Idylle im Wohnviertel



Idylle im Wohnviertel

Ich geh gerne morgens beim Bäcker einkaufen,
obwohl da ist etwas weiter zu laufen
als zu dem Supermarkt in der Nähe,
bei dem ich ein hektisch Gewusel nur sehe.
Der Weg zur „Bäckerin“ führt mich durch Gassen,
wo Leben man kann im Vorbeigeh'n erfassen.

Mama mit dem Kleinen auf der Straße,
das ganz hoch trägt seine Mini-Stupsnase,
mit Beinchen steif, aber trotzdem wie Federn
und Ärmchen, die schwingen wie Äste von Zedern.
Die Mama versäumt nicht, mit stolzen Blicken
dem Aufmerksamen da zuzunicken.

Da ist auch der Sound aus den offenen Türen
von Kindern, die Kita und Schule schon spüren.
Vom Handwerker, der auf den Weg sich macht,
mit eiligen Schritten, denn es geht stark auf Acht,
und der mich grüßt, als Nachbarn mich wertet.
Weil alle im Viertel ihm scheinen „vererdet“.

Die „Bäckerin“, die mich mit Namen anspricht,
vertreibt auch die schwärmenden Wespen nicht.
Sie weiß nicht, wie die das im Supermarkt machen,
bei den vielen und zuckersüßen Sachen,
den Quälgeistern Zugang zu verwehren
und dabei Artenschutz nicht zu versehren.
 


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Kommentare (3)

ladybird

Lieber Manfred,

Dein Gedicht hat mich inspiriert
schau, wenns interessiert:
am Rande der Großstadt, nicht mittendrin
hat das Wohnen einen "grünen" Sinn

101_0001.JPG

101_0011.JPGFür den Marienkäfer ist das eine kleine Oase.....
herzlichst Renate

Roxanna

Hast du bemerkt, lieber Manfred, dass ich mit dir gegangen bin? Und wenn schon, dann könnten wir ja auch gemeinsam frühstücken, was hältst du davon Zwinkern? Schön hast du die Idylle in deinem Gedicht beschrieben. Gerne habe ich es gelesen.

Herzlichen Gruß
Brigitte

Manfred36

@Roxanna  
Wie gerne würde ich das tun, mit dir gemeinsam frühstücken. Es wäre ein schöner, aufbauender Start in den Tag. Stattdessen stelle ich nur das Radio neben mir an, und was ich da höre ist nicht immer aufbauend.
Rose


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