfred36

Muss sie doch. Wir sind duale Wesen und können das Gute nur vor dem Hintergrund des Bösen verstehen, das wir verinnerlicht haben.Wir sind immer gefordert, beides im Blick zu haben.

WurzelFluegel

Wer oder was ist gut? Wer oder was ist böse?
Gibt es das Böse und das Gute überhaupt?
Wie definieren wir das?

Der Mensch hat die Wahl - er kann sich für das eine oder andere entscheiden,
obwohl wir häufig gar nicht so sicher wissen, was nun gut oder böse ist
weil das Leben komplex ist,
denn an welchen Werten machen wir gut oder böse fest?
und doch - im Herzen, wissen wir etwas darüber - ein jeder von uns, denke ich

nachdenkliche Grüße
WurzelFluegel

Syrdal


In seinem (Haupt-)Werk „Archipel Gulag“ spricht Solschenizyn die eindeutigen Worte „...der Strich, der das Gute vom Bösen trennt, durchkreuzt das Herz eines jeden Menschen.“
Doch ist dieser Strich, die „Grenze“ nicht starr und ein für alle Mal fest gezogen. Deshalb sagt der Nobelpreisträg, der alle Höhen und Tiefen eines langen Lebens erfahren hat, zugleich auch „Während der Lebensdauer eines Herzens bleibt dieser Strich nicht unbeweglich, bedrängt einmal vom frohlockenden Bösen, gibt er dann wieder dem aufkommenden Guten freien Raum. Ein neues Lebensalter, eine neue Lebenslage - und ein und derselbe Mensch wird ein sehr anderer.“ – Welch eine Klarheit, dass das Böse vom Guten überwunden wird, liegt doch in diesen wenigen Worten…

Mit Abendgruß
Syrdal

 

Musedo

@Syrdal  - Dein Hinweis auf Dynamik und Wandel erweitern mein Verständnis.

Danke!

JuergenS

@Syrdal  
"Ein neues Lebensalter, eine neue Lebenslage - und ein und derselbe Mensch wird ein sehr anderer.“

Punktum

Roxanna

Jeder Mensch hat eine helle und eine dunkle Seite in sich. Er/sie kann entscheiden, welche Seite er/sie auslebt. Manchmal wird vielleicht auch hin- und hergependelt. Mich erinnert das an die Geschichte mit dem alten Indianer, der seinem Sohn von dem weißen und dem schwarzen Wolf erzählt. Der Sohn fragt den Vater, welcher der beiden Wölfe gewinnt und der Vater antwortet ihm, der den du fütterst.
Es ist gut, wenn wir unsere Abgründe kennen.

Gruß
Roxanna

Musedo

@Roxanna  - du schriebst:

Es ist gut, wenn wir unsere Abgründe kennen.
Das denke ich auch. Vielleicht hilft diese Erkenntnis das "Böse" nicht auf andere zu projizieren. Meiner Überzeugung nach, ist kein Mensch nur Böse oder nur Gut.

LG Musedo

Monalie

hallo Musedo für eine die keine Ahnung hat,ist das aber interessant.Wieder was dazu gelernt sehr gut dargestellt,lieben Gruß Mona

Musedo

@Monalie  - Ich bin auf diese klugen Worte auch nicht selbst gekommen. Nach dem ich sie hörte, beschäftigten sie mich.
LG Musedo
 


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