Mentale Bescheidenheit



Mentale Bescheidenheit

Bin gerade wieder am Piano auf Reinhard Meys Song gestoßen:

Da lob‘ ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht,
Noch von einem richt‘gen Menschen mit dem Kopf erdacht,
‘ne Gitarre, die nur so wie ‘ne Gitarre klingt,
Und ‘ne Stimme, die sich anhört, als ob da jemand singt.
Halt ein Stück Musik aus Fleisch und Blut,
Meinetwegen auch mal mit ‘nem kleinen Fehler, das tut gut,
Das geht los und funktioniert immer und überall,
Auch am Ende der Welt, bei Nacht und Stromausfall!


Wenn ich es mal genieße, zu hüpfen weit hinaus:
(Ich lass mich manchmal träumen, die Träume gehn nie aus),
Wertschätz ich mich als Deppen, egal was Andre tun.
Schaff ich die hohen Treppen nicht mehr ohn Auszuruh'n,
dann heiß' mein Geist ich fliegen, auch wenn man lacht herunter.
Ich steh ja auf dem Boden und nur mein Hirn ist munter.
Und dass ich das jetzt weiß, ist mir Vollkommenheit.
Die Andern sind halt fit, ich komme nicht so weit.
So komm ich auch voran ohne mich anzustrengen;
es wär mir auch fatal, an Andre mich zu hängen.
Wer sie auch sind und waren,
zur Zeit oder vor Jahren.

 


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Kommentare (1)

Roxanna

Da lasse ich ihn doch mal singen, lieber Manfred
 


Musik kann über vieles hinweghelfen, kann trösten, kann schöne Gefühle verstärken und und und.... Liebevoll und nicht so kritisch mit sich selber sein und halt die Grenzen akzeptieren, die körperlich vielleicht enger werden, aber der Geist ist frei und grenzenlos, wenn wir ihm nicht selber welche setzen.

Herzliche Grüße
Brigitte


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