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Nirgendwo

Ein Leben lang sucht' ich den Frieden,
schaute mich um in aller Welt,
hab' steilste Pfade nicht gemieden,
durchwanderte manch schönes Feld,
staubtrockne Wüsten, steiniges Land,
suchte beflissen fern und hier,
nirgendwo war der Frieden bekannt –
doch endlich fand ich ihn... in mir!


© Syrdal 2020






 


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Kommentare (14)

heigl

und was, wenn der Mensch am Ende nichts in sich selbst findet, also nicht "fertig" wird?

Ist er dann, ja was denn, denn das kommt sicher häufig vor.

Syrdal

@heigl

Nun, lieber heigl, dann braucht es zur Reife noch Zeit, aber irgendwann findet jeder seinen Frieden und sei es erst am Tor zum Übergang...

...meint mit optimistischem Gruß
Syrdal

 

kleiber

Hallo lieber Syrdal...

Das ganze suchen nach dem Frieden ist umsonst.

Bleib zu Hause ...und suche ihn ...bei dir selbst.

In Ruhe ...und Zufriedenheit ...mit der Umwelt ...und

mit dir selbst !!!

Lieben Gruss Margit ...

Syrdal

@kleiber

Genau das, liebe Margit, ist es, was ich zum Ausdruck bringen wollte…
Danke und liebe Grüße
Syrda
 

indeed

Lieber Syrdal,

immer wieder gibt es Situationen, in denen man zweifelt oder gar verzweifelt ist. Das Leben schleift oder verschleißt . . .
Deshalb ist es immer wieder ein sehr gutes Gefühl, wenn man zu sich stehen kann und daraus auch der eigene Frieden wieder einkehren kann. Wie du ganz richtig schreibst: Frieden kann man zuerst in sich selber finden und ihn dann ggf. auch nach außen ausstrahlen.

Danke für deinen Gedankenanstoß, der wie immer in die Tiefe geht.

Liebe Grüße zu dir von
Ingrid

Syrdal

@indeed

Ja, liebe Ingrid, „das Leben schleift und verschleißt...“. Das ist nun mal der immerwährende Prozess des Reifens, der im Erdenleben mit dem ersten Herzschlag beginnt und erst mit letzten Atemzug abgeschlossen sein wird. – Wohl dem, der in seinem lebenslangen Reifen möglichst bald zu sich selbst finden kann, das Reifen mit all seinen Erscheinungen akzeptiert, vorbehaltlos annimmt und dann bewusst gestaltet, denn diesem ist innerer Frieden nah…
Aber du weißt das ja alles und so grüße ich mit herzlicher Freude
Syrdal
 

lillii

Frieden ist, so wie Du schon schreibst, ein Zustand der Ruhe und Stille,
für mich auch die Abwesenheit von Konflikten doch gibt es so etwas?
Schauen wir in die Natur, sie gibt und zerstört, das kennen wir alle,,
Der Vogel  frißt den Wurm..usw
der Mensch isst Tiere...
stehen zwei Bäume nebeneinander... in der Regel wird einer kümmerlicher heranwachsen,
Pflanzen ersticken sich gegeseitig wenn es zu wenig Platz für alle gibt, nur wenige Beispiele.
Ist das alles Leben im Frieden zu nennen ???
Uns Menschen ist es gegeben, friedlich miteinander auszukommen.
Schauen wir uns um und nehmen wahr, wie unzufrieden und unglücklich viele doch sind, sie erwarten von anderen, dass sie sie glücklich und zufrieden machen.
Es ist so, wie Du schreibst... es liegt ganz allein in meiner Macht ob ich den Frieden in mir habe.
Meine Einstellung dazu ist maßgebend..

