Mit dem Krebs auf Du und Du


Mit dem Krebs auf Du und Du
Im Buch "12 Stufen abwärts" (https://www.bookrix.de/_ebook-willy-rencin-12-stufen-abwaerts/) ist die Vorgeschichte beschrieben, allerdings angelegt als fiktive Geschichte.
"Mit dem Krebs auf Du und Du" ist ein Erlebnisbericht meiner jetzigen Situation, die ich momentan, außer der lästigen Insulinspritzen, für besser als erst angedacht halte.
Als Anhang werde ich die ärztlichen Belege anfügen, das hat mit der Glaubhaftigkeit meiner Geschichte zu tun, wie auch immer sie ausgehen mag.
 Ich glaube nicht, dass ein schon streuender Krebs (von wenigen Ausnahmen abgesehen) zum Verschwinden gebracht werden kann. In meinem Fall mit fast 75 kann es nur noch darum gehen, sich nicht unterkriegen lassen, das was man selbst tun kann, tun und im Übrigen in heiterer Gelassenheit sein unvermeidliches Ende abzuwarten, aber nicht Voll-Fahrt hinzusteuern.
Sweder van Rencin Dresden, am14. Mai 2019


„Bauchspeicheldrüsen- Krebs; Endstation“, offenbart mir die Chefärztin. Da, hätte ich vor zwei Jahren nicht mit Rauchen aufhören brauchen, fährt mir durch den Kopf. Dann noch –- wird mir noch soviel Zeit bleiben einige Arbeiten abzuschließen?
Wie lange noch – frage ich nicht. Ich werde merken, wenn es so richtig abwärts geht.
Jetzt würde mich dieses Wissen sicher belasten und ich denke, dass ich die Zeit vielleicht strecken kann.
Am Montag oder Dienstag gehe ich zu meiner Haus-Ärztin …
Meine gute, immer um mich besorgte Frau Doktor, hat aus dem Krankenhaus Diagnosen und Befunde schon bekommen.
Sie hat sofort Vorbereitungen getroffen und eine Bescheinung über die Notwendigkeit der stationären Hospizpflege an das Hospiz und meine Krankenkasse geschickt. (Weil alles (meine Krebserkrankung), wie sie mir sagt, eben leider sehr schnell gehen kann.)
Hospiz, soviel fass ich ist; wo Menschen mit Lebenserwartung von Tagen die zu null tendieren, unter fachgerechter Pflege ihren letzten Seufzer tun dürfen. Für jemanden ohne Familie eigentlich ein guter Ort der schnöden Welt Valet zu sagen. Nun, wenn die Zeit gekommen ist, hat man sich zu fügen. Trauer um meine Bibliothek, die Schallplatten CDs und DVDs, keiner kann die Dinge so schätzen und lieben, wie ich es getan.
Dass wildfremde Leute meine Wohnung auflösen, herumschnüffeln, nach Wertsachen suchen und keine finden, bzw. das was von Wert ist, gar nicht erkennen. Damit habe ich mich abgefunden. Und bevor ich meine Äuglein schließe ist noch jemand zu benennen; ein Vormund. Das lässt sich nicht verhindern, aber schmeckt mir am wenigsten. (All meine Freunde und Verwandten sind inzwischen verstorben, zum Teil durch tragische Unglücksfälle. Davon habe ich nie geschrieben und ließ und lasse sie in meinen Geschichten auch weiterleben.)
Nun, wie auch immer, ein paar Tage bin ich noch zu Hause und habe nun das Vergnügen, mir viermal am Tage Insulin zu spritzen.
Das hat natürlich auch eine Nahrungsumstellung zur Folge. Zuckerfrei; kein süßes Obst, Weismehl, Kartoffeln, Milchprodukte, Fleisch, Wurst usw. Ich werde es langsam angehen und bei „Youtube“ mal ein paar Videos zur Thematik anschauen.
Vegane Ernährung werde ich sehr locker angehen, aber einige Gemüse-Gerichte und Brotaufstriche kann man durchaus genießen.
Morgen habe ich einen Termin im Diabetologicum Dresden.
Gleich am nächsten Tag dann einen beim Onkologen.
In meiner be... Situation finde ich das überflüssig, aber meine Haus-Ärztin hat die Überweisungen abgezeichnet und vielleicht ist das auch für meine Aufnahme in den Hospiz notwenig. Also werde ich die Termine wahrnehmen.
 
