Krieg


Es ist alles wie es ist, keiner kann es ändern.
Menschen brauchen nun mal Krieg zwischen ihren Ländern.
Kalter Krieg ist auch was wert, ist nicht ganz so teuer.
Doch wer zähmt es immerzu, dieses Ungeheuer.
Der normale Mensch fragt doch: Wie kann so was sein?
Frag ich jeden Einzelnen „willst du Krieg?“ - „o nein!!“
Und es ist beileibe nicht - nur „Ein Spiel mit Feuer“.
Sieht man sich die Kosten an - Rüstungsungeheuer.
Jeder baut's am Andern auf, Feindbild muss es geben.
War es jemals anders denn in der Menschheit Leben?
Was Gewinn- und Ränkespiel in die Masse schaukelt,
wird dort als Notwendigkeit jedem vorgegaukelt.
Und die Politik lebt doch von der Masse Meinung.
Willst du Abschreckung? -“o ja“, tritt dann in Erscheinung.
Schaut man dann Despoten an, die's an sich nur messen,
Kann man and'res Denken schlicht - einfach schnell vergessen.
Und den Pazifisten nennt man:: „Träumer und Phantast:
Räum er mal das Fußballfeld von der Fans Ballast!“

 

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Kommentare (5)

protes

alles was du geschrieben hast
ist wie es ist
 ja

einen samstagmorgengruß
vom hade

elbwolf

Hallo @Manopi,
auf den ersten flüchtigen Blick dachte ich: da schreibt einer hier noch nie gezeigte Alexandriner – aber es sind ja Trochäen.
Du setzt – was ungewöhnlich ist – einen unvollständigen 4-füßigen vor einen vollständigen 3-füßigen Trochäus mit einer Hauptdiärese zwischen ihnen und kommst auf 7+6=13 Silben je Vers. Hast Du diese Metrik so geplant oder hat sie sich spontan "ergeben"? Wollte man im 3- oder im 4-füßigen System bleiben, so würden dann die Anfänge entsprechend lauten

- im 3-füßigen System (abwechselnd 5+6 Silben):
.           Alles ist wie's ist,
.           keiner kann es ändern.
.           Menschen brauchen Krieg
.           zwischen ihren Ländern.

- im 4-füßigen System (abwechselnd 7+8 Silben):
.           Es ist alles wie es ist,
.           keiner kann das einfach ändern.
.           Menschen brauchen immer Krieg
.           statt des Friedens zwischen Ländern.

Und dann gibt/gäbe es noch das Problem, wenn zu viele Diäresen bestehen (wie in meinen beiden Beispielen) und Verse leiern.

Ich gehe mal nicht – wie hier üblich – auf Deine Gedicht-Aussage ein, denn mit jemandem mal über Gedicht-Formate diskutieren zu können ist eben verlockend!
elbwolf

elbwolf

Danke für Deine knappe, aber klare Antwort, Manopi!
Es ist ein schönes trochäisches Gedicht - so etwas würden hier nur 5-6 Verseschreiber verfassen. Aber genau zu dem von Dir gewählten (und durchgehaltenen!) Format habe ich schon lange eine Frage und dachte, Du könntest sie mir beantworten. Ich komme damit etwas später per PN noch einmal auf Dich zu.
Sehr erfreut, Dich kennengelernt zu haben, zumal wir beide fast gleichaltrig sind.
Wolfgang/elbwolf

Manopi

Ich danke dir für die Aufklärung, Wolfgang,

ich gehe instinktiv so vor, dass ich eine Zeile schreibe und die Andern in etwa danach ausrichte.
Das nächste Mal lese ich alles nochmal durch, ehe ich den Blog einstelle.
Muss ich dann nach einem Versmaß suchen und es dazuschreiben?

Gruß
Manopi

APet

Leider ist das so.
 


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