Ich verstehe nicht


Ich verstehe nicht
dass man nicht spricht
was wichtig ist

Vergeht die Zeit
so manches Leid
man nicht vergisst.

Ich verstehe nicht
dass die Haut so dick.
Ist das mein Geschick?

Lass es sein das Denken
Gelassenheit wird schenken
ein bescheidenes Glück.


traumvergessen 24.11.2011


Das Gedicht habe ich aus dem Anlass geschrieben, dass in Beruf, Politik und auch in der Familie vieles totgeschwiegen und oft einfach ignoriert wird.
Sich für vernünftige Kommunikation oder gar Lösungen einzusetzen, ist ein Kampf gegen Windmühlenflügeln. Nun ist mein Gedicht kein Aufruf zum Nichtstun, sondern auf seine Aktion nicht zu erwarten, dass es vernünftig oder gar gerecht zugeht.. Bei einer gewissen Gelassenheit stellt sich mit der Zeit ein Erfolg ein. ob es der gewünschte ist, bleibt offen.

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Kommentare (10)

traumvergessen du hast so schön geschrieben. Ja, mir geht es so wie dir. Unsere schöne Freundschaft bedeutet mir auch sehr viel. Schade - gerade wollten wir reden - da hat es nicht geklappt. Vielleicht ein ander Mal. Ich würde mich freuen.

Dein Gerd
traumvergessen du hast alle Gründe aufgezählt, die zu den von mir beschriebenen Situationen führen. Du scheinst mich gut zu kennen - lach. Oft sind die beruflichen Situationen in der Hierachie daran schuld, dass sich viele Menschen nicht wohlfühlen. Ich danke dir.

Sei lieb gegrüßt von
Gerd
traumvergessen ja, es kann viele Gründe geben, warum ein Mensch verstummt, da gebe ich dir Recht. Solange dies nicht zu Lasten anderer geht, mag das ja noch angehen. Aber wenn es anders ist und schadet, dann ist es nicht mehr tragbar. Dann ist reden angesagt, auch wenn es schwerfällt.
Ich danke dir.

Liebe Grüße
Gerd
traumvergessen ja leider wird viel zu oft geschwiegen - auch in der Familie. Das Gedicht sollte nichts Negatives auslösen, eher dazu anregen, trotz negativer Erlebnisse möglichst positiv zu bleiben. So wünsche ich dir und deiner Familie äußerst positive Zeiten. Ich danke dir.

Liebe Grüße
Gerd
traumvergessen liebe Emy, es kommt auf das Thema an. Allerdings unter Druck lässt sich schwer reden. Es ist schade, dass du diese Erfahrungen machen musstest. Aber auch heute - so ja auch meine Zeilen - wird der Mantel des Schweigens gerne ausgebreitet. Ich danke dir für diesen Kommentar und wünsche dir eine kommunikative schöne Zeit.

Liebe Grüße
Gerd
tilli † Dein Gedicht hat heute bei mir so eine Tiefe ausgelöst.
Die ganze Familie wußte es, bloß ich nicht.Alle haben geschwiegen.Aber jetzt tut es mir viel mehr weh.

Man muss gleich alles sagen, nicht schweigen.
Danke und grüße Otti
lillii kann es daran liegen, dass viele das Sprechen miteinander nicht gelernt haben oder, dass sie, wenn sie es versucht haben, abgeblitzt oder übergangen und nicht ernst genommen wurden, vielleicht sogar unabsichtlich, es kann viele Gründe geben, warum ein Mensch verstummt....
denke ich gerade so....

es grüßt Luzie
ashara Wenn alle Menschen sich austauschen würden statt zu schwiegen, wäre sehr viel einfacher.
Ich bin auch für reden und ich bin froh können wir so gut miteinander sprechen. Es tut einfach gut, wenn man plaudern kann.

Danke für Deine schöne Freundschaft die mir sehr viel bedeutet.
Wir werden noch viel viel sprechen......lach

Deine Silvy
indeed schmerzlich sein, blockieren, demotivieren und sich nur negativ auswirken. Ein Windmühlenkampf trögt niemals zur Lösung des Problems bei.

Außerdem finde ich es auch unfair seinem Gegenüber. Er wird blockiert, kann aber gleichzeitig die Blockade ohne den Schweiger zum Reden zu bewegen, nichts ausrichten. Läuft es dann in ungewünschte Bahnen, zielt es meistens auf ungerechte Schuldzuweisungen hinaus.

Bei uns in der Familie gab es einen sogenannten "Runden Tisch", wo jeder sagen konnte, was ihn stört oder nicht als richtig empfunden wurde. Verboten waren allerdings Vorwürfe, weil die immer als Angriff empfunden werden und somit nichts bringen. Besser bekennt man, dass dies oder das verletzt hat und gemeinsam wurde ein Konsens gesucht, um es besser zu machen oder gar zu vermeiden.
Auch Wünsche wurden angebracht und besprochen, ob sie realisierbar waren. Eben alles, was so im Alltag anfällt und auffällt.

Im Berufsleben sieht es leider vielfach anders aus. Es ist ja auch für manchen bequemer so.
Dünnhäutige Menschen haben es dann oft schwer.

Gelassenheit zu behalten ist auch leichter gesagt als getan.

Irgendwann läuft das Fass dann über - es fragt sich nur, ist das sinnvoll?
Das sollte sich jeder mal fragen, der in leitender Position ist.

Ein lieber Gruß
Ingrid


minu In meinem Tagebuch von früheren Tagen schrieb ich oft:
Schon wieder breiten wir den Schleier des Schweigens über
alles.
Mit dem Messer am Hals, kann man nicht reden.
Wenn wir reden wollten, hat man nichts geglaubt.

Ich hoffe, dass man in der heutigen Zeit hellhöriger ist.
Gruss Emy

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