Historischer Wanderweg in Freiamt


Historischer Wanderweg in Freiamt

Stammt wohl aus dem Jahr 1759, also vermutlich historisch. Solche Steine neueren Datums sind mir bislang noch nirgends begegnet.

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Hier wurde anno 1161 von Zisterziensern aus der Schweiz das Kloster Tennenbach errichtet. Die Stele mit dieser Information ist natürlich nicht so alt, die Marienkapelle daneben ist alles, was vom Kloster geblieben ist.

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Ein uralter Steinbruch. Beides, Steinbruchreste und Informationstafel, sind kaum zu erkennen, zu lesen.

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Dort war mal der Mutterstegenhof, einer der ältesten urkundlich erwähnten Höfe in Freiamt, heute Stabhalterhof genannt.

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Warum die Evangelische Kirche Ottoschwanden ein Wegpunkt bei einer historischen Wanderung ist, erschließt sich mir nicht. Sie sieht doch recht modern, neuzeitlich aus.

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Nun wird’s profaner, auf dem historischen Wanderweg wird vor einem mutmaßlich bissigen Hund gewarnt.

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Auch nicht harmloser, aber der Wanderweg geht immerhin nicht über diese Weide.

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Das ist eher traurig, nicht nur kein Trinkwasser sondern überhaupt keines.

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Das war für mich der interessanteste Wegpunkt der Wanderung, die Burgruine Keppenbach.

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Ein paar Daten, die dort vor Ort vermittelt werden.

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Eine Schießscharte, genau auf die Bank vor der Ruine ausgerichtet. Als ich auf der Bank saß habe ich diese Scharte gar nicht gesehen.

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Der Aufstieg, nachdem er bewältigt wurde.

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Die innere Torumrandung machte auf mich einen deutlich jüngeren Eindruck, als der Rest der Mauern.

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Wieder unten, am Fuß der Ruine

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Das war links vom Eingang und auch wenn nichts erklärt wird, konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß man dort Gefangene reingeworfen hat, in grauer Vorzeit.

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Bei Läger geht’s um früheren Erzbergbau, wirklich zu sehen war davon dort nichts.

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Das gilt analog auch für diese Sandgrube. Es ging um Schwarzwälder Waldglas.

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Das war eher nicht historisch und machte auch keinen erlaubten Eindruck.

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Ein Kriegerdenkmal bei Soldatengräbern, mehr als 200 Jahre alt, wie es scheint.

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Den Erläuterungen kann entnommen werden, daß es um tote Soldaten aus Bayern und Österreich geht, die in den Jahren um 1813/1814 gefallen oder in Folge von Verletzungen und Krankheiten dort verstorben sind.

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Der auf den Erläuterungen oben rechts zu sehende Gedenkstein, ohne den in den 60er Jahren verschwundenen Totenkopf.

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Dorthin bin ich nur gekommen, weil auf einer anderen Karte ein altes Kreuz von 1598 eingezeichnet war, das zum Kloster Tennenbach gehören soll.

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Die Jahreszahl 1624 deutet immerhin auf ein beträchtliches Alter hin.

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Das hier erwähnte Geburtsdatum 9. November 1731 ist doch um einiges weniger lange vergangen.

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Dass dieses Kreuz von 1598 ist bezweifle ich. Vermutlich wurde es irgendwann einmal erneuert.

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Der Wegweiser bestätigt die "andere Karte" aber trotzdem.


 


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Kommentare (20)

Songeur


Herzlichen Dank für ein 💗 an :
 

Jil

Seija

Lieber Hubert,
bin in Gedanken gerne mitgewandert. Danke für diesen interessanten Beitrag.
Eine gute Woche wünscht Dir
Karin

 

Songeur

@Seija  

Danke, liebe Karin, für das 💗 und Deinen Kommentar. Freut mich sehr.

Eine gute Woche wünscht Dir, und herzliche Grüße sendet Dir
Hubert

Rosi65

Lieber Hubert,
habe mir Deinen Bericht mal ganz aufmerksam durchgelesen.

Bissiger Hund, freilaufender Bulle, elektrischer Weidezaun, eine Schießscharte die genau auf die Ruhebank harmloser Wanderer ausgerichtet ist…😨

Fazit: Niemals fahre ich in den Schwarzwald…,viel zu gefährlich!!!

Herzliche Grüße 😂
    Rosi65

Songeur

@Rosi65  

Liebe Rosi, herzlichen Dank für Deinen überaus humorigen Kommentar und das 💗.

So wie Du habe ich diese Geschichte noch gar nicht gesehen. 😉

Herzliche Grüße
Hubert

 

Songeur

Herzlichen Dank für 💗 💗 💗 an :

Christine62laechel
Manfred36
maite
Szalai
reflex
WurzelFluegel
pippa

iverson

Auch ich konnte in Gedanken an Deiner schönen Wanderung teilnehmen.
Danke für diese Möglichkeit,für Deine Ausführungen und Bilder.
Einen Gruß zu Dir von Iverson

Songeur

@iverson  

Danke, für Deinen freundlichen Kommentar, Iverson.

