Malen 12.7.20 (Fortführung zu 9.7.20)


Malen 12.7.20 (Fortführung zu 9.7.20)


Malen 12.7.20 (Fortführung zu 9.7.20)


Der Vorbesitzer meines Hauses (1960) , Karl L., hatte eine kleine Bank vorm Haus, worauf er fast ständig saß. Zusammen mit der Nachbarin „Bienche“. Seine Frau „Kätche“ holte ihn zu erforderlichen Anlässen wie Essen (oder an die Notdurft erinnern) dort ab und sie humpelten ins Haus und Bienche nach gegenüber. Die Beiden redeten kaum miteinander und zu Vorbeigehenden nur, wenn man sie ansprach. Sie waren mit ihren 80 nicht „jenseitig“, nur still geworden.
 


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Kommentare (17)

Manfred36

@Christine62laechel  
Phönix strebt der Sonne entgegen. Er ist die unsterbliche Seele.

Manfred36


Auszug aus Kaiserslauterer Ratsprotokollen im Oktober 1566
(von mir ins lesbar Deutsche übertragen)


Der Prediger in der Stiftskirche Sylvanus hat Martin von Unkel seine Zustimmung erteilt, die Tochter des Heinrich Hunsporn solle die Patin seines neugeborenen Töchterleins werden. Die Taufe soll nach der Predigt in der Kirche stattfinden. Die Predigt war aber früher zu Ende als sonst. Die Gevatterin war nicht sofort zur Stelle. Sylvanus hat den Glöckner Kausen beauftragt, das Kind zu heben, obwohl im selben Augenblick die Gevatterin erschienen ist. Der Pfarrer hat sie jedoch zurückgewiesen und mit dem Glöckner das Kind auf den Namen Chistiane getauft, obgleich sie Maria hätte genannt werden sollen. Der Vater ist anderen Tags mit seinem Schwager Melcher zu Sylvanus gegangen und hat gefragt, wer nun der rechte Gevatter ist. Der Pfarrer hat sie aber übel empfangen und Schelme, Diebe und Bösewichter genannt.


Prediger Sylvanus hat in seiner Fastenpredigt den Ehrsamen Rat zum Äußersten „geschennt, geschmeht und geschmitzt“, weil sie kein Urteil fällen außer aus Neid und Hass. Sie sind dolle ungeschickte Dröpfe und ziehen Spitzbuben und unerfahrene Ragelersleut zu Rat, die dem Wort Gottes zuwider sind.
Außerdem, wer nicht zum Nachtmal geht, der ist auch nicht würdig des Gottesackers sondern man soll ihn auf den Eselsgruben und an den Galgen begraben, Gleich und Gleich gesellt sich gern.
Der Rat hat beschlossen, man soll zu Sylvanus senden, um ihn zur Rede zu stellen. Er ist aber nicht gekommen sondern hat sich mit Geschäften entschuldigt.

Mich hat man vor 60 Jahren in der Stiftskirche anstandslos getraut.
 

Manfred36


Die Rathsprotokolle sind überhaupt eine spannende Lektüre, weil sie das Leben unmittelbar beleuchten.

Zum Kirchen-Bild ist noch zu sagen, dass um die Kirche herum der Friedhof war.

1611 wird die Pandemie Pest mit Verhalten und Maßgaben beschrieben.
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Vom Rat:

Dieweil die Pest allhier einreißet, wird bei Begräbnissen das Geleit eingestellt. Nur bei alten Personen kann der Brauch fortgeführt werden.

Es ist überkomen, daß sonderbare (besondere) Träger und Wartweiber bestellt, die Gaßen in der Statt hin und wieder sauber gehalten und beede Bader allhie, so sie erfordert werden, bei den inficirten Personen fleißig erscheinen sollen.

Jeder, der von der Krankheit befallen, solle sich zu Hause aufhalten. Ein Verzeichnis aller an der Kranklheit Verstorbenen solle zum Kurfürst gesandt werden.

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Wir wir später finden, waren ganze Häuser ausgestorben und die Nachbarschaft musste das vorhandene Vieh nehmen. Es werden erschütternde und für heute unverständliche Einzelszenen beschrieben.

