Kernkraftwerke, TÜV geprüft? Wem gehört der TÜV?


Folgendes Sendung von Kontraste findet inzwischen vielleicht mehr Gehör als 2010:

Für mich das Fazit dieses Films:

  1. Deutsche Kernkraftwerke haben gefährliche Schwachstellen.
  2. Der TÜV Süd, der prüfen sollte, maximiert als Aktiengesellschaft seinen Gewinn und wird die Kühe, die er melkt, nicht aus dem Verkehr ziehen wollen.
  3. Die Betreiber der Kernkraftwerke haben sich die Aktienmehrheit am TÜV Süd gesichert. Sie kontrollieren sich also selbst.

Das ist der blanke Wahnsinn, Karl

P.S.: heute ist auch Fukushima III explodiert. Das Explosionsmuster ist völlig anders als bei der Explosion von Fukushima I.


Anzeige

Kommentare (4)

pilli ergänzend zur info angeboten:

Die Fachleute befürchten außerdem, dass die Gefahr einer Katastrophe steigen könnte, sollte die Laufzeit der alten AKW - wie von der Berliner Regierungskoalition geplant - verlängert werden. Denn die andauernde Beanspruchung des Materials seit den siebziger Jahren hat das Risiko womöglich vergrößert.

Das Wasser im Inneren des Reaktordruckbehälters dient sowohl als Kühlmittel für die Brennstäbe als auch als Moderator für die nukleare Kettenreaktion. Es ist fast 300 Grad heiß und steht unter einem Druck von 70 Bar, allerdings nicht kontinuierlich. Bei einer Abschaltung des Reaktors, etwa durch einen Störfall, wird der Kessel durch das Sinken der Temperatur thermisch stark belastet. "Während der Lebensdauer eines Reaktors kommt es zu vielen hundert Belastungswechseln", erläutert Kromp. Das Material könne so auf Dauer ermüden.

Der Alptraum von Werkstoffexperten ist, dass es zu einem sogenannten überkritischen Riss kommt, der spontan auftritt, sich blitzartig durchs Material frisst und ein großes Leck hinterlässt. Die Folgen wären infernalisch. Das knapp 300 Grad heiße Wasser würde sich in Sekundenbruchteilen in Dampf verwandeln und den tonnenschweren Druckbehälter womöglich "wie eine Rakete" nach oben schießen lassen, warnt Kromp. Teile des Reaktorgebäudes würden zerstört, zugleich käme es im Inneren des Behälters zur Kernschmelze, weil das Wasser zur Kühlung fehlte.

"Das wäre ein Unfall von den Ausmaßen Tschernobyls", sagt Kromp. "Gegen einen Bruch des Reaktorbehälters ist kein Kernkraftwerk der Welt geschützt." Auch deutsche Gerichte, wie etwa 1975 der Mannheimer Verwaltungsgerichtshof, warnten vor einer "Katastrophe nationalen Ausmaßes", sollte ein Reaktordruckbehälter platzen.

geschrieben von spiegel online


Forscher warnen vor porösen Altmeilern

es kann doch nicht sein, dass keine der warnenden worte bei den überlegungen der Kanzlerin und anderer befürwortender entscheidungsträger berücksichtigt wurden? wenn nicht sie, wer denn dann wüßte sach-und fachgerechtes bei den überlegungen zu bedenken?

Physikstudium an der Uni Leipzig mit Diplom und der note "sehr gut",

- zitat: "...Zum Berufseinstieg als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentralinstitut für physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften führt der Weg im selben Jahr nach Ost-Berlin. Ihr Forschungsgebiet ist die Quantenchemie..."

- zitat: "...promoviert die Wissenschaftlerin zum Dr. rer. nat. mit einer Dissertation über die Berechnung der Geschwindigkeitskonstanten von Reaktionen einfacher Kohlenwasserstoffe..."

Biografie

--
pilli
mart1 Unzureichende Prüfung bzw. überhaupt der Prüfungsmöglichkeiten von Reaktoren und die Vormachtstellung des TÜV Süd, der zu einem großen Teil den Atomkraftbetreibern gehört
guana Das ist gut, man muss nur fest daran glauben.
Wie ein alter Freund frueher gerne sagte
"Als letztes stirbt die Hoffnung"
Also weiterhin tapfer durchhalten
Lieber Gruss
Guntram
karl Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert, Das Erste, Sendung vom 20.9.2010, 21.45 Uhr

Ich hoffe, dass sich diese Zustände bald ändern und die Politiker nicht länger die Marionetten der Stromkonzerne sind.

Karl

Anzeige