Gute Nacht wünscht Luzie


 

Syrdal

@lillii 

Liebe Luzie, über deine vergleichenden Sichten auf die Mechanismen der Natur müsste man i m Zusammenhang mit der Suche nach Frieden sicher lange und tiefgründig diskutieren. Und auch darüber, ob es uns Menschen wirklich gegeben ist, friedlich miteinander auszukommen. Schließlich sind auch wir ein Teil der Natur mit all ihren Hierarchien. – Einen Satz aber aus deinen Ausführungen möchte ich zitieren: Schauen wir uns um und nehmen wahr, wie unzufrieden und unglücklich viele doch sind, sie erwarten von anderen, dass sie sie glücklich und zufrieden machen.“ Ich denke, dass genau in dieser eindeutig egoistischen Erwartung ein gravierender Fehler liegt, denn Frieden schaffen geht nur umgekehrt, nämlich sich selbst einzubringen und zur Aufgabe zu machen, andere glücklich zu machen. Meine Erfahrung ist letztlich, dass man wirklichen Frieden nur in sich selbst erringen (finden) kann, wobei sicher „Frieden“ für jeden etwas anderes bedeutet.

Mit der uneingeschränkten Akzeptanz auch dieser Unterschiede grüßt mit Dank für deine Betrachtungen
Syrdal
 

Manfred36


Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein." - Matthäus 10:34-36, (Einheitsübersetzung), vgl. Lukas 12:49-53
 

Syrdal

@Manfred36


Aber ja, lieber Manfred, wenn man die Bibel aus der rein atheistischen Sicht heraus interpretiert, kommt eben nichts anderes heraus als das, was wir tagtäglich um uns herum und in aller Welt erleben. Jesus (vergl. Bibeltext) meint aber etwas ganz anderes, was mit den profanen Alltäglichkeiten nichts zu tun hat. Und so handelt es sich bei dem von Jesus bezeichneten Schwert auch bei weitem nicht um eine stählerne Waffe, es ist das „Schwert des Geistes“, ein inneres Schwert, das zu Entzweiungen führt, denn wer IHM nachfolgt (z.B. seine Jünger), muss sich innerlich konsequent von allem Erdverhafteten trennen, um in das durch die christliche Taufe vermittelte „neue Leben in Gott“ eintreten zu können.
Also, lieber Manfred, das ist etwas ganz anderes, als man in der verbreiteten Unkenntnis vom Leben und Wirken Jesu (auch in vielen Predigten der Kirche!) verstehen möchte. – Mit dem einfachen Lesen des Bibeltextes kann und wird man die biblische Botschaft in ihrer Vielschichtigkeit niemals verstehen...

LG Syrdal

 

protes

das ist von allen der beste
lieber Syrdal
glückwunsch
und herzliche grüße 
hade
 

Syrdal

@protes

Danke, lieber hade, und ich wünsche ihn auch dir und allen…

...mit friedlichen Abendgrüßen
Syrdal

 

Roxanna

Ich weiß nicht, lieber Syrdal, ob du das Buch "Der Alchimist" von Paul Coelho kennst. Ähnlich wie in deiner Marginiale sucht jemand einen Schatz und reist durch die ganze Welt. Wieder zuhause angekommen findet er ihn dort. Alles haben wir in uns selbst, finden nur manchmal - leider - nicht den Zugang und suchen überall. Möge uns immer im rechten Moment ein Licht aufgehen.

Herzliche Grüße
Brigitte

Syrdal

@Roxanna

Liebe Brigitte, leider ist mir das Buch „Der Alchimist“ nicht bekannt. Ich kenne „nur“ all das Suchen in meinem inzwischen recht langen Leben, in dem ich trotz mittelbarer Einengung (DDR) ungewöhnlich viele und vor allem mehr als "vielseitige" Kontakte erfahren habe, sogar in Bereiche hinein, in die ich weder offiziell noch aus meiner (viele Jahrzehnte nicht offenlegbaren) Einstellung hinein gehörte, will sagen: in mir sehr entfernte und auch (gelinde ausgedrückt) mehr als suspekte Kreise und Welten. Dies alles hat mich geprägt, sensibilisiert und hat meine Suche bestimmt und mich sehr bald zu mir selbst geführt. Dort bin ich in Frieden angekommen… gottlob! Und „das Licht“ ist aufgegangen.

Hab lieben Dank…
...mit heute herrlich winterweißen Grüßen
Syrdal

 


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