Leben in der Realität,
immer einen Traum
versteckt im Morgenkleid.
Mit unterdrückten Wünschen,
stumm gewordenem
Begehren,
wortlosen Klagen,
lebe ich
aufgerichtet,
dankbar
nach vorn schauend,
mangelhaft gut.

24.11.2008


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Kommentare (10)


... mit wenigen Worten gesagt – wie sehr die Seele weint. Doch wer will es sehen – darum setzen wir jeden Morgen immer wieder die Maske auf, mit der wir keinem weh tun – lediglich uns selbst. Die Frage stellt sich, wie lange wir ihre bereits vorhandenen Risse zuspachteln können, sollen, um das , was dahinter sich verbirgt, zu verstecken, vielleicht auch zu schützen. Wird nicht irgendwann der Moment kommen, der sie bröckeln lässt und ein Inferno zu toben beginnt, was befremdetes Erstaunen, ja eher noch Unverständnis dem entgegenbringt? Und schmerzlich wird dir bewusst, ob diesem Unverständnis, dass nichts bleibt, außer, dich zu bücken, die zerbröckelte Maske Stück für Stück einzusammeln, sie so gut wir möglich, der Umwelt vertraut, wieder zu kitten und erneut zu tragen.

Kurze, tiefgründige Sätze ohne schwülstige Übertreibung, das ist Dichtkunst! Großes Kompliment, Inge!

Lieber Gruß
Regina
Britt was du so schonungslos audrückst, ist zuerst ein bisschen erschreckend. Muss zugeben, dass es bei mir ähnlich aussieht. Aber da wird man den im Morgenmantel versteckten Traum herausholen müssen. Man hat nicht mehr allzuviel Zeit. LG - Britt
harfe in dem mangelhaft gut, dem aufgerichteten Leben trotz wortlosem Klagen und stumm gewordenem Begehren, dass das Lesen eine große Freude ist, zumal dein Gedicht das wirkliche Leben abbildet. Danke für das schöne Gedicht, liebe Inge.
Es grüßt dich herzlich dein Freund Horst.
marlenchen Das Leben in der Realität ist nicht immer leicht,doch Träume hat jeder,ob er will oder nicht!
Doch mit Hoffnung im Rückenwind lebt es sich mangelhaft gut,liebe grüße Marlenchen
...geht es uns doch gut. Es gibt Menschen, die keine Träume mehr haben und keine Kraft, zum Aufbegehren...weder unterdrückt noch wortlos.

Ein Gedicht, das nachdenklich stimmt. Danke!

Mit liebem Gruss
Sigrun
pelagia Liebe Anne,
gern nehme ich Deine Steigerung auf und danke für Deinen Kommentar. Aber das Schönste ist, dass es Dir gut geht und dass Du wieder hier bist. Ich freue mich sehr.
Liebe Grüße
Inge
pelagia Liebe Hannelore, liebe Roswitha,
danke für Eure Gedanken zu meinem Text. Wir leben so oft das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Gedanken.
Liebe Grüße
Inge
immergruen nicht beschrieben, der uns immer wieder aus dem Tief der Unzufriedenheit auf den Wellenkamm des Hochs treibt. Es geht uns meistens doch unendlich mangelhaft gut!
immergruen geht es gerade gut.
meli und wir machen doch immer noch das Beste daraus mit aller Flexibilität, die uns zu eigen ist.
Danke für diesen Moment der Besinnung!
Liebe Grüße Hannelore
barbarakary beschrieben die Realität so mancher Mitmenschen! Irgendwie leben wir wohl alle 'mangelhaft gut'!
Liebe Grüße - Roswitha

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