Ansonsten war ich fleißig und habe die Theater- Stücke abgeschlossen, die da wären;
https://www.bookrix.de/_ebook-willy-rencin-der-melpomenische-hamlet/
https://www.bookrix.de/_ebook-willy-rencin-die-verfolgung-und-ermordung-des-jesus-von-nazareth/
https://www.bookrix.de/_ebook-willy-rencin-die-appellation-des-pontius-pilatus/
 
Ob ich die Restlichen und andere Arbeiten noch abschließen kann, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Im Diabetologicum Dresden ganz schön Betrieb und die freundliche Ärztin gibt mir einige Hinweise über die Insulin-Dosis, die ich mir genehmigen soll. Anschließend hält eine Schwester vor vielen Leuten einen recht ordentlichen Vortrag.
Beim Onkologen dann der Hammer; „Ich habe eine gute Nachricht für sie, Herr Rencin“, eröffnet der Herr Doktor.
Wie das mir entnommene Teilchen bei der Untersuchung zeigte, ist der Tumor, einer von langsamen Sorte und es besteht die Möglichkeit die Streung zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen.
Chemo-Theapie oder in meinem Fall wenig empfehlungswert Tabletten. Alernativen gibt es seiner Ansicht nach nicht.
Chemo; ich gehe, innerlich sehr widerstrebend, das Wagnis ein.
Ein Flyer mit Hinweisen was alles schiefgehen kann, aber keinesfalls muss, liest sich wie ein Auszug aus einem Buch von Stephen King und auf einem zweiten Blatt sind die Medikamente aufgeführt, die man mir in den Körper pumpen wird.
Das geht eine ganze Woche, täglich reichlich zwei Stunden, dann sind sechs Wochen Ruhe angesagt.
Mir ist unwohl und ein bisschen bestürzt war ich, als ich hörte, dass ich jedes Mal per Taxi hin und retour gefahren würde. So kaputt gespielt zu sein, nach der Chemo, konnte und wollte ich mir gar nicht erst vorstellen.
Wie ich Zuhause dann mitbekam, hatte ich aber pro Fahrt 5,- Euro zu löhnen, den Rest übernehme die Krankenkasse.
Ich bin noch sehr gut zu Fuß und natürlich gibt es Bahn und Bus, die ich bei Schlechtwetter nutzen könnte. Davon (Taxi) werde ich zumindest erst mal keinen Gebrauch machen.  Übrigens muss ich auch auf die Medikamete für die Chemo jeweils 10 Euro löhnen.
Mal sehen wie teuer mir der Spaß kommt?
 
Heute die vorletzte Chemo.
Wie schon vorher sitze ich in einem sehr bequemen Polsterstuhl mit(elektronisch) verstellbaren Teilen. Davon stehen in den leicht verschachtelten, großen Raum ca. 20 Stück. Wie ich weiß, sind diese Sessel ziemlich teuer und das ausgegebene Geld muss natürlich zusätzlich zu sonstigen Fixkosten wieder über Behandlungskosten eingenommen werden.
Hier scheint der Rubel zu rollen, denn fast immer sind die Sessel von Patienten belegt. In der Regel dauert es reichlich zwei Stunden, dann ist die Flüssigkeit aus den Beuteln abgetropft. Vorher ist immer noch eine Blutabnahme, aber wie bei meiner Hausärztin sind die Schwestern hier nett freundlich und verstehen ihr Handwerk. Das krasse Gegenteil erlebte ich vor Jahren bei einer Erholungskur, nett und freundlich waren die auch, was aber ihr Handwerk „Spritzen, Kanülen legen anbetraf, auf gut deutsch gesagt; unter aller Sau!
Von ein bisschen Magendrücken abgesehen, habe ich keine Probleme. Ich esse zurzeit nicht viel, bin noch auf der Suche mir eine geeignete Nahrung zusammen- zustellen (ohne Zucker u. geringe Kohlenhydrate). Da muss ich aber aufpassen, dass ich nicht zu viel Kraft und damit Energie verliere.
Jetzt, als Betroffener interessiere ich mich natürlich auch über die im Web und vor allem „ bei "Youtube“ Problematiken zum Thema Diabetes, Krebs usw.
Viele selbsternannte Gesundheits-Apostel preisen ihr Wissen an und scheinen dabei ganz gut zu verdienen. Die Meisten lasse ich links liegen, aber was ehemalige Ärzte an Enthüllungen bieten, gibt schon zu denken. Nur Dauerkranke lassen die Kassen der Pharma und Ärzte richtig klingeln. Heilung ist geschäftsschädigend!
Die Doktoren halten sich an ihr Fachwissen, ihre Erfahrung, aber haben kaum Zeit sich mit Alternativen zu beschäftigen. Zumal, sie befürchten müssen, lassen sie sich auf eine vom Patienten vorgeschlagene Alternative, ist der Ausgang überhaupt nicht absehbar.
Das mal nur zu den unsinnigen Vorwürfen, die im Web oft gegen Fachärzte erhoben werden. Wenn etwas in Ordnung gebracht werden muss, dann sind es einige Dinge im gesamten Bereich Volksgesundheit …
Gerade ist mir eine Text gemailt worden. Eine gekürzte Fassung lade ich mal zu, weil ich sie ganz interessant finde.


Erinnern Sie sich noch an Aufsehen erregende Sternrepotage vom 22.06.2017?
Nein? Dann lassen Sie mich Ihre Erinnerung auffrischen ... In der Sendung vom 22.6.2017 lief eine unglaubliche Reportage. Eine Reportage, die Tausenden von Krebskranken neue Hoffnung spendete und einen Aufschrei der Empörung durch ganz Deutschland fahren ließ! 
Denn gezeigt wurden mehrere Patienten, die ihre Krebserkrankung erfolgreich besiegt hatten. Und das nicht allein durch Bestrahlung oder Chemotherapie. Nein, ausschlaggebend war eine bisher verkannte Substanz.Eine Substanz, die wir eigentlich mit Bahnhofsvorplätzen und Drogenkonsum verbinden. 
METHADON!„Warum hat mein Arzt mir von Methadon noch nie etwas erzählt?“Die Antwort auf diese Frage ist simpel. Und sie enthüllt ein Problem, vor dem wir alle täglich die Augen verschließen. Das ist der Grund, weshalb Pharmakonzerne immer reicher werden, wir aber nicht gesünder ...
Methadon ist nicht mehr patentfähig und deswegen extrem billig. Ein Tag Methadon-Therapie kostet nur wenige Cent. Ein Quartal Krebstherapie mit Avastin von Roche hingegen bis zu 25.000 Euro!Die schreckliche Wahrheit ist: Hier geht es nicht um die Gesundheit des Patienten, sondern darum Geld zu verdienen – auf Kosten kranker Menschen! 
Weshalb sonst, haben wir seit einem Jahr nichts mehr von Methadon gehört? Die Welle, die der Spiegel-TV-Beitrag erzeugt hat, verschwand genauso schnell wieder, wie sie gekommen war. Denn warum an etwas weiterforschen, an dem man nichts verdienen kann?
Bereits in den 1930er Jahren entdeckte der Nobelpreisträger Otto Warburg eine erstaunliche Tatsache:Krebszellen ernähren sich von Zucker!Um wachsen zu können, vergärt eine Krebszelle Zucker. So schafft sie sich ein saures Milieu. In diesem Umfeld fühlt sie sich dann pudelwohl und kann fleißig weitere Krebszellen produzieren. Und das Schlimmste ist: Durch das Vergären benötigt die Krebszelle eine 15- bis 20-fach höhere Dosis Zucker als eine gesunde Zelle! Deswegen auch der bei Krebspatienten allzu bekannte Heißhunger auf Süßes! Gesunde Zellen hingegen verbrennen Energie. Sie brauchen keine süße Nahrung, um zu funktionieren und uns fit und vital zu halten.
Das schmutzige Geheimnis der Pharmaindustrie!
Wahrscheinlich glauben Sie jetzt, die Pharmaindustrie hätte diese revolutionäre Entdeckung vertuscht. Unter den Teppich gekehrt, damit niemand je von Ihr erfährt ...Da liegen Sie falsch. Tatsächlich macht sich die Medizin genau dieses Wissen bereits seit Jahren zunutze. Denn wie wird Krebs nachgewiesen? Genau, durch ein MRT. Bei diesem MRT wird dem Patienten eine markierte Zuckerlösung gespritzt. Und da Krebszellen Zucker anziehen, wie Motten das Licht, leuchten Tumore und Metastasen in den Aufnahmen wie Weihnachtsbäume. Vielleicht denken Sie sich jetzt, super, dann ist aus Herrn Warburgs Entdeckung ja doch etwas geworden. Warum lese ich das hier überhaupt noch? Damit liegen Sie falsch, falsch, falsch! Denn sollte die Tatsache, dass Krebszellen sich von Zucker ernähren, dann nicht auch therapeutisch eingesetzt werden? Ja, sollte schon – sie wird aber nicht eingesetzt! Ganz im Gegenteil ...
Gut soviel zum Artikel und die später vorgeschlagene Lösung könnte man ja mal mit dem Facharzt besprechen; ist ja für ihn risikolos und aller Wahrscheinlichkeit nach, wird sie eher helfen als schaden. 
Von der Methode habe ich auch schon anderswo gelesen;
Sie verzichten einfach 42 Tage lang komplett auf Zucker und Kohlenhydrate! In dieser Zeit hungern Sie all die Krebszellen, die bisher noch in Ihrem Körper schlummern, ganz einfach aus. Die ausgehungerten Krebszellen werden dann von Ihrem Immunsystem zerstört. Ihr Körper wird auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Soweit der (gekürzte) Artikel aus;
Internet: www.fid-gesundheitswissen.de
 
Das Buch ist noch nicht abgeschlossen – Fortsetzung vorgesehen

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Kommentare (25)

El_Lobo

"Ein Quartal Krebstherapie mit Avastin von Roche hingegen bis zu 25.000 Euro!Die schreckliche Wahrheit ist: Hier geht es nicht um die Gesundheit des Patienten, sondern darum Geld zu verdienen – auf Kosten kranker Menschen! "

Ich finde diese Behauptung böswillig und unverschämt. Der STERN sollte besser recherchieren. Avastin wurde mit enormen Kosten von der amerikanischen Firma Gegentech Inc. entwickelt. In 2009 wurde diese Firma von Roche übernommen.

Vor zwölf Jahren wurde ich an Darmkrebs (4. Stadium) operiert und danach in der Chemotherapie mit Volvox und Avastin behandelt. Wenn man Glück hat und die gefährlichen Nebenwirkungen übersteht, kann man eine Schrumpfung der Metastasen feststellen. Nein, der Krebs wird nicht geheilt, aber für einen Chirurgen ist es viel leichter einen kleinen Tumor zu entfernen als einen großen. So berichtigte mir der Chirurg, der mir anschließend ein Drittel der Leber erfolgreich entfernte. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs wiederkommt, lag bei 50%. Für die nächsten zwei Jahre hatte ich deshalb jedes Vierteljahr abwechselnd einen CT-Scan und einen PET-Scan. Danach nur noch zweimal im Jahr für drei Jahre. Nach fünf Jahren wurde ich als geheilt eingeschätzt. Der Krebs kam nie wieder. Kosten? Überhaupt keine! Die Behandlung fand in Montreal Kanada statt. Die Krankhaus- und Arztkosten wurden von der Versicherung übernommen. Die hohen Kosten für Avastin, $4000 für jede Behandlung, wurden aus einer Spendenkasse des jüdischen Krankenhauses Montreal übernommen. Aus diesem Grund wurde ich dorthin verlegt. Die Ironie der Geschichte ist mir sehr zu Herzen gegangen. Die, die wir mal alle umbringen wollten, haben mir mit ihrer Großzügigkeit vielleicht das Leben gerettet. 

Ich weiß, dass Krebs der Bauchspeicheldrüse viel gefährlicher ist und du hast meine volle Sympathie. 

Willy

@El_Lobo
Erstmal vielen Dank für deinen Kommi.
Im Web wird viel behauptet, aber dasss es in Deutschland Probleme im Gesundheitswesen gibt, scheint außer Frage. Dennoch meine ich, dass wir Deutsche versicherungsmäßig gut dran sind, da die Kassen in der Regel alle Kosten übernehmen, man nur geringe Zuzahlungen leisten muss. Ein Antrag auf Befreiung bei der jeweiligen V-Kasse ist möglich.
Was mich betrifft, nachdem ich die erste drei Chemo gut überstand, hat mir die vierte nicht gutgetan. Am Montag habe ich die 5. und vorerst letzte Chemo .....
Danke für deine freundlichen Wünsche und lass es dir gut gehen.
LG
Willy

Majorie

Hello aus Canada, Willi,
mit Bewunderung und Mitgefuehl lese ich gerade Deine message. Sachlich und
verstaendlich schilderst Du Deine momentane Situation.
Ich weiss wovon ich rede, wenn ich Dir hiermit meine Anerkennung fuer die Akzeptanz und
den Mut, Deine Einstellung und bisherige Erfahrung mit dieser 'Killererkrankung' mit uns zu
teilen, aussprreche.
Auch ich habe keine Familie mehr - mein Mann war meine Familie und meine Welt.

Hautnah habe ich seine Krebserkrankung miterlebt und ihn -nachdem der 'Cancer' den
Koerper total erfasst hatte - zuhause, in seiner geliebten Ranch umsorgt, mit Hilfe der
VON (ein engl.Orden von Krankenschwestern fuer hauesliche Versorgung).

Er war einige Tage im Hospiz (diese persoenlich gehaltenen Plaetze sind einfach das Beste
das man sich wuenschen kann, wenn man dem Tode nahe ist und keine Moeglichkeit hat,
dem Ende zuhause entgegen zu sehen). Ich selbst werde eines dieser Haueser fuer mich
waehlen, da ich ja nach dem Tode meines Mannes jetzt auch total alleine bin (nach mehr als
3 J. fand ich einen sehr lieben Freund, der aber selbst ja auch alt ist, und ich moechte ihn in
keiner Weise belasten).


Re. Deiner Erkrankung moechte ich Dich das Folgende wissen lassen, ohne
Voreinnahme gegen die gesamte konventionelle Aerzteschaft, die im Grunde das
erlernte Wissen anbringt und meistens das Beste fuer ihre Pat. wuenschen, aber eben
wie jeder Mensch der Entscheidungen treffen muss, oftmals total am eigentlichen
Problem vorbeigehen, indem sie die Symptomatik behandeln und NICHT den
Erkrankten in seiner Gesamtheit erkennen, erfassen und dementsprechend behandeln
oder nicht behandeln:
Mein Mann war 72 J. alt als seine Erkrankung (Prostatecancer) diagnostiziert wurde.
Die Diagnose lautete   "inoperabel", zu behandeln mit Hormoninjektionen, die den
Menschen in ein 'vegetable' (der hiesige Ausdruck, in deutsch "Gemuese") befoerdern.
Eine Lebensqualitaet war nicht mehr gegeben, und so entschieden wir Beide nach der
Ueberwindung des ersten Schocks, ueberhaupt nichts Anderes zu tun als jeden
einzelnen Tag den wir noch zusammen und mit unseren 5 Schaeferhundrueden
ver- und erleben konnten, in aller Fuelle zu geniessen, was wir auch umsetzten.
Auftretende, heftige Schmerzen bekam mein Mann durch erlernte Meditation und
Schmerzmittel die keine Begleiterscheinungen aufwiesen, schnell unter Kontrolle.

Wir lebten 8 Jahre lang problemlos und hatten schon fast vergessen, dass diese
Erkrankung ueberhaupt existierte, als ploetzlich Knochenschmerzen im gesamten
Koerper auftraten die uns signalisierten, der Krebs hatte gesprueht.
Eine dann durchgefuehrte Hormonbehandlung wirkte nur knapp 1 J., und mein Mann
verstarb im Alter von 81 J. - 9J. nachdem die Erkr. festgestellt worden war.

Glueck hatten wir, einen Spezialisten gefunden zu haben, der unsere Einstellung teilte
und mir nach dem Tode meines Mannes glaubhaft versicherte, waere diese Behandlung
frueher durchgefuehrt worden, waere eine Lebenserwartung von max. 2J. als
'vegetable' garantiert gewesen. Alle 3 anderen Urologen waren gegensaetzlicher Meinung und lagen total daneben.

Wichtig ist vor allem eine positive Einstellung zum Leben insgesamt - und zum Tode.
'Carpe diem' war unser Motto und das Wissen und Annehmen, dass da ist eine Zeit
fuer Alles.
Wenn ich Deinen Bericht lese weiss ich aus der Erfahrung heraus, dass Du in diesem
Sinne bis zum Schluss zurechtkommen wirst.
Es ist alleine Deine Entscheidung wie Du das letzte Chapter Deines Lebens gestaltest-
aber Eines kann ich Dir versichern: der Abschied von dieser Welt in einem Hospiz
wird ein gluecklicher, dankbarer und friedvoller sein - gleichzusetzen mit dem im
eigenen Zuhause.
Bleibe Deiner Einstellung treu, und ich denke Du hast die Kraft, bis zu Deinem Ende
(was u.U. ja eh erst vielleicht in mehreren Jahren eintritt), in dem Dir gegebenen
Rahmen alles Schoene zu geniessen das das Leben Dir anbietet.

Ich wuensche Dir diegleiche gelassene und glueckliche Zeit, die ich mit und bei meinem verstorbenen Mann erlebte.
Alles, alles erdenklich Gute fuer Dich!
          Liebe Gruesse,  Ruth

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Willy

@Majorie

Vielen Dank und natürlich habe ich deinen Kommentar mit großem Interesse und großer Anteilnahme gelesen.
Dir wünsche ich alles Gute und 
LG
Willy

caya

Hallo Willi,

ich bin tief beeindruckt von der klaren, unsentimentalen Berichterstattung deiner Geschichte.
Du lenkst den Blick auf das Wesentliche und gibst Einblick in die Denkungsweise der anderen Seite, der Götter in Weiß.

Schon länger stehe ich voller Skepsis so manchem Behandler gegenüber, nachdem ich einige sehr markante Erlebnisse hatte bzgl. unsinniger Verordnungen .
Ich lese deinen Bericht gerne und hoffe, daß du immer genügend Kraft zur Verfügung hast zu schreiben.

Aus deinem Erleben können wir nur lernen und dir dankbar sein!

Ich wünsche dir alles Gute und bin gespannt auf die Fortsetzung deiner Geschichte.

Lieben Gruß
Caya

 

Willy

@caya
Vielen Dank für deine freundliche Bewertung und habe ein wunderbares Wochenende.
LG
Willy  

Roxanna

Alles Gute auch von mir, lieber Willy. Das bringt sehr zum Nachdenken, was du schreibst und ich denke auch, dass es für ebenfalls Betroffene sehr wertvoll ist, wenn du hier deine Erfahrungen teilst.

Viel Kraft und herzliche Grüße

Brigitte

Willy

@Roxanna
Ich schrieb schon irgendwo; als junger Mensch hätte mich eine solche Diagnose erschüttert, aber mit fast 75 ist man abgeklärt, wartet nicht auf das Unvermeidliche, aber weiß, dass es kommen wird.
Danke und 
LG
Willy 

indeed

@Willy  
Nun, dann sind wir ziemlich gleichalt. Ich bin es ebenfalls in wenigen Wochen.
Aber ich weiß auch wovon ich schreibe.
Ich stelle es immer wieder fest, dass wirklich kranke Menschen oft mehr Mut und Größe zeigen. Dazu gehörst du wohl auch. 
LG
indeed

indeed

Hallo Willy,

ich schließe mich hier an und wünsche dir die Umsicht wie bisher, die Kraft die du für die Zukunft benötigst und weiterhin Gelassenheit (dafür kann man dich bewundern sie zu haben).

Auf jeden Fall wünsche ich dir noch viele schöne Ereingnisse und Momente, die dich tragen auf deinem Weg.

Liebe Grüße
indeed

 

Willy

@indeed
Danke und mit fast 75 nimmt solch unangenehmen Dinge  doch sehr gelassen hin und lässt sich davon die Lebensfreude nicht vermiesen, solange es eben geht.
LG
Willy

ladybird

NEIN....
keinesfalls ist Deine "Krebs-geschichte" eine Jammerballade....
lieber Willy,
Deine Offenheit ist mutig und sehr berührend und wird hier von uns auch sehr angenommen, wie Du es in den Kommentaren lesen kannst.
Wir wollen Dir unbedingt weitere Kraft und Durchhaltevermögen wünschen
und danken für diese persönliche "Aufklärung" und bereits Erfahrung
toi toi toi
herzlichst
ladybird-Renate

Willy

@ladybird
Sich ein wenig freischreiben ist gar nicht so verkehrt, finde ich. Ich sehe wirklich alles sehr gelassen und weiß von Menschen, denen viel Schlimmeres widerfahren ist und widerfährt.
Danke, liebe Renate und 
LG
Willy

Humorus

Du schaffst das, Willy und ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, mein Freund.

Ganz lieben Gruß aus Karlsruhe

Willy

@Humorus
Danke und ich denke, das mit Schaffen und den guten Wünschen gilt für uns beide.
Übrigens freut mich, wie gut du hier angekommen bist, mit deinen Geschichten.
LG
Willy 

lillii

lieber Willy,
Tu das, was Du denkst, was gut für Dich ist und verliere nicht den Mut und die Lebensfreude,
Wunder gibt es immer wieder, so heißt es in einem Lied,
den hast Du..meiner Meinung nach und ich denke,
Du schaffst es.
herzlichst
Luzie

Willy

@lillii
Als junger Mensch hätte mich so eine Diagnose sicher erschüttert, aber in meinem Alter ... 
LG
Willy

Manfred36

Leber Willy,
du berichtest auch in meinem Sinne; ich könnte das nicht.l
"Kopf hoch" muss ich dir nicht sagen.
Manfred

Willy

@Manfred36
Man muss das nicht öffentlich machen, aber ich denke, ein ehrlicher Erlebnisbericht, ohne Jammer und Wehklage, dafür aber mit Hinweisen, was man möglichlischer Weise alternativ selbst tun kann oder anderes, das man keinesfalls tun sollte. Scharlatane tummeln sich im Netz und wenn ich an Bücher denke – wie; "Hurra, ich habe meinen Krebs besiegt!" dann steigt richtig Wut in mir hoch. Wobei es natürlich immer wieder ausnahmen gibt.
Die Dank, Manfred, für dein freundliches Interesse und habe gute Tage.
LG
Willy

APet

Ich bin sehr betroffen, lieber Willy

Vor ein paar Jahren habe ich das Buch "ein medizinischer Insider packt aus" gelesen. Ein Dokumentarroman. Von Prof. Dr. Peter Yoda.  Es geht hier genau um das, was du beschreibst. 

Ich will keinem Arzt unterstellen, dass er den Patienten nicht heilen will. Die Patienten müssen es selbst wollen. Wir müssen "erwachen" und das System durchschauen. 

Muss man, um das zu erkennen, so krank werden?

Ich wünsche dir, Willy, ganz viel Kraft und viele Erkenntnisse.

Lieben Gruss, Agathe 

Willy

@APet
Mit dem ihm vermittelten Wissen und den Möglichkeiten, die sie haben, tun die Ärzte was sie können.
Um das System zu durchschauen, aber auch eventuelle Alternativen ausmachen, muss man wohl wirklich erst ein Betroffener sein, um den Dingen dann auf den Grund zu gehen. 
Als ich vor über 2 Jahren mit Rauchen aufhörte, war meine Hausärztin erfreut, aber meinte, ich solle monatlich einmal bei ihr vorsprechen. Weil, so sagte sie: "Wenn lebenslang starke Raucher, im hohen Alter, plötzlich mit Rauchen aufhören, kann das neben zweifelsohne positiven Folgen, leider auch negative nach sich ziehen, das der Organismus, bei solcher überraschenden Umstellung wie unter Schock reagiert.
Nun, den vernünftigen, mir heute einleuchtenden Rat bin ich leider nicht gefolgt und habe mich erst nach zwei Jahren bei ihr sehen lassen. Da war aber das Kind schon in den Brunnen gefallen.
Ich wünsche dir ein angenehmes Wochenende und sage Dank für dein freundliches Interesse.
LG
Willy

APet

@Willy  ich finde es sehr wertvoll, was du machst. Denn ich denke, es ist wichtig, das Denken und Handeln nicht allein den Ärzten zu überlassen. 
Und dass du die Öffentlichkeit daran teilhaben lässt, finde ich ein Geschenk. Das macht Mut.

Alles Gute für dich, Agathe 

Christine62laechel

Lieber Willy,

hier wird auf die Fortsetzung herzlich gewartet.

Mit besten Grüßen
Christine

Willy

@Christine62laechel

Ich dachte vielleicht ist es iteressant, von diesen Dingen aus meiner Sicht zu erzählen. Es ist kein Anklopfen um Mitleid oder Beistand, nein mit fast 57 sieht man Fatalitäen gelassen entgegen.
Ich werde nach und nach aufzeigen, was ich tu, was es für alternative Möglichkeiten gibt und eventuell von mir gemachte Erfahrungen. Wie gesagt keine Jammerballade. Sollte es sich unbeabsichtigt in diese Richtung neigen, dann setze ich den Schlussstrich.
LG
Willy
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Willy

@Christine62laechel  

Soll natürlich heißen mit fast 75


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