MUTTER LANGHAAR VATER UNBEKANNT ( Teil 3 )


Heute war schwer was los hier. Kaffeeklatsch bei meinen Leute und da ging es um meinen Namen. Vater sagte ich soll Waldi heißen. Ich denk mich laust der Affe. Ich Waldi ? So heißt doch der eine dicke Fernsehfritze. Aber ich doch nicht. Mir sträubten sich die Nackenhaare wie ich das hörte. Aber da kam die kleine Natalie auf eine tolle Idee : Der heißt jetzt Natal. Genau wie ich strahlte sie in die Runde. Der große Bruder bläkte sie an, ha ha, ein Hund mit Weibernamen. Die Natalie nahm mich auf den Schoß und flüsterte mir was ins Ohr:…….Und so kam ich nun zu meinem Namen.
Plötzlich schellt es, ich sofort zur Tür und mit lautem Gebell konnte ich den Kerl begrüßen der mir den Socken gebracht hatte. Kaum sitzt er, da hock ich mich auf seine Schuhe und strahl die andern alle an. Er guckt ganz erstaunt nach mir, wie ich da so auf seinen Schuhen hocke und ich denk bloß, was isn nu ? Was guckst Du denn noch ? Du stinkst wie der Socken und der Socken sieht zwar zerfleddert aus, aber das ist meiner. Doch plötzlich fangen die Kinder an zu weinen, ich denk, nanu denk ich, warum heulen die denn wenn ich mal jemanden hab der ganz für mich allein da ist ? Rätselhaft diese Menschenskinder….. Meine Menschenfrau verdrückt auch paar Tränen, der Menschenfritze nimmt mich auf seine Arme und die quatschen noch was von geimpft, musste noch bezahlen, ja natürlich und dann dachte ich jetzt ist es soweit. Der Sockenfritze setzt mich in sein zu Hause. Also ich kann Euch nur sagen, ich war platt. Das zu Hause war kleiner als unsere Kinderstube. Nur zwei Bänke und überall Fenster. Sockenfritze hüllte mich in eine Decke und ich musste neben ihm sitzen. Dabei wollte ich das gar nicht. Mit einem Schlüssel drehte er in der Kiste und ein furchtbares Gebrumm setzte ein. Da war ich froh dass ich lange Ohren hatte, die das Geräusch etwas minderten. Jetzt erst begriff ich, das war kein zu Hause, das war so eine Kiste mit der man nicht laufen musste. Aber ich neben ihm sitzen ? Denkste ! Mit einem Sprung saß ich auf seinem Schoß, auch wenn ich dabei mit meinem Kopp gegen das runde Ding knallte dass ich glaubte jetzt ist das Leben schon gelaufen. Nun konnte ich von meinem erhöhten Platz auch was sehen von der Welt. Nach ewig langem Gebrumm blieb das Ding stehen und Stille kehrte ein. Sockenfritze macht die Tür auf - und ich keine Anstalten da runter zu springen. Plötzlich standen da zwei Menschensfrauen, eine was älter und eine so wie die bei meiner ersten Menschenfrau. Die nahm mich dann sofort auf den Arm, aber ich wollte beim Sockenfritze bleiben. Mit meinen kleinen aber scharfen Zähnen ritschte ich ihr die Hand auf, was mir sofort furchtbar leid tat und ich leckte das Blut weg, da ging schon wieder ein Geschrei los. Das wärs für heute. Wuffundwauwaugrüße vom kleinen Dackel der nun endlich einen Namen hat: „ Natal.“
©H.K.
Juxman

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Kommentare (1)

peitzi Die geschichte hat mir sehr gut gefallen habe selber einen dackelmix,sie war 7wochen als ich sie bekam und wird nun schon 6jahre.Danke für diese tolle geschichte.

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