Katalonien: Zisterzienserkloster Santa Maria de Vallbona


Der Ursprung des in einem Tal am Hang der Serra del Tallat (in einem Gebiet, dass bereits zu Lleida gehört) gelegenen Klosters Santa Maria de Vallbona liegt in einer seit 1150 dokumentierten Gemeinschaft von Anachoreten (Männer und Frauen. Im Jahre 1175 ging die inzwischen bereits vollständig aus Frauen bestehende Gemeinschaft im Zisterzienserorden auf. In den folgenden Jahrhunderten spielte das Kloster dann eine bedeutende Rolle bei der Wiederbevölkerung der Region, und Töchter der bedeutendsten katalonischen Adelsfamililen traten in den Orden ein. Der aus verschiedenen Epochen stammende architektonische Komplex ist sehr prunkvoll, allerdings wurden die drei anfänglich vorhandenen Bereiche ab 1573 stark verändert, als das Kloster in Erfüllung der Beschlüsse des Konzils von Trento, die Frauenklöster an abgelegenen Orten verbaten, in das Dorf Montesquiu verlegt wurde. Es ist das einzige Frauenkloster der Zisterziensroute und ebenfalls das einzige, das seine Gemeinschaft ununterbrochen während 800 Jahre aufrecht erhielt, mit Ausnahme der Kriegszeiten natürlich. Vallbona ist ein würdevolles Kloster. Seine zierlichen Ausmaße und seine einzigartige Schönheit machen es zum deutlichsten Symbol der Bedeutung der Frau im Mittelalter. Im Jahre 1931 wurde es zum historischen Kunstdenkmal erklärt.

Die Kirche und das Kloster nehmen, umgeben von einem schönen Platz mit einigen Gräbern und Sarkophagen (13.Jh.) einem monumentalen Brunnen und zwei herrlichen Portalen, nämlich dem romanischen "Portal der Toten" und dem ebenfalls romanischen Kirchtor (13.Jh.) einen großen Teil des dritten Bereichs der Klausur ein. Die Kirche (13.-14.Jh.) stellt ein schönes Besipiel für den Übergang von der Romanik zur Gotik dar.

Sie besitzt ein einzelnes, sehr lang gestrecktes Schiff und drei rechteckige Apsiden, die sich zum Kreuzgang hin öffnen. Außer einem ersten, achteckigen Kuppelgewölbe mit acht Fenstern (13.-14.Jh.) ist ein großer Glockenturm mit Kuppelgewölbe vorhanden, der durch eine ebenfalls achtseitige Laterne erhellt wird. Im Altarraum befinden sich die prächtigen Grabstätten der Königin Violante von Ungarn, der Gemahlin Jakobs I, und ihrer Tochter Sancha von Aragon. Der Kreuzgang, mit trapezförmigem Grundriss, besitzt zwei romanische und einen vollständig gotischen Flügel. Im schmucklosen gotischen Kapitelsaal (14.Jh.) befindet sich eine, Pere Joan, zugeschriebene Figur der Muttergottes des Erbarmens (15.Jh.

Die Anwesenheit einer weiblichen Klostergemeinschaft fügt dem rein kulturellen Aspekt der Besichtigung den Genuss einer besinnlichen, gelassenen Atmosphäre hinzu, die im Kontrast zu den Sorgen des modernen Lebens steht. Eines der wichtigsten Charakteristika des Klosters ist, daß es uns Dank seiner geprfleten Gastlichkeit eine komfortable Unterkunft bietet.




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