In Mist, Gülle, Jauche waten: Herrlich




In Mist, Gülle, Jauche waten: Herrlich

Früher, als die „Umwelt“ noch „in Ordnung“ war und man die Bevölkerungsüberschüsse nach Amerika schicken konnte (Trump), waren die (klein-)bäuerlichen Anwesen einfach.
Direkt vor dem Haus war der Misthaufen, darüber (meist auf Pfählen) der Abort, durch eine Brücke erreichbar. Für Vieh und Mensch. Der „Pfuhl“ sammelte sich auch dort, für größere und spätere Betriebe in einer angebauten Sickergrube; was zu viel war, lief in die Gegend (auch die Straßenrinne). Der Pfuhl (also Jauche und die „substanzreichere“ Gülle) wurde mit einer Handpfuhlpumpe ins Pfuhlfass gepumpt und auf dem Feld versprüht. Der Mist wurde mit der Mistgabel von Pferde-(Kuh-)wagen aus auf dem Feld verteilt. Den Garten düngte man mit dem Pfuhlschöpfer (Eimer mit langem Stiel) und Trageeimern. Auch Mist (meist von der unteren schleimigen Schicht, also auch Gülle) brachte man so dorthin. Letzteres war lange auch meine Aufgabe. Incl. Unterbuddeln. Von Ammonium, Nitrat und Phosphat hatten wir keine Ahnung. Mist roch besser als Pfuhl.

 


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Kommentare (1)

Syrdal


Nun, Manfred, dies alles kenne ich auch noch und es hatte im naturschonenden Sinne nichts „Anrüchiges“ an sich, außerdem blieb das Aufkommen (Volumen) in sehr übersichtlich „handhabbarem“ Umfang. Um Ammonium, Nitrat und Phosphat musste man sich nicht kümmern, die Bodeneinträge waren so minimal, dass weder Boden noch Grundwasser im Übermaß verseucht wurden. – Was heute geschieht, ist der überall um sich greifenden Unmäßigkeit geschuldet, dabei sind aber nicht nur die von dir erwähnten Chemikalien das Problem, ebenso schlimm oder schlimmer sogar sind die riesigen Mengen an Arzneistoffen, die über das Futter in die Gülle und von dort in den Boden und so auch ins Trinkwasser gelangen. Dies alles macht die Menschen krank, doch wen stört es...
 
...unglaublich, diese verantwortungslose Verfahrensweise, sagt
Syrdal


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