Menschwerdung

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Menschwerdung

Wenn Ei- und Samenzelle sich verbinden
ist angelegt in ihnen neues Leben;
ein neuer  Mensch muss sich ins Dasein finden.

Als kleiner Fötus wird er dies erleben:
noch ist geborgen er in Mutters Schoß,
der wird zur rechten Zeit ihm Freiheit geben.

Die Wahl bleibt aus, ob Stall es ist, ob Schloss;
in dem geboren wird das Menschenkind,
ein hilflos Bündel, klein und nackt und bloß.

In einem Stalle weht  ein kalter Wind -
im Schloß dagegen herrscht der Überfluss.
Der Zufall ist es, der entscheidet blind.

So ging in Bethlehem ein Engelsgruß,
verkündend, dass das Heil der Welt geboren,
es gilt auch heut noch vielen als abstrus,
dass es sich hat den Stall als Heim erkoren.


© lillii   (Luzie-R)
 


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Kommentare (6)

protes

liebe Luzie.
glaube
liebe
hoffnung

sind die wesentlichen dinge
die in uns uns menschen
verankert sind
schon immer
und immer fort
denke ich mir

nicht für jeden vielleicht
aber hoffentlich für die meisten

liebe grüße hade
 

lillii

Lieber hade,

recht hast Du, diese Drei Dinge haben enorme Wichtigkeit in unserem Leben.

Hätten wir den Glauben an die Hoffnung und die Liebe verloren,

hätten wir keinen Seelenfrieden.

Danke und liebe Grüße
Luzie

"Glaube an die Liebe,
sagte das Herz."
Glaube an die Hoffnung,
sagte der Stern."
Glaube an den Frieden,
sagte die Seele."
Glaube an die Freiheit,
sagte der Spatz."

Und als sich das Herz, der Spatz
und der Stern mit der Seele trafen...
waren sie sich sicher,
als sie sagten,
"Glaube an Dich,
und Du findest die Liebe
und wirst niemals die Hoffnung verlieren.
Und wenn Du Dich und Deinen Weg gefunden hast,
wirst Du den Frieden finden
und Du wirst frei sein,
von den Menschen und Dingen,
die Dich nur einsperren wollen."


© Ncole Oersterwind


 

ehemaliges Mitglied

Ein nachdenklich machendes, berührendes Gedicht ist Dir gelungen.
Danke.
liebe Grüße
Elbstromerin

lillii


Danke, ich  freue mich, dass Du es so siehst.

Liebe Grüße und frohe Festtage
wünscht Luzie

Manfred36


Das Heil der Welt ist nicht ein hehrer Bote
der niederschwebt in tönendem Gesang.
Doch die Verklärung ohne diese Note,
sie käme nie und nirgends recht in Gang.

Das Christkind arm und irgendwo geboren,
der Jesus unauffällig, hässlich gar,
wer hätte dafür Augen denn und Ohren
und säh sein Heil darin, wie's wirklich war.

Wir schufen uns Appelle, Traumgestalten,
nichtachtend dass er einer von uns sei.
Doch seine Botschaft, die hat sich erhalten
in Glaube, Liebe, Hoffnung, diesen Drei.
 

lillii

Danke Manfred,

das gefällt mir sehr, sehr gut,
vom Inhalt her und auch die Hebungen und Reimungen sind 
TOP !Daumen hoch

Grüße von Luzie


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