Manfred36  

Manfred36


Sommerdreieck und Sternbild Adler








Das Band der Milchstraße zieht -- vom Sternbild Schwan kommend -- durch den Adler hindurch und weiter zum Schützen, wo sich das Zentrum unserer Galaxis befindet.
Das Sommerdreieck ist eine großräumige, markante Konstellation heller Sterne darin, die vor allem jetzt gut beobachtet werden kann., auch bei eingeschränkten Sichtbedingungen. Es steht etwa um Mitternacht im Süden.
Das Sommerdreieck ist kein von der Internationalen Astronomischen Union festgelegtes Sternbild, sondern ein Asterismus aus drei Fixsternen, die jeweils unterschiedlichen Sternbildern zugeordnet sind: Schwan, Leier und Adler. Es diente dem antiken Naturphilosophen / Mathematikern zur Idee des Rechtwinkligen Dreiecks .


Der Adler soll aus der Sage um Herakles stammen. Prometheus, der den Menschen gegen den Willen der Götter das Feuer gebracht hatte, war zur Strafe von Zeus im Kaukasus-Gebirge an einen Fels gekettet worden. Jeden Tag erschien ein Adler und fraß von der Leber des Unglücklichen, die bis zum nächsten Tag wieder vollständig nachwuchs. Als Herakles Prometheus fand, befreite er ihn von den Ketten und schoss den Adler mit einem Pfeil ab.
Einer anderen Deutung nach handelt es sich um den Adler, der die Blitze des Zeus trug, und den Jüngling Ganymed (dargestellt durch das Sternbild Wassermann) in den Olymp entführte, um dort als Mundschenk zu dienen.

 

JuergenS

da erwartet mich ja nun sehr bald, dass auch ich still bin...

Christine62laechel

@JuergenS  

Das werden wir alle mal, würdest Du aber vorher nicht etwas für die Manfreds Galerie malen wollen, lieber Juergen? Ich habe irgendwo im Kommentar gelesen, das hast Du ihm fast schon versprochen...? Es wäre schön. :)

Christine62laechel

Nicht diesmal...

sztanga.jpg

Manfred36

@Christine62laechel  
das nächste Mal !
Wie konntest du aber auf diesem Bild das Polnische Weiß durch ein feiges Gelb ersetzen und das Staatswappen

durch dieses Unglücksdatum?

Manfred36



Die zweite Welle  ..........   wird sie kommen?

WurzelFluegel

lieber @Manfred36  

ein wunderschönes Bild - gefällt mir sehr, das leicht aufgewühlte Meer,
es hat den bitteren Beigeschmack der 2. Welle nicht verdient!

Gruß von
WurzelFluegel

Christine62laechel

Das Paar auf dem Bild, und der Text dazu, haben mich an eine Erzählung erinnert. Da geht ein junger Mann durch sein Dorf, und sieht auf der Bank vor einer alten Hütte ein altes Ehepaar sitzen. Er kannte diese Leute gut: Der Mann saß nur da, und die gleichaltrige Frau machte um ihn alles, als wäre er ihr Kind. Diesmal aßen sie Kirschen aus einer Schale; die alte Frau stecke sie, eine nach der anderen, sorgfältig in den Mund des Greises. Da erinnerte sich der junge Mann an eine ähnliche Szene, als er mal in Italien war: Ein junges Pärchen saß im Fenster in einer typischen, schmalen Gasse, und sie fütterten sich ähnlich liebevoll einander mit Kirschen. Doch die Szene mit den alten Leuten - fand er schöner...

kirschen.jpg

Manfred36

@Christine62laechel  

Mmmm....... wie lecker ! Und wer füttert mich?

Christine62laechel

@Manfred36  

Schau dich doch um... Vielleicht findest du in Kl eine Baucis, lieber Philemon. :)
(So war der Titel von der Erzählung: "Philemon und Baucis")

Manfred36




Brigitte Tomic hat uns wieder ein Bild beigesteuert. Es vermittelt m.E. wunderbar die Stimmung des Sommergewitters.
 

Manfred36




Kürbisse brauchen wir wieder für Masken, spätestens zu Halloween.
 

WurzelFluegel

@Manfred36  
dieses Bild erinnert mich an einen Radausflug -  es gab da eine Stelle, die sieht genau so aus, wie deine gelungene Malerei - die Wegbiegung, der Baum rechts, die Berge im Hintergrund, die kleine Erhebung am Rand der Felder, die reifen Kürbisse 😊

die Farbwahl und die Stimmung mit den Wolken gefällt mir sehr

lieben Gruß
WurzelFluegel


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