LA SAINTE BAUME - Hochstätte der Provence 1
























Sainte Baume fasziniert in dreierlei Hinsicht:
die Felsenbarriere ist einen geologische Kuriosität,
der "urzeitliche" Wald ist einzig in der Provence,
die Wallfahrt zur Verehrung der hl. Maria Magdalene ist eine der ältesten und hat einen weltweiten Ruf.


Die Sainte Baume, ein geologisches Kuriosum

Auf dem Plateau von Plan d`Aups ankommend, ist der Besucher zuerst bezaubert von der mächtigen Felsbarriere, die sich über ihm von Osten nach Westen 12 km weit erstreckt. In der Mitte dieser gegen Norden gerichteten Barriere wird der Blick hauptsächlich von einer glatten, leicht nach innen gewölbten, über 150 m senkrecht abfallenden Felswand gebannt.

Inmitten dieser Felswand öffnet sich eine düstere Höhle, "Baoumo" gennant, woraus dann "Sainte Baume" wurde, nachdem die heilige Maria Magdalena hier eine einsames Dasein geführt haben soll. Mit der Zeit wurde dieser Name auf das gesamte Bergmassiv übertragen, dessen Kammlinie in über 1 000 m kulminiert. An seinem Fuß, das Plateau von Plan d`Aups liegt auf einer Höhe von 700 m.

Wir haben hier ein geologisches Kuriosum vor uns: das im Mesozoikum aus den Meeresgründen aufgetauchte Gebirge hat gewissermaßen die "Füße in der Luft und steht Kopf". Diese Naturwidrigkeit ist die Folge einer "umgekehrte Serie" genannten Verwerfung, die wahrscheinlich zu des Teritiärs bei der Verdrängung der Kontinente stattgefunden hat. Nach einem Bruch am Angelpunkt der Verwerfung muß eine Verschiebung des umgekehrten Teils von ungefähr 6 km nach Norden stattgefunden haben. In der eigentlichen Felswand von Sainte Baume überlagern somit die älteren Gesteinschichten (Urgonformationen) die jüngeren Schichten (aptisches und santonisches Gestein).

Das Massiv der Sainte Baume, mit seinen Natürschächten und Höhlen ist der hauptsächliche Wasserspeicher der südlichen Provence, in dem viele Flüsse der Region, wie Huveaune, Caramy, Gapeau, Argens, usw... ihre Quellen haben.

Teil II folgt.

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