Wenn die Blätter sich verfärben
Und der Herbst sein Gold verspinnt
Wenn die Nebel in den Tälern
Geister weben, dann beginnt
Er sein Spiel auf großer Bühne
Legt den Vorhang nebelgrau
Luftig leicht wie Zuckerwatte
In des Herbstes Morgentau.

Magier der satten Farben
Und der großen Illusion
schafft er mit dem Farbenzauber
Einsicht, Weitsicht und Vision.

Abschied nimmt man mit den Augen.
Mit dem Herzen, doch man weiß,
Dass nach langen Winterwochen
Kälte, Finsternis und Eis
Neues Leben wird entstehen
Neuer Kreislauf, neues Licht
Neue Farben, neues Sehen.
Ohne Abschied hofft man nicht.

(immergruen 2014)

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Kommentare (12)

ekaterina Ich habe das Gedicht eben erst gesehen, es ist wunderschön und spricht mir aus der Seele , danke!
indeed habe erst jetzt gelesen und was wäre mir beinahe entgangen! Hab Dank, dass ich es lesen durfte! Es ist für mich vollkommen im Ausdruck und Aussage.

Liebe Grüße
indeed
2.Rosmarie Liebe Immergrün,

heute - beim Nachlesen vieler berührender Gedichte hier - bin ich durch so manches bereichert und beschenkt worden.

Aber dein Gedicht, dieses Gedicht, ist für mich das beste und das poetischte, eben das, was in perfekter Form seinen reichen Gehalt einschließt und dicht und beglückend an mich vermittelt.

Danke für dein wunderbares Werk!

Liebe Grüße
Rosmarie
immergruen danke ich allen, die meiner "Hoffnung" einen Kommentar geschenkt haben.
Ich freuen mich, wenn ich mit meinen Worten auch eure Gefühle angesprochen habe.
Man kann ein Gedicht ja nicht erzwingen. Es fließt aus meiner Feder, wenn ich so sagen darf, wenn die Zeit dafür reif ist und manchmal gelingt es sogar.
das immergruen
tilli † so wird es immer Leben geben.
Die Hoffnung bleibt und das gibt uns Kraft
Ich habe deine Gedichte alle gelesen, Jetzt habe ich dein Band und kann darin lesen wenn die Poesie mich zu sich ruft.
Du schreibst schön und du hast so viele Themen.
Danke und viele Grüße von uns
Tilli
hisun darum sage ich gern „Auf Wiedersehen“
denn Abschied nehmen tut doch weh,
auch wenn die Hoffnung bleibt bestehn.
Bald öffnet der Winter seine Tore,
dann sage ich dem Herbst auf Wiedersehn
im nächsten Jahr, wenn der Sommer ist vorbei.

Liebes Immergrün, dein Gedicht hat mich berührt.
Danke sagt hisun
.*.
marlenchen ein so schönes gedicht von dir,
die herbstbuntheit bleibt in unseren herzen,
bis die frühlingsbuntheit den platz einnimmt.
dir liebe grüße vom marlenchen.
Medea Soeben Dein Herbstgedicht gelesen und mich darüber
gefreut. Als Oktobergeborene ist mir der Herbst eine
vertraute Jahreszeit, der Weg ist übersät mit blanken
Kastanien, die Kinder aufsammeln.

Sehr herzlich und Dankeschön für liebes Gedenken.

Christine-Medea.
Syrdal
in dessen Stimmung man sich gerne "hinein fallen" lässt, malt es doch ein herzergreifendes Bild dieser warmen, spätherbstlichen Tage, die sogleich münden in der Zuversicht auf neues, blühendes Leben nach kühler, alles reinigender Ruhezeit.
Schhön zu lesen... wunderbar!
..empfindet Syrdal

HeCaro Dein Gedicht ist wunderbar. Es ist phantasievoll
und ausdrucksstark. Du schreibst Poesie vom
Feinsten. Danke, dass ich es lesen durfte.
Liebe Grüße, Carola
protes sehr, sehr schönes gedicht
liebes immergruen,
ohne hoffnung wäre das leben
viel, viel schwerer zu ertragen
liebe grüße
hade
traumvergessen absolut melodisch - passend und philosophisch - so wie sich in Erinnerung an schöne Tage der Winter und damit eine Eiszeit im persönlichen Befinden (bei mir ist es Gott sei Dank nicht so) ertragen lässt und die Hoffnung auf das neu beginnende Spiel der Natur oder an neue bessere Zeiten erhoffen lässt.

Liebe Grüße
traumvergessen

Lichtspiele im herbstlichen Garten(traumvergessen)

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