Herzliche Grüße
Hubert

ladybird

wow...ist das schööööön,
lieber Hubert,
dass ich  mit Dir immer mal wieder in eine mir fremde,oder auch neue
Gegend, komme. Auch diese Natur und alle Sehenswürdigkeiten, die Du vorstellst, sind schon besonders. Mit Neugier und Interesse habe ich auch diesen Wanderbericht wieder gelesen und bin Dank Deiner immer guten Erklärungen in die Vergangenheit eingetaucht.
Mit Staunen und Freude,
dankt Dir
Renate und wünscht weiterhin "gut Fuß"...

Songeur

@ladybird  

Herzlichen Dank, liebe Renate, für das 💗 und Deinen freundlichen Kommentar. Ich werde mir auch weiterhin Mühe geben, hier in den Blogs was Gutes/Nettes zu bringen.

Einstweilen, das weißt Du ja schon, weiterhin aus dem Schwarzwald, und nicht etwa dem Hohen Venn.

Herzliche Grüße
Hubert

Muscari


Lieber Hubert,

wie gerne bin ich wieder mit gewandert, besonders im Schwarzwald.
Und wie Syrdal schon schreibt, vermitteln gerade Deine Fotos das nähere Kennenlernen der sonst wenig beachteten Stätten.
Selbst Dir ist beim Ausruhen auf der Bank die weit oben liegende Schießscharte der Ruine nicht aufgefallen.
Umso schöner dann der Blick von oben auf besagte Bank.

Wieder mit Dank und herzlichem Gruß von
Andrea

Songeur

@Muscari  

Liebe Andrea, herzlichen Dank für das 💗 und Deinen freundlichen Kommentar. Zu Deinem Lob der Bilder könnte ich anmerken, daß sie mir durchaus auch gefallen, sonst würde ich sie ja eher nicht hier zeigen. Ich wundere mich aber schon hin und wieder darüber, daß mir so ansprechende Bilder gelingen.

Herzliche Grüße aus dem Bezirk Liège,
Hubert

Komet

Danke lieber Hubert,
wieder eine schöne und informative Wanderung von Dir.

Was doch die alten Mauern alles erzählen könnten. Man könnte sich auf einen Stein setzen und einfach still zuhören.

Auch bei dieser Kälte - zumindest hier im Westerwald - hast Du Deine Wanderschuhe wieder flott gemacht.

Danke, dass Du uns mit genommen hast.

Einen erholsamen Sonntag wünscht Dir
Ruth.



 

Songeur

@Komet  

Herzlichen Dank, liebe Ruth, für das 💗 und Deinen Kommentar.

Die Wanderungen mache ich hauptsächlich zum Erhalt meiner Fitness, die Fotos und Berichte aber nur für den ST, also für alle, die sich für meine Wanderungen interessieren. Und da bist Du erfreulicherweise mittendrin.

Herzliche Grüße zum Sonntagabend,
Hubert

Monalie

lieber Hubert was für eine Wanderung-ich bin begeistert weil ich ,das noch nicht kannte. Deine Aufnahmen wunderbar- lieben Gruß Mona🍀🍁

Songeur

@Monalie  

Herzlichen Dank für Deinen freundlichen Kommentar, liebe Mona. Es freut mich sehr, daß meine Aufnahmen gefallen, gerade auch, weil ich eigentlich diesbezüglich gar kein Profi bin. 😊

Herzliche Grüße
Hubert

Globetrotter

Vielen Dank für diesen schönen Bericht da bekommt man ja richtig Lust mal wieder in den Schwarzwald zu fahren.

Songeur

@Globetrotter  

Danke für das 💗 und Deinen Kommentar. Ich finde den Schwarzwald überaus interessant und kann ihn wärmstens empfehlen.

Syrdal


Lieber Hubert, bist mal wieder durch urige Gegenden gekraxelt und dabei auf so manch Unbeachtetes gestoßen, das kaum einem Wanderer ins Auge fällt, geschweige gebührend beachtet wird, obgleich es ja oft auch „sprechende“ Zeugnisse vergangenen Geschehens darstellt. Aber durch deine „Foto-Dokumentation“ erlangen diese versteckten Kleinode neue Lebendigkeit. – Bewundernswert ist deine nahezu pfadfinderische Entdeckernatur, die dem interessierten Betrachter immer wieder das „Unentdeckte am Wegesrand“ ins Blickfeld rückt. Dafür sei Dir sehr freundlich gedankt…

...mit Grüßen zum Wochenende von
Syrdal
 

Songeur

@Syrdal  

Herzlichen Dank, lieber Syrdal, für Deinen überaus freundlichen Kommentar. Nur am Rande möchte ich anmerken, daß ich nie bei den Pfadfindern war und von den zahlreichen Entdeckern nur James Cook wirklich von mir bewundert wird.

Herzliche Grüße am leider schon endenden Wochenende,
Hubert


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