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Moment

Dieser Moment, genau dieser,
das sei dir deutlich bewusst,
ist einmalig, kommt nie wieder,
drum sag' nicht immer „Du musst!“
Sollst tun, was man dir vorgibt. – Nein!
Hör auf die inn're Stimme,
denn so erkennst du ganz allein
für dich die richt'gen Dinge.


© Syrdal 2020

 


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Kommentare (11)

Manfred36

Bis meine innere Stimme zum Klingen kommt, ist der Moment schon rum.

Gruß von Manfred

Syrdal


Nun Manfred, dann achte einfach darauf im folgenden Moment, irgendwann hörst du sie…

...meint mit abendlichem Gruß
Syrdal


 

Pan

Du hast da den rechten Punkt erwischt:
Die Zeit erzählt ihren Kindern von der Stille,
nichts sollte ihre Ruhe stören - doch Gedanken haben
die Angewohnheit, weiter zu irren, weiter und weiter.
Irgendwann aber landen sie wieder
bei Deinem Moment, der sie zur Ruhe bringt!


Ich wünsche es uns allen!
 

indeed

Lieber Syrdal,

deine Marginalie passt sehr gut zu meiner Inspiration des Haiku's. Du hast es schön beschrieben und genau so hatte ich heute Morgen diesen Gedanken. 

Bewusstes Leben und Erleben macht das Leben erst lebenswert, nicht wahr? 

Liebe Grüße von
Ingrid

Syrdal

@indeed

Aber ja, liebe Ingrid, erst die rechte Bewusstheit macht Leben und Erleben zu dem, was der Mensch im tiefsten Grund als „Lebensglück“ erstrebt. Doch diese Bewusstheit will erlernt sein, sie stellt sich nicht von alleine ein. Doch leider scheitern daran so viele Menschen...Dann aber folgt oft tiefe Vergrämung und Einsamkeit.

In froher Bewusstheit sendet dir heitere Abendgrüße
Syrdal

 

protes

Den Moment vielleicht den aller wichtigsten
verpasst zu haben
ist unwiederbringlich

aber es folgen weitere andere
denke ich mir so
mit einem herzlichen gruß
hade
 

Syrdal

@protes

Aber das ist es ja, lieber hade, wer weiß denn, w a s der wichtigste Moment ist. Hat man ihn verpasst, hat man diesen einen Moment nicht richtig bedacht, ist‘s vorüber… unwiederbringlich. Ja, es folgen freilich ständig neue Momente, aber niemals dieselben! Und deshalb: Stets und immer – in einem jeden Moment – auf die innere Stimme hören, denn die weiß, was richtig ist...

...das ist keine leichte Übung, aber mit ein wenig Übung geht es,
sagt
Syrdal

 

Muscari


Lieber Syrdal,

früher hieß es so oft "Du musst", dem Du Dich nicht entziehen konntest.

Ich glaube, dass sich die Erkenntnis in Deinem Gedicht erst in späteren Jahren zeigt.
Ich las einmal einen Satz zum Thema "Freiheit", den ich mir zu eigen machte und immer wieder mal zitiere:
"Freiheit bedeutet auch, befreit zu sein vom Druck, den Erwartungen anderer entsprechen zu müssen."
In diesem Sinne danke ich Dir und grüße Dich herzlich.
Andrea
 

Syrdal

@Muscari

Ja, auch das, liebe Andrea, ist mit dem kleinen Gedicht gemeint. Aber das muss man eben auch erst lernen, nicht immer und überall den Erwartungen der anderen entsprechen zu müssen. Und richtig, dies zu erkennen und dann auch wirklich zu befolgen, bedarf einer gewissen Reife, aber auch weitgehend der materiellen Unabhängigkeit. – Jetzt in den Altersjahren ist das alles aber gut möglich.

Es grüßt zum Wochenbeginn
Syrdal
 

Roxanna

Dem, lieber Syrdal kann man nur zustimmen. Es ist gut, das immer wieder in Erinnerung zu bringen, weil man sich so leicht "verzettelt". Danke, dass du es zum Wochenbeginn getan hast.

Eine gute Woche wünsche ich dir und grüße dich herzlich

Brigitte

Syrdal


Ja, wer kennt das nicht, dieses „Sich-verzetteln“… Und so ist es wohl immer gut, inne zu halten, den Moment zu bedenken und sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu besinnen.

Was aber ist wichtig? Das „was man eben tut, was andere auch tun, was allgemein getan wird, weil man es schon immer und überall so tut?“ – Da sage ich eindeutig: Nein!

Wie befreiend ist es hingegen, nur noch das zu tun, was man allein für sich als wichtig erkennt und nicht stets und immer „nach der Pfeife tanzt“. Das mussten wir lange genug so tun, als wir im Erwerbsleben standen. Jetzt aber sind wir von all diesen Zwängen frei… frei für die wirklich wichtigen Dinge! Wir müssen sie nur erforschen und erkennen...


Dank dir nun aber auch für die guten Wünsche zur Woche, die ich gerne in gleichem Maße erwidere
Syrdal
 


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