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Königsweg

Du suchst den Königsweg zum Glück,
studierst emsig jede Wissenschaft,
reist in die Welt, kommst bald zurück –
dein ganzes Mühen hat nichts gebracht,
übst jetzt Yoga, Philosophie,
Buddhismus, Kunst und Affirmation,
setzt darauf alle Energie,
doch deinem Glück rennst du nur davon.



© Syrdal 2021

 


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Kommentare (12)

floravonbistram


Von Kindheit an begegneten mir immer wieder die Glücksmomente im Erleben der Natur, im Wolkenmitfliegen, im Allesvergessenkönnen. Und heute weiß ich, dass diese Momente mir trotz harter Kindheit die Welt schenkten.

Syrdal

@floravonbistram

...dazu, liebe Flo, sage ich nur ein wieder und wieder ebenso erfahrenes JA !

Sich an viele tief beeindruckende kontemplative Momente erinnernd grüßt zum Abend
Syrdal  

Christine62laechel


Wer sich frei von Eigenwille hoher Führung anvertraut, befindet sich längst auf dem
Königsweg!


- und wo bleiben dann der Verstand, und der freie Wille, lieber Syrdal? Das Glück, das kann man sowieso nur zuweilen geniessen; wenn nicht ein Streben aber, was dann?

Trotzdem finde ich dein Gedicht sehr schön, und freue mich auf deine Antwort. Ich wette, ich weiß, mit welchen Worten sie dann beginnen wird. :)
(Ein wenig Spaß doch auch mir erlaubt?)

Mit Grüßen
Christine

Syrdal

@Christine62laechel

Verstand… freier Wille…? Was hat das mit dem wahren Glück des Seins zu tun? Vielleicht mal gerade soviel, sich damit erfahrenes Glück bewusst zu machen.

Wie oft, liebe Christine, verleitet der sogenannte „Verstand“ (das Denken) auf unverzeihliche Irrwege, wie oft führt „freier Wille“ ins Verderben! – Ist es „Verstand“, seinem „freien Wille“ zu folgen und sich z.B. mit Bungeespringen einen „Nervenkick“ zu verschaffen? Nur war dummerweise das Seil defekt und ist gerissen
Also, liebe Christine… wo bleiben da nun Verstand und freier Wille? (!) Ich denke, deine Frage beantwortet sich von selbst.

Und habe ich nun mit den von dir insgeheim angedachten Worten begonnen, fragt mit heiteren Grüßen sein ganz alltägliches Lebensglück sehr bewusst genießend
Syrdal  

Christine62laechel

@Syrdal  

Da habe ich also doch falsch den Sinn deines Gedichtes, und deines Kommentars verstanden, lieber Syrdal. Ich habe da etwas Religiöses verspürt, das es da offenbar doch nicht gibt. :)

Und die Wette, die habe ich verloren!

Syrdal

@Christine62laechel

Aber ja, man kann das Gedicht in verschiedener Weise „verstehen“, eben jeder nach seiner ganz persönlichen Sicht auf das Sein…

Und verloren hast du freilich nicht, denn ich hatte ja noch gar nicht mit-gewettet :-)
LG Syrdal  

HeCaro

Lieber Syrdal,

die Erkenntnis dem Falschen nachgejagt zu haben ist bitter.
Soviel verschwendete Lebenskraft für ein Glück, das sich nicht
erjagen ließ.

Erinnert  mich irgendwie an den Faust:

“ Nun steh´ ich hier ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.“
 
Liebe Grüße, Carola


 

Syrdal

@HeCaro

Liebe Carola, diese entlarvend klare Quintessenz, die Goethe so trefflich beschreibt, ist freilich der Schlusspunkt zur finalen Erkenntnis, dass sich das Glück im Erdendasein nicht erjagen lässt. Sich aber vorbehaltlos öffnend dem ewig strahlenden Allgeist zu überlassen, senkt dem Vertrauenden unbeschreibliches Glück in Herz und Seele...

...sagt mit erfahrener Überzeugung - dich zum Abend grüßend
Syrdal  

JuergenS

Kaiser, König, deren Wege
bringe kaum ich ja zuwege.

Syrdal

@JuergenS

Wer sich frei von Eigenwille hoher Führung anvertraut, befindet sich längst auf dem Königsweg!

...dies sei mein Gruß zu Dir von
Syrdal

JuergenS

@Syrdal  
naja, Spass muß sein.

Syrdal

@JuergenS

...er sei dir von Herzen gegönnt